2. Korinther 5,20

Lasst euch versöhnen mit Gott!
 

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Der Admin

Zum Nachdenken!

"Jede Verbindung mit der Welt hindert uns daran, die Welt zu überwinden".

J. N. D.
E+E 1959

7. Glaube, ein kostbares Geschenk

Ein junger Mann wurde nach seinem Glauben gefragt. Er antwortete: "Ich habe meinen Glauben, den lasse ich mir auch nicht nehmen." Auf die Frage, was das für ein Glaube sei, erwiderte er: "Ich glaube das, was meine Eltern glauben." "Was glauben Ihre Eltern?" Die Antwort war: "Meine Eltern sind katholisch." Welch eine vage Vorstellung hat man doch, und wie unterschiedlich wird in unserer Umgangssprache das Wort Glaube benutzt. Wenn man nach etwas gefragt wird und sich unsicher fühlt, antwortet man, ich glaube, daß es so ist, aber sicher kann ich es nicht sagen. Doch in göttlichen Dingen ist der Glaube eine ganz gewisse, zuverlässige Sache, denn er stützt sich auf das Wort Gottes, welches auch in unserer unsicheren und schnelllebigen Welt allein sicher, gewiß und unvergänglich ist. "Der Glaube ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, eine Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht" (Hebräer 11, Vers 1). Auch solche, die sich Christen nennen, sind oft nicht in der Labe, eine klare Antwort zu geben auf die Frage nach dem, was sie eigentlich glauben. Viele meinen Christen zu sein, weil sie getauft sind. Wieder andere sagen, was mit dem Glauben zusammenhängt, wird erst jenseits des Todes in der Ewigkeit entschieden. Manche stützen sich auf ihre Kirche, welche die Verantwortung dafür trage, daß sie nach ihrem Tode in den Himmel kommen. Auch gibt es gläubige Christen, die in ständiger Sorge darüber leben, daß sie wieder verloren gehen könnten. Ebenso können manche Christen die Frage nach dem biblischen Glauben nicht mit Gewißheit beantworten.

Auch diese Frage beantwortet allein Gottes heiliges Wort. Es sagt uns, daß der rettende Glaube das Geschenk der freien Gnade Gottes ist, "welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen" (1. Timotheus 2, Vers 4). Diesen Glauben empfängt man also nicht durch Geburt oder Erziehung, auch nicht durch die Übernahme der Religion der Eltern. Wahren Glauben kann man auch nicht erlernen oder studieren. Man wird nicht dadurch gläubig, daß man einer Religionsgemeinschaft beitritt und deren Lehre übernimmt. Ebensowenig kann man durch gute Werke, mögen sie noch so ehrlich gemeint sein, noch durch das Fürwahrhalten des Wortes Gottes ein gläubiger Christ werden.

Man spricht in unseren Tagen viel von Gläubigen. Da kommen Tausende, ja Hunderttausende zu irgendeinem Zweck zusammen. Was sind das für Gläubige? Christen und Heiden haben alle eins gemeinsam. Sie sagen, daß sie an einen Gott glauben. Aber was stellen sie sich darunter vor? Einen unpersönlichen Gott? Doch es gibt nur einen Gott: "Ein Gott und Vater aller, der da ist über allen" (Epheser 4, Vers 6). Daher kann es auch nur einen Glauben geben, der Glaube an diesen alleinigen, lebendigen Gott. Diesen Glauben kann der unbekehrte Mensch gar nicht haben, denn "der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird" (1. Korinther 2, Vers 14). "Auch die Dämonen glauben und zittern" (Jakobus 2, Vers 19).

Biblischer Glaube ist, wie oben gesagt, ein Geschenk der freien Gnade Gottes. "Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens; und das nicht aus euch. Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, auf daß niemand sich rühme" (Epheser 2, Vers 8 und 9). Jeder empfängt von Gott diesen kostbaren Glauben verbunden mit dem Heiligen Geist, wenn er die Voraussetzungen der Buße und Bekehrung erfüllt hat, Buße und Bekehrung sind das, was der Mensch eun muß, und der Glaube ist das, was dann Gott schenkt. Mit dem Glauben schenkt Gott auch den Heiligen Geist und die Wiedergeburt.

Die Frage an Kinder im verantwortlichen Alter: "Hast du den Heiland lieb?" und wenn sie dies bejehen, seien sie Kinder Gottes, ist irreführend, es reicht nicht aus. Aus falschen Unterweisungen kommen flasche Resultate hervor, die sich dadurch erweisen, daß kein Unterschied zwischen einen Kind Gottes und einem Kind der Welt zu erkennen ist. Gottes Forderung: "So tut nun Buße und bekehret euch" hat sich nicht geändert. Der echte Glaube hält fest an den Worten des Herrn Jesus: "Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode ins Leben hinübergegangen" (Johannes 5, Vers 24). Der Glaube rechtfertigt den Sünder, denn "der Herr Jesus ist unserer Übertretungen wegen dahingegeben und unserer Rechtfertigung wegen auferweckt worden" (Römer 4, Vers 25). Auf Grund dieser Tatsache bezeugt Gottes Wort, daß die Seele Frieden mit Gott hat. "Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus" (Römer 5, Vers 1). Der Glaube bezeugt, daß wir ewiges Leben haben, denn "wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben" (Johannes 3, Vers 36). Ebenso bezeugt er, gerettet zu sein aus der Macht Satans , denn der bußfertige Sünder wird aufgefordert: "Glaube an den Herrn Jesum, und du wirst gerettet werden" (Apostelgeschichte 16, Vers 31). "Wenn du mit deinem Munde Jesum als Herrn bekennst und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, wirst du errettet werden. Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Munde wird bekannt zum Heil" (Römer 10, Vers 9 und 10).

Die Bibel ist voll wunderbarer Verheißungen; warum Gottes Wort widersprechen? Gefühlem und wenn sie noch so gut sind, können keinen Frieden mit Gott geben. Die Vernunft, die sich auf menschliche Überlegungen stützt, macht nur unsicher und unglücklich. Vernunft und Glaube können nicht miteinander pilgern, weil die Vernunft nur das Sichtbare, der Glaube aber das Unsichtbare sieht. Der Glaube rechnet mit der Liebe Gottes, die Er auf Golgatha geoffenbart hat und stützt sich auf die Allmacht Gottes, denn sollte Ihm etwas unmöglich sein? Er rechnet mit der Treue und Weisheit Gottes, der immer auf rechter Straße führt, auch wenn es ein Dornenweg ist. Er rechnet mit der Allgegenwart Gottes zu jeder Zeit, in jeder Lage.

Der Glaube wird aber an seinen Früchten erkannt. Wo diese fehlen, ist auch kein echter Glaube vorhanden. Deshalb sagt Jakobus: "Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er haben Glauben, hat aber nicht Werke? kann etwa der Glaube ihn erretten?" (Jakobus 2, Vers 14). Biblischer Glaube zeigt Früchte im Denken, Reden und Handeln, denn "Liest man etwa von Dornen eine Traube, oder von Disteln Feigen?" (Matthäus 7, Vers 16). Der Glaube befähigt zum Beten, zum Lesen von Gottes Wort und zum Besuch der Zusammenkünfte der Gläubigen. Er verlangt auch danach. Wo von diesen nichts zu beobachten ist, ist von einer wahren Bekehrung nicht zu reden. Er ist und bleibt ein Geschenk der freien Gnade Gottes. Er vermag mächtige Taten zu vollbringen, denn er überwindet die Welt (1. Johannesbrief 5, Vers 4) und alle Hindernisse, die sich ihm auf dem Wege zum anderen Ufer, dem Hafen des ewigen Friedens, entgegenstellen wollen. Er schaut auf den Herrn Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, macht die Zukunft gegenwärtig und das Unsichtbare sichtbar. Er erkennt die Gedanken Gottes, entfacht die Flamme der Liebe, öffnet die Lippen zum Gebet, erfüllt das Herz mit Frieden und währt, bis er zum Schauen gelangt.

 

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