«Er spach aber zu seinen Jüngern:
Laßt sie sich reihenweise zu je fünfzig niederlegen.»
Lukas 9,14
Das Wort Gottes stellt uns den Menschen in seinem Handeln und seinen Beziehungen zu Gott nicht nur als Einzelpersonen vor, sondern auch in seinen Verbindungen zu und in Gemeinschaft mit anderen, sei es im negativen oder positiven Sinne. In diesem gemeinsamen Auftreten und Verhalten finden wir häufig Gruppen von fünfzig Personen vorgestellt. Als Abraham für Lot eintrat, begann er mit fünfzig Gerechten, die sich möglicherweise noch in Sodom befunden haben könnten. Das will uns doch ganz praktisch sagen, daß ein Gläubiger im Normalfall seinen Weg nie allein geht, obwohl das bei Lot, wie sich dann herausstellte, leider der Fall war. Auf irgendeine Weise befindet sich jeder Mensch in mehr oder weniger engem Kontakt zu anderen Menschen. Die Frage ist nur: mit welchen? Gläubige, die sich der Gemeinschaft mit anderen Gläubigen entziehnen, werden oft von selbst in andere, leider meist schädliche Gesellschaft geraten.
Die letzten Tage, in denen wir leben, bringen es mit sich, daß Kinder Gottes, die sich dem Wort Gottes in allem unterwerfen wollen, mitunter einsam leben müssen, obwohl sie das nicht anstreben sollten. Aber man spürt doch ihr Sehnen nach Gemeinschaft und sieht ihr Bemühen, in den Zusammenkünften zu sein, selbst wenn das mit Zeitaufwand und Kosten verbunden ist. Weil der Herr dort der Mittelpunkt ist, gibt es reichen Lohn.
Wie wurden doch die hundert mal fünfzig Mann gesegnet, die sich niederließen, um gemeinsam vom Herrn gespeist zu werden! Sie wurden gesättigt und ließen übrig.
Möge sich jeder von uns prüfen, mit wem und mit welchem Ziel er heute gemeinsame Sache macht!
Quelle: Der Kalender "Der Herr ist nahe"
