2. Korinther 5,20

Lasst euch versöhnen mit Gott!
 

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Der Admin

Zum Nachdenken!

"Jede Verbindung mit der Welt hindert uns daran, die Welt zu überwinden".

J. N. D.
E+E 1959

6. Was ist Sünde?

 

Kein aufrichtiger Mensch wird ernstlich das Vorhandensein der Sünde bestreiten. Sie ist eine furchtbare Macht, unter die der Mensch geknechtet ist und deren schreckliche Auswirkungen und ernst Folgen jeder täglich beobachten kann. Jeder weiß um diese Macht in seinem eigenen Leben, auch wenn diese nicht immer gleich äußerlich sichtbar ist. Wenn auch manche ein Leben in äußerer Rechtschaffenheit und Geradheit führen, so gibt es doch niemand, der vor dem heiligen Auge Gottes standhalten könnte, denn Er sieht bis in die tiefsten Tiefen unserer Herzen.

"Denn von innen aus dem Herzen der Menschen gehen hervor die schlechten Gedanken: Hurerei, Dieberei, Mord, Ehebruch, Habsucht, Bosheit, List, Ausschweifung, böses Auge, Lästerung, Hochmut, Torheit" (Markus 7,21.22).

Schon allein böse und und verwerfliche Gedanken, die noch nicht in die Tat umgesetzt wurden, sind Sünde vor Gott. Jemand hat treffend gesagt: "Wenn alle unsere verborgenen Gedanken in die Tat umgesetzt worden wären, gäbe es niemand unter uns Menschen, der nicht schon mit einer Strafanstalt Bekannschaft gemacht hätte."

Der Mensch hat die Sünde weitgehend in eine harmlose, schön anzusehende, gut schmeckende und farbenfreudige Verpackung eingehüllt. Aber bei Gott bleibt Sünde Sünde, ob klein, ob groß, ob sichtbar, ob unsichtbar, ob in Gedanken, Worten oder in der Tat.

Die Sünde ist mehr als eine augenblickliche Charakterschwäche, ein Kavaliersdelikt oder der bloße Unterlass einer Diätvorschrift. So harmlos ist diese tödliche Krankheit nicht. Von ihr ist die gesamte Menschheit befallen, und jeder Mensch führt mit ihr einen erbarmungslosen, nicht zu gewinnenden Kampf. Niemand braucht die Sünde erst zu lernen, sie wohnt im Herzen des Menschen. Sie zeigt sich schon im frühesten Kindesalter und kann dann im Leben eines Menschen Formen annehmen, die Leib, Seele und Geist zerrütten.

Was ist Sünde, diese geheimnisvolle schädliche Kraft, unter der die gesamte Menschheit seufzt?

Die Sünde ist die Wand, die den Menschen von Gott trennt. Wie Wasser und Feuer, Finsternis und Licht, Tod und Leben nichts gemeinsam haben und nicht vereinigt werden können, so ist auch der natürliche Mensch von Gott getrennt, von Gott losgelöst, und dies als Folge der Sünde.

So steht die Heiligkeit Gottes auf der einen und der sündige Mensch auf der anderen Seite. Der Mensch ist von Natur aus in seinem Wesen, in seinem ganzen Innern sündig, in den Augen Gottes verderbt, böse und verwerflich.
Aus diesem Zustand heraus kommen all die bösen Gedanken und Handlungen, die jeder in seinem eigenen Leben, in seiner nächsten Umgebung und darüber hinaus in der gesamten Menschheit beobachten kann.

Man mag wohl fragen, welches die größte Sünde sei. Die Antwort gibt Gottes Wort:

» Die Unabhängigkeit des Menschen von Gott, um dem eigenen Willen zu folgen.

 


Die Schuld durch die Sünde wird täglich, sei es bewusst oder unbewusst immer größer. Der Schmutz der Sünde steigt wie eine schlammige dunkle Masse von Tag zu Tag immer höher.

Welch ein glückliches Leben führte doch der erste Mensch in seinem sündlosen Zustand in der Gemeinschaft mit Gott! Doch er glaubte dem größten Betrüger aller Zeiten, Satan, mehr als Gott. Dieser sprach zu dem Menschen: Keineswegs werdet ihr sterben! Sondern ihr werdet sein wie Gott! (1. Mose 3,4.5).

» » Das friedvolle Leben in Unschuld genügte dem Menschen nicht, er wollte sein wie Gott. Das Geschöpf wollte sein wie der Schöpfer. So kam durch den ersten Menschen die Sünde in diese Welt und mit der Sünde der Tod. Die Sünde ist wie eine Pest oder eine Erbkrankheit durch alle Generationen der Menschen hindurchgedrungen.

Als der Mensch sich gegen Gott auflehnte und sein Gebot nicht befolgte, da musste er den Garten Eden, den Ort der ungetrübten Freude und Wonne, verlassen. Ein eiserner Vorhang fiel gleichsam unter dem Hohngelächter Satans herab, der den Menschen nun von Gott trennte. Die Auswirkungen dieser folgenschweren Tat tragen alle nachfolgenden Generationen bis heute an ihrem eigenen Leib.

"Du wirst gewisslich sterben", hatte Gott gesagt, und somit wurde der Tod der Lohn der Sünde. Nicht nur, dass der Mensch seitdem den leiblichen Tod mit all seinen schrecklichen Begleiterscheinungen erdulden muss, seitdem ist auch das Leben des Menschen überschattet von Krankheit, Schmerzen, Leiden, Sorgen, Angst und Hoffnungslosigkeit. Doch sind das alles nur die äußeren und zeitlichen Folgen des Sündenfalls.

Die furchtbarste Folge des Ungehorsams ist der sogenannte "ewige Tod", dessen Schrecken der unbekehrte Mensch erst erfährt, wenn sein kurzes Erdenleben durch den leiblichen Tod beendet ist und er dann fern von Gott in der Ewigkeit weiter lebt. "Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit", sagt Gott in seinem Wort (Offenbarung 14,11). Welch furchtbare Auswirkung hat doch die Sünde!

Nichts kann der Mensch von sich aus tun, um aus seinem sündigen, verlorenen Zustand herauszukommen.

» Der Heiland-Gott, der die Rettung des in Sünde gefallenen und dem Tod geweihten Menschen sucht, fand einen Weg (Titus 2,11; 3,4). Er sandte, als die Fülle der Zeit gekommen war (Galater 4,4); Hebräer 1m1) seinen geliebten Sohn. Jesus Christus wurde Mensch, um stellvertretend für die Sünde sterben zu können. Er starb als Opfer freiwillig für die Sünde. Kein Mensch wäre dazu in der Lage gewesen, denn mit Sünde kann man nicht Sünde tilgen. Auch kein Engel konnte die Heiligkeit Gottes befriedigen.

So kam nur der in Frage, von dem Gott sagte: "Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe."  Der Herr Jesus war bereit, nicht nur dieses Gericht über sich ergehen zu lassen, sondern auch den Tod auf sich zu nehmen, um die Forderungen Gottes an uns zu befriedigen. Er, der Sündlose, der keine Sünde kannte, - kein Trug wurde in seinem Mund gefunden - ließ am Kreuz anstelle des dem Tod und dem Gericht verfallenen Menschen das Urteil an sich vollstrecken. Dort wurde die Sünde, die zwischen Gott und den Menschen stand, gesühnt durch sein kostbares Blut, das vergossen wurde für die Sünden der ganzen Menschheit.

» » Gott geht jetzt in seiner Liebe und seinem Erbarmen dem sündigen Menschen nach, weil Er ihm einen Weg gebahnt hat, auf dem er aus der Fremde, aus der Gottesferne, zurück in die Gemeinschaft mit dem Vater kommen kann.

Was muss der Mensch nun tun, um dieser Gnade teilhaftig zu werden?

Nicht mehr und nicht weniger als sich schuldig bekennen und Buße zu tun. Er muss aufrichtig anerkennen, dass er sündig und mit Sünden beladen ist, und dass Gott gerecht ist, wenn Er ihn ins Gericht bringt. Dann schenkt ihm Gott den rettenden Glauben an das vollbrachte, vollkommene Sühnungswerk seines Sohnes, das ihm dann völlig angerechnet wird.

Alle Religionen, die einen anderen Weg zu "Gott" zeigen wollen, führen in die Irre.

Es gibt nur einen Weg, den Gott selbst geschaffen hat, nämlich den Weg von Gott zu den Menschen. Dieser Weg ist

Jesus Christus

allein (Apostelgeschichte 4,12; Johannes 14,6). Nur auf diesem Weg kann man mit Gott in Gemeinschaft kommen, und zwar in eine Stellung, die viel innider zu Gott ist als die, die damals der erste Mensch vor dem Sündenfall besaß.

Auf Golgatha hat Gott das Todesurteil an seinem Sohn vollstreckt und "wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben ... und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod in das Leben übergegangen" (Johannes 3,36 und 5,24). Der Mensch möchte gern an dieser Gnade vorübergehen. Er will sich nichts schenken lassen, er möchte lieber etwas tun, Gott etwas vorweisen, Ihm etwas bringen.

» » "Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicxht" (1. Johannesbrief 5,12).

Aber Gott lässt sich nichts abkaufen. Der Kaufpreis wäre ohnehin für niemand bezahlbar. Doch eins möchte Gott, und nur das eine, dass jeder Ihm - bildhaft gesprochen - das sündige Herz, mit allem was sich darin an Schuld angehäuft hat, übergibt. Selbsterkenntnis führt zur Buße, und Bekenntnis zur Vergebung. Nur so kommt man zurück zur Quelle des Lebens und somit zum wahren ewigen Leben.

"Denn Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe" (Johannes 3,16).

So hat Gott die Sünde an seinem Sohn gerichtet, und jeder Glaubende ist begnadigt in Ihm. Solche sind gerechtfertigt und "haben Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus" (Römer 5,1). Wie der Mensch die Luft zum Atmen braucht, so braucht jeder Mensch die Gnade Gottes zur Errettung und auch zu seiner Bewahrung.

Nach der Errettung haben wir es im "Leib der Niedrigkeit" aber immer noch mit der "in uns wohnenden Sünde" zu tun. Obgleich die Stellung als Kind Gottes unwiderruflich und endgültig ist. trübt doch die oft wieder aufkommende Sünde das Verhältnis zu Gott, dem Vater, und zu Gott, dem Sohn.

Die Sünde ist zwar hinweggetan wie ein gefällter Baum, aber aus seinem Stumpf sprossen immer wieder die Früchte der alten Natur hervor. Dieser Zustand wird bleiben, solang wir hier auf Erden in unserem sterblichen Leib sind. Deshalb sind wir in unserem täglichen Leben fortgesetzt auf seine bewahrende Gnade angewiesen. Wenn wir gestrauchelt sind, ist seine helfende Gnade da, um uns wieder zurechtzubringen durch die Waschung mittels des Wortes Gottes und eines aufrichtigen Bekenntnisses vor Gott (1. Johannesbrief 1,9). So haben wir jederzeit durch unseren Herrn Jesus Christus Zugang zu seiner Gnade. Sie ist es, die uns Kraft gibt, uns "der Sünde für tot zu halten, Gott aber lebend in Christus Jesus (Römer 6,11).

Bald wird der Gläubige vom Glauben zum Schauen kommen, und dann ist auch das Problem seiner "alten Natur" zu Ende. Ein Leben in der Ewigkeit ohne Sünde, ohne Tränen, ohne Schmerzen, ohne Tod wird das Teil all derer sein, die sich hier und heute durch den Glauben an den Sohn Gottes und dessen vergossenes Blut von jeder Sünde haben reinigen lassen. Sie dürfen schon jetzt ausrufen:

"O Glück unaussprechlich!
Gott zürnet nicht mehr.
Den feindlichen Sünder begnadigte Er.
All unsere Sünd' ist längst gesühnt,
der Kerker gekettet, der Tod ist getötet.
In Jesus ward Heil uns und Leben."

 


Ich werde hier nicht das ganze Buch, sondern nur einen Teil der verschiedenen Themen, wiedergeben.

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