2. Korinther 5,20

Lasst euch versöhnen mit Gott!
 

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Der Admin

Zum Nachdenken!

"Jede Verbindung mit der Welt hindert uns daran, die Welt zu überwinden".

J. N. D.
E+E 1959

Das Wort ward Fleisch

Gedanken über die Erniedrigung des Herrn Es war in der rückliegenden Ewigkeit ein erhabener, für uns unfaßbarer Beschluß in der Gottheit, daß Gott, der Sohn, Mensch werden sollte. Mit der Menschwerdung des Sohnes wurde eines der größten Wunder Wirklichkeit, nämlich wahrer Gott und wahrer Mensch in einer Person. Das Wunder geschah, als die Fülle der Zeit gekommen war, als der Mensch nach jeder Richtung hin versagt und sich als hoffnungslos verderbt erwiesen hatte. Gott hat stets "Seine Fülle der Zeit", um die Dinge ausreifen und zum Höhepunkt kommen zu lassen. Das sehen wir z. B. bei dem Volke Israel, dem Er das Land Kanaan erst gab, als "die Ungerechtigkeit der Amoriter voll" war. Auch inb der endzeit wird es so sein; das Tier und der Mensch der Sünde müssen erst geoffenbart werden, ehe der Herr Jesus in Herrlichkeit erscheint. Welch ein Herabsteigen des Herrn aus himmlischen Höhen und himmlischer Herrlichkeit auf die unter dem Fluch liegende und von Satan regierte Erde! Wenn es in Johannes 1 heißt, daß der eingeborene Sohn in des Vater Schoß ist, so ist dies nicht örtlich aufzufassen, sondern bedeutet, daß das innige Verhältnis zu Seinem Vater fortbestand; es wurde auch nie unterbrochen. Wie groß die Erniedrigung des Herrn war, daß Er Mensch wurde, geboren von einem Weibe, geboren unter Gesetz, können wir nicht erfassen und werden es wohl auch später in dem Lichte der Herrlichkeit nicht ergründen können. Daß Gott als Mensch auf der Erde wandelt, dem Betragen Seiner Geschöpfe und den Umständen hier unter ausgesetzt, ist wahrlich eine gewaltige Tatsache. Das Ewige kommt mit dem Zeitlichen in Berührung und erträgt es, der Ewige erklärt den Menschen das Zeitliche und zeigt ihnen dessen wahren Wert. So wenn der Herr Seine Jünger durch das Gleichnis von dem ungerechten Verwalter lehrt, einen gegenwärtigen Vorteil zugunsten eines zukünftigen (himmlichen) aufzugeben. Das ganze Kapitel Lukas 12 könnte man überschreiben: Die Zeit im Lichte der Ewigkeit. Der Herr Jesus hatte sich nach Philipper 2 der göttlichen Herrlichkeit entäußert, aber durchaus nicht Seine Gottheit aufgegeben. Das ist auch ganz unmöglich; der Sohn war in der vergangenen Ewigkeit Gott, ist jetzt Gott und wird Gott in alle Ewigkeit sein. Als der abhängige Sohn des Menschen machte Er - und hierin sehen wir wiederum Seine große Erniedrigung - von Seiner göttlichen Macht nur Gebrauch, wenn Sein Vater es wollte. Welch anbetungswürdige Person tritt uns doch entgegen, wenn wir den Herrn Jesus, als Mensch auf Erden wandelnd, betrachten! Das ist wahre Seelenspeise für den Christen. Die Erniedrigung des Sohnes, daß Er wahrhaft Mensch wurde, daß Er Blutes und Fleisches teilhaftig wurde, ist, noch einmal sei es gesagt, unbegreiflich groß. Daß Er nicht im königlichen Palast, etwa als späterer Thronfolger, sondern als armer Leute Kind geboren wurde, ist eine im Verhältnis geringe Erniedrigung; sie wird öfter angeführt, weil sie uns, von unserem niedrigen Standpunkt aus gesehen, als nicht so klein erscheint. Wenn jemand vom Polarstern zu uns käme, wäre es belanglos im Verhältnis zur zurückgelegten Entfernung, ob er auf der Spitze des höchsten Berges oder in der Ebene landete. Dies ist noch ein sehr schwacher Vergleich von dem, was wir sagen wollen. Der Herr wird nach Seiner Geburt in eine Krippe gelegt, am achten Tage beschnitten, wie Er, der Gesetzgeber, es selbst abgeordnet hatte, wächst als Kind heran, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf Ihm. Er ist Seinen Eltern untertan und hat wohl bei Joseph das Zimmermannshandwerk ausgeübt. Als Er Seinen öffentlichen Dienst begann, erwachte der Widerstand der Sünder gegen Ihn, und Er wurde der Mann der Schmerzen, der mit Leiden vertraut war. Was Er sah, die Folgen der Sünde, die Versklavung der Menschen durch Satan, ihr Haß und ihre Finsternis, und der Unverstand und die Gelichgültigkeit Seiner Jüngerer Ihm und Seinen Gedanken gegenüber betrübte die empfindsame Seele des Menschen Christus Jesus, Er war oft innerlich bewegt. Aber der Herr Jesus erniedrigte sich noch weiter: Er war bereit, in den Tod zu gehen, bereit, die Sünden auf sich zu nehmen und zur Sünde gemacht zu werden, Er war bereit, an unserer Stelle den Zorn Gottes zu erdulden. Wir müssen wohl sagen, daß wir von diesen Leiden, von dieser Seiner Erniedrigung nur sehr wenig verstehen, so daß auch unsere Gefühle der Mitempfindung und unser Lob entsprechend schwach sind. Ebenfalls verstehen wir wenig, was es für Ihn, den Fürsten des Lebens, ja, die Quelle des Lebens, war, in den Tod hinabzusteigen, noch wie dies überhaupt möglich war. So wie Jesu Menschwerdung ein großes Geheimnis für uns ist, so ist es auch Sein Sterben. Er konnte aber von dem Tod nicht behalten werden, nachdem Er seine Wehen aufgelöst hatte, sondern Er ist siegreich auferstanden. Gott hat Seinem Sohne den höchsten Platz gegeben, den Er hatte, den zu Seiner Rechten, wo Er nun sitzt, mit Ehre und Majestät gekrönt. Auf niemand trifft das Wort Jesu mehr zu als auf Ihn selbst: "Wer ... sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden." Mögen wir von Ihm lernen, unseren Weg stets in Demut zu gehen!

Quelle: "Ermunterung + Ermahnung" 1975

"Stehe auf vom Throne, Du Gotteslamm! Nimm die Braut zum Lohne, treuer Bräutigam! Sie ist ja Dein, rufe bald sie heim, in des Vater Wohnung führ sie mit Dir ein. An Deiner Rechten trifft sie kein Leid, nahen keine Schmerzen in Ewigkeit.

(Geistliche Lieder Nr. 105, Vers 3)

 

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