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E+E 1959
NACHDEM WIR UNS IM ersten Kapitel - so jedenfalls hoffe ich - einen gewissen Überblick über das Handeln Gottes in den verschiedenen Haushaltungen und über Ursprung, Wesen und Bestimmung der Versammlung Gottes verschaffen konnten, möchte ich, ehe wir uns unserem Hauptgegenstand, dem Zusammenkommen der Versammlung, zuwenden, etwas ausführlicher auf die verschiedenen Charaktere der Versammlung zu sprechen kommen, wie sie uns die Heilige Schrift anhand von vier Symbolen vorstellt.
Wenn Gott Bilder benutzt, um uns Seine Gedanken klarzumachen, so sind diese Bilder - im Gegensatz zu unseren Vergleichen - äußerst präzise und zutreffend, voll göttlicher Weisheit, und Seine Vergleiche "hinken" nicht. Aber wir sollten die verschiedenen Bilder, die Gott uns von derselben Sache gibt, um uns unterschiedliche Belehrungen darüber zu geben, nicht miteinander vermengen, wie das leider manchmal getan wird. Ein Leib ist eben kein Haus, ein Leuchter nicht eine Braut. Es ist dieselbe Versammlung, aber sie wird jeweils in einem anderen Charakter gesehen. So redet die Schirft nie von Gliedern einer oder der Kirche, wohl aber von Gliedern des Leibes Christi. Nehmen wir noch ein anderes Beispiel, um diesen Punkt klarer zu machen, weil manche meinen, dass, wenn die Versammlung der Leib Christi ist, sie nicht zugleich auch die Braut Christi sein könne. Der Gläubige wird in der Heiligen Schrift mit ganz verschiedenen Namen bezeichniet: Er ist ein Kind Gottes und ein Sohn Gottes, er ist ein Heiliger, er ist ein Jünger des Herrn und so fort. Aber Kind ist nicht dasselbe wie Sohn, ein Heiliger nicht dasselbe wie ein Jünger. Es mag sich um dieselbe Person handeln, aber ihr Charakter ist jeweils ein anderer. Um die Vorrechte und die Verantwortlichkeiten dieser Person zu erkennen, ist es notwendig, ihre jeweilige Stellung, in der Gott sie sieht, zu erfassen. So ist es auch mit der Versammlung Gottes. Gott hat sie in verschiedenen Beziehungen zu Sich und zu Seinem Sohn gebracht, und um diese verschiedenen geistlichen Beziehungen für uns fassbar zu machen, benutzt Er unterschiedliche Symbole oder bildhafte Bezeichnungen.
Nun wird uns in einer ganzen Anzahl von Stellen der neutestamentlichen Briefe die Versammlung als Leib Christi vorgestellt. Unter dem Bild des menschlichen Körpers will der Heilige Geist den Gedanken innigster Einheit und Verbindung in uns wachrufen. Was ist im natürlichen Bereich unser Leib, unser Körper? Im Allgemeinen meinen wir damit jeden Teil, der nicht unser Haupt ist. Auch ist ein Körper ohne Haupt nicht denkbar, ebenso wenig ein Haupt ohne Körper. Im Bild des Leibes Christi wird uns also die Versammlung in ihrer göttlichen Verbindung, in ihrem wunderbaren Eins-Sein mit Christus im Himmel, dargestellt. Wir haben das schon bei der Betrachtung von Epheser 2 gesehen.
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