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E+E 1959
Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch welches mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
Galater 6, 14
Nichts ist mir dem Kreuz Jesu Christi zu vergleichen. Dort sind sich Gut und Böse begegnet. Was jeder sich jetzt fragen muß, ist dies:
Das Kreuz ist zugleich der Beweis der Gerechtigkeit Gottes der Sünde gegenüber und der Liebe Gottes, die dem Sünder vergibt.Es bedeutet für den Glaubenden das Ende des Gerichts, das er zu erwarten hatte, und zugleich den Anfang des neuen Lebens, das er in dem Augenblick empfängt, wo er das Heil ergreift. Dort wurde die größte aller Sünden begangen, und doch wurde gerade dort die Sünde gesühnt. Je mehr wir das Kreuz betrachten, desto mehr verstehen wir, daß es der Mittelpunkt von allem ist.
Das Evangelium, das die Schuldigkeit des Menschen aufdeckt und zugleich für alle, die an das Opfer Christi glauben, das Heil verkündigt, wird vom Apostel Paulus "das Wort vom Kreuz" genannt (1. Korinther 1,18). Dieses Wort, sagt der Apostel, "ist denen, die verlorengehen, Torheit". Solche bestreiten sicherlich nicht den Tod Jesu Christi auf Golgatha, aber sie berauben ihn seines ganzen Wertes. Für sie ist es höchstens der Tod eines Märtyrers, wie es noch viele gegeben hat. Sie glauben nicht an die Wirksamkeit dieses Opfers zur Sühnung der Sünde; sie verweigern Jesus die Anerkennung als Sohn Gottes.
Möchte das doch bei keinem unserer Leser der Fall sein!
Quelle: Der Kalender "Die gute Saat"
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