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E+E 1959
Es schein mir angebracht und nützlich zu sein, in diesem Kapitel über Haushaltungen noch einen Gegenstand zu berühren, den der Apostel Paulus im elften Kapitel des Römerbriefes in bemerkenswerter Bereite darstellt - die Zukunft Israels. Er behandelt dort eine Frage, über die selbst Christen ganz verschiedene Auffassungen haben: Hat Israel eine Zukunft?
Die Kapitel neun bis elf bilden den dispensationalen oder haushaltsmäßigen Teil dieses Briefes. In ihnen entwickelt der Apostel das Handeln Gottes in Seinen Wegen mit Israel und den Nationen und kommt dabei in Kapitel elf auf einen >edlen Ölbaum< zusprechen, in den Zweigen eines >wilden Ölbaums< eingepfropft worden sind.
Was bedeutet dieser bildliche Vorgang? Wovon redet der edle Ölbaum, wovon der wilde? Ist der edle Ölbaum ein Symbol der Versammlung, der Kirche Gottes? Ist die Kirche nach allem nicht doch nur eine Fortsetzung Israels, wenn auch vieleicht mit besserem, christlichen Vorzeichen? Kann ein Gläubiger schließlich doch "ausgeschnitten" werden und verloren gehen?
Diese Fragestellungen machen deutlich, dass ein Missverstehen der Bedeutung des >Ölbaums< verhängnisvolle Folgen haben kann. Deswegen möchte ich kurz auf dieses wichtige elfte Kapitel des Briefes an die Römer eingehen und versuchen, auf die angedeuteten Fragen klare, schriftgebundene Antworten zu geben. Sie zu verstehen wird dem Leser umso leichter fallen, als er durch das bereits Gesagte weitgehend dafür vorbereitet ist.
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