2. Korinther 5,20

Lasst euch versöhnen mit Gott!
 

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Der Admin

Zum Nachdenken!

"Jede Verbindung mit der Welt hindert uns daran, die Welt zu überwinden".

J. N. D.
E+E 1959

8. Unglaube, ein verhängnisvoller Irrtum

Mancher sagt, ich glaube nur was ich sehe. Diese Sprache ist sehr töricht uind unwahr. Glaubt man nicht der Post, dem Fahrplan der Eisenbahn, an alles Irdische, obgleich man es nicht sieht? Wie leichtfertig nimmt der Mensch durch bild und Wort Meinungen und Behauptungen als wahr an, ohne zu prüfen, ob diese auch der Wahrheit entsprechen. Wie kritisch dagegen verhält sich der Mensch dem Wort Gottes gegenüber, obgleich es das Wort der Wahrheit selber ist! Oft ist auch zu hören: "Ich möchte wohl gerne glauben, aber ich kann nicht." Solche haben tatsächlich recht. Sie können gar nicht glauben, weil sie sich noch nie im Lichte Gottes als verlorene Sünder erkannt haben. Aber Gott nicht glauben ist Sünde, denn wer Ihn nicht glaubt, macht Gott zum Lügner.

Die Gründe des Unglaubens sind vielfältig. Die einen sagen, es gäbe keinen gott und fallen damit unter das Urteil Gottes nach dem in der Einleitung angeführten Psalm 14: "Der Tor spricht in seinem Herzen: Es ist kein Gott!" Wer geöffnete Augen hat, kann aber das Wirken Gottes beobachten, sei es in der Natur oder bei jedem wahren, gläubigen Christen. Der Mensch will aber nicht wahrhaben, daß es einen Gott gibt, weil er sich Ihm nicht stellen und sein altes Leben nicht ändern will.

Wer behauptet, mit dem Tode sei alles aus, hat einerseits recht, denn dann ist es wirklich aus mit allen Plänen und Wünschen, es ist aus, sich noch für Gott entscheiden zu können.

Auch der Aberglaube ist ein großes Hindernis. Gott sagt in Seinem Wort: "daß in den letzten Zeiten etliche von dem Glauben abfallen werden. achtend auf betrügerische Geister und Lehren der Dämonen"; (1. Timotheus 4, Vers 1). Satan, der Fürst und Gott dieser Welt (2. Korinther 4, Vers 4), will nicht, daß der Mensch aus dem Bereich der Finsternis und seiner dämonischen Mächte herauskommt. Der Aberglaube bedient sich der primitivsten wie auch der raffiniertesten Mittel. In der Bundesrepublik trägt jeder Dritte ein Amulett zum Zeichen, daß er an dämonische Mächte glaubt. Aus eigener Kraft wird kein Mensch von diesen Bindungen frei, das zeigen die heidnischen Religionen. Aberglaube und Unglaube führen in die ewige Finsternis, in Selbstanklage, Qualen und Schmerzen.

Groß ist auch die Zahl derer, die sich Christen nennen, aber nie in lebendiger Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus Christus gekommen sind. Sie haben "eine Form der Gottseligkeit, ihre Kraft aber verleugnen sie" (2. Timotheus 3, Vers 5). Sie tragen Charakterzüge, die im vorhergehenden Vers genannt sind, nämlich, "sie sind eigenliebig, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, heillos, ohne natürliche Liebe, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, Verräter, verwegen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen leibend als Gott". Dabei mögen sie in christlichen Religionen sogar führend tätig sein. Religiöse Festtage sind für sie Höhepunkte und viele von ihnen kennen die Bibelgenau und führen die Sprache Kanaans. Sie mögen viel den Namen Gottes im Munde führen. Doch "nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist" (Matthäus 7, Vers 21). Noch tragischer ist es um die bestellt, welche den fünf törichten Jungfrauen gleichen. Sie wußten alles, machten alles mit, besaßen eine Lampe, d. h. das christliche Bekenntnis, gaben vor, auf die Weiderkunft des Herrn zu warten, und doch mußten sie hören; "Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht" (Matthäus 25, Vers 12). Alles Äußere besaßen sie, nur das Wichtigste fehlte, das Öl auf ihren Lampen, d. h. sie waren nicht durch Gottes Wort und den Heiligen Geist von neuem geboren, sie lebten noch in ihrem alten sündigen Zustand.

Da sind auch die vielen Lauen, die beides haben wollen, den Himmel und die Erde zugleich. Beides kann man aber nicht zugleich haben. Gott kennt nur ein entweder - oder. Er sagt von ihnen: "Ich kenne deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt oder warm wärest! Also, weil du lau bist und weder kalt noch warm, so werde ich dich ausspeien aus meinem Munde" (Offenbarung 3, Vers 15). Was man ausspeit, nimmt man nicht mehr auf. Das bedeutet also, daß solche ewig verloren sind und ewig in der Hölle wein werden. Furchtbar wird es für alle sein, die diese Zeit der Gnade unbenutzt vorübergehen lassen. Christlich mag man wohl sein, aber ein wahrer Christ sein, nein, das will man nicht. Religiös sein ja, aber Gott gehorsam sein - nein; rechtschaffen sein, ja, doch die Gerechtigkeit aus Gott durch den Glauben haben - nein. Ein gläubiger Christ ist das höchste, was ein Mensch hier auf Erden werden kann.

Zwischen zwei Arbeitskameraden fand einmal ein Gespräch über den Glauben statt. Der Ungläubige sagte zu einem gläubigen Mitarbeiter, er habe auch seinen Glauben. Auf die Frage: "Was gleubst du denn?" zögerte der andere mit der Antwort und sagte endlich: "Ja weißt du, mit dem Christentum ist es so eine Sache." Der Gläubige fiel ihm ins Wort und sagte: "Ich will nicht wissen, was du am Christentum für falsch hälst, ich möchte wissen, was du glaubst. Aber ich will dir zuerstsagen, was ich glaube. Ich glaube an Gott, den allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde, an Jesus Christus, Seinen eingeborenen Sohn, an die Vergebung der Sünden durch Sein Blut, an die Auferstehung des Leibes und das ewige Leben für die Gläubigen, sowie an das ewige Gericht für die Unbekehrten. Nun antworte bitte, was du glaubst." Der Unbekehrte erwiderte: "Was ich glaube, ist noch nicht ganz raus, da arbeiten die Wissenschaftler noch daran. Aber wenn es raus ist, dann glaube ich daran, darauf kannst du dich verlassen." So verhalten sich viele, wenn sie nach ihrem Glauben gefragt werden. Aber "Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner der verständig sein; da ist keiner, der Gott suche. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tue, da ist auch nicht einer" (Römer 3, Vers 10 bis 12). Niemand kann sich selbst von diesem Urteil befreien, denn "kann ein Mohr seine Haut wandeln, ein Pardel seine Streifen? dann könntet auch ihr Gutes tun, die ihr an Bösestun gewöhnt seis" (Jeremia 13, Vers 23).

Es wäre zum Verzweifeln, wenn es aus diesem Zustand keine Ausweg gäbe. Doch da ist die frohe Botschaft vom Kreuz, da hat der Herr Jesus die Erlösung bereitet. Er starb nicht für Gerechte, sondern für Gottlose und Sünder; Gott ist auch heute noch der Heiland-Gott, der im Herrn Jesus Christus jedem die Vergebung der Sünden und ewiges Leben schenken möchte.

Es liegt in deiner Macht, Gott loszulassen,
doch hindern kannst du nicht , daß er dich hält.

Es liegt in deinem freien Willen, ihn zu hassen,
doch dennoch liebt Er dich, du Kind der Welt.

Du kannst dich gegen Christus frei entscheiden,
auf Golgatha entschied Er sich für dich,
du kannst Sein Wort und Seine Versammlung meiden,
doch immer suchen Wort und Seine Versammlung dich.

Du kannst dir deine Wege selber suchen,
doch hindern kannst du nicht, daß Er dich führt.

Du kannst Gott leugnen, Seiner Allmacht fluchen,
doch hindern kannst du nicht, daß Er regiert.

 

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