2. Korinther 5,20

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Der Admin

Zum Nachdenken!

"Jede Verbindung mit der Welt hindert uns daran, die Welt zu überwinden".

J. N. D.
E+E 1959

Das Geheimnis Seines Willens

Am Ende des ersten Kapitels des Epheserbriefes wird uns der Leib Christi in seinem ewigen Aspekt vorgestellt, oder wird können auch sagen: der Leib Christi, wie er in dem Ratschluss Gottes besteht. Bevor wir uns jedoch mit dieser überaus kostbaren Seite der Versammlung näher befassen, ist es sicher gut, darüber klar zu werden, was sich Gott "für die Verwaltung der Fülle der Zeiten", das heißt für die Zeit des Tausendjährigen Reiches, in Sich selbst vorgesetzt hat. Dieser Vorsatz Gottes im Blick auf Christus und die Versammlung in jener letzten Epoche wird in Vers p das >Geheimnis seines Willens< genannt.Er gipfelt darin, "alles unter ein Haupt zusammenzubringen in dem Christus, das, was in den Himmeln, und das, was auf der Erde ist"; das heißt, es ist Gottes Wille, dass Christus als verherrlichter Mensch über das ganze Universum herrschen soll. Das ist der erste, überragende Teil dieses Geheimnisses. Der zweite, ihm untergeordnete Teil wird in den Versen 11-14 beschrieben: Die Gläubigen der Gnadenzeit haben in Ihm ein Erbteil erlangt, das darin besteht, dass sie mit Ihm herrschen werden. Christus wird im Tausendjährigen Reich die abcolute Oberhoheit über Himmel und Erde besitzen und ausüben, die dann nicht mehr getrennt sind, sondern unter Seiner Friedensherrschaft ein einheitliches Ganzes bilden. Er wird über alles herrschen, nur nicht über Seine Versammlung: Sie wird mit Ihm herrschen.2

Die Versammlung besitzt scho jetzt das große Vorrecht und den unermesslichen Segen, dass sie sowohl mit Christus vereinigt ist, als sie auch zu Ihm gehört und in Christus ist. Welcher Segnungen kann sich die Versammlung doch erfreuen! Gewiss, auch sie hat als verantwortliches Zeugnis Gottes auf der Erde versagt, wie der Mensch in jeder Haushaltung vorher ebenfalls versagt hat. Wir sahen das schon bei der Betrachtung der sieben Haushaltungen in Kapitel 1. Aber in der Fülle der Zeiten, der siebten Haushaltung, wird Christus als Mensch regieren und alle Gedanken Gottes erfüllen, und zwar gerade auf dem Schauplatz, wo Gott durch den Menschen bisher so verunehrt worden ist. In den tausend Jahren der Herrschaft Christi wird die ganze Schöpfung an den Segnungen Seiner Regierung teilnehmen - Segnungen, die nur aus der Gnade Gottes hervorfließen und ebenfalls das vollbrachte Werk Christi am Kreuz von Golgatha zur Grundlage haben. Trauer und Schmerz, das Unterworfensein der Schöpfung unter die Nichtigkeit (Röm 8,20ff), die Zeit der geistlichen Blindheit des Volkes Gottes vor alters (Israel) und die Zeit der törichten Regierungen der Nationen werden dann zu ihrem Ende kommen. Auch die Schwachheit der Versammlung, ihre Trennungen und die Macht Satans zur Verführung der Menschen werden nicht mehr sein.

Noch seufzt die ganze Schöpfung, da all diese Dinge noch bei uns sind. Als Folge der Sünde wurde diese Schöpfung allen Arten von Leiden und Krankheiten, ja dem Tod unterworfen. Aber Gott wird all diesem ein Ende bereiten, wenn Christus kommen wird, um über diese leidende Schöpfung zu regieren. In jener Zeit wird der Satan gebunden, werden die Menschen von seiner Knechtschaft und Verführung befreit werden. Dann wird Gott Sein irdisches Volk unter der Führerschaft und dem Königtum des Messias segnen. Er wird auch jede Nation segnen, wenn Er in ihrer Mitte geheiligt werden wird. Auch die Erde selbst wird nicht länger in ihrem heutigen Zustand von Armut und Elend bleiben, sondern der Fluch wird beseitigt werden, und die Wüste wird frohlocken und blühen.

Die ganze gegenwärtige Szene wird verändert werden, wenn Christus zur Quelle und zum Mittelpunkt jeder Segnung gemacht ist. Christus wird als der "Stärkere" den Starken binden, denn "der Same der Frau wird der Schlange den Kopf zertreten". Er ist der Herr des Himmels und der Erde, der als Messias über Sein irdisches Volk und als Sohn des Menschen über alle Nationen der Erde herrschen wird. Diese ruhelose Welt wird dann völlig geheilt werden, wenn der Herr Jesus aus der Verborgenheit hervortreten und jedes Auge Ihn Seiner Herrlichkeit sehen wird. Dann wird Er auch in Seinen Heiligen, die mit Ihm in Herrlichkeit erscheinen, verherrlicht werden, wird bewundert werden in allen denen, die geglaubt haben (2. Thes 1,10). Das ist in Kurzem der Ratschluss Gottes, das Geheimnis Seines Willen. Sein herrlicher Name sei dafür gepriesen.


2. Die Tatsache, dass auch von den Märtyrern der Drangsalzeit in Offenbarung 20, Vers 4, gesagt wird, dass sie mit dem Christus herrschen, macht klar, dass es sich hier bei dem zweiten Teil des Geheimnisses nicht um die höchste Seite der Vorrechte der Versammlung handelt. Dennoch bleibt die besondere Stellung der Versammlung und ihre Verbindung mit Christus für Zeit und Ewigkeit erhalten.

 

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