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Der Sabbat
Der Sabbat (=Sonnabend oder Samstag, urspr. Sabbats-Tag) ist nach der Heiligen Schrift der siebte Tag der Woche und bedeutet "Ruhe". Obwohl die Bezeichnung erst in 2. Mo 16,23 vorkommt, finden wir den Tag selbst schon in der Schöpfungsgeschichte in 1. Mo 2,1-3. Nachdem Gott Sein ganzes Werk vollendet hatte,
heiligte Er den siebten Tag, um zu ruhen. Damit ist bereits die Bedeutung dieses Tages angegeben: es ist die Ruhe nach der Arbeit. Im Gesetz vom Sinai spielte der Sabbat eine wichtige Rolle. Im vierten Gebot heißt es: "Gedenke des Sabbats, ihn zu heiligen. Sechs Tage sollst du arbeiten und all dein Werk tun; aber der siebte Tag ist Sabbat dem HERRN, deinem Gott: du sollst keinerlei Werk tun, du und dein Sohn und deineTochter, dein Knecht und deine Magd, und dein Vieh und dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Denn in sechs Tagen hat der HERR den den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn" (2. Mo 10,8-11). Alle
⇒ sieben Jahre war zudem ein Sabbat-Jahr, in dem weder gesät noch geerntet werden durfte, damit das Land
⇒ Kanaan seine Ruhe bekam, und nach sieben Mal sieben Jahren trat ,it dem fünfzigsten Jahr das Jubeljahr ein, in dem jeder Sklave Freiheit e,pfing und alles verkaufte Eigentum zurückerstattet werden musste (3- Mo 25,1-24).
Der Sabbat war ein Bild der Ruhe Gottes, zu der Israel gebracht werden sollte, wenn es das Gesetz halten würde. Das Gebot, den Sabbat zu halten, hatte keine moralische oder ethische Bedeutung wie die übrigen der Zehn Gebote; ihn zu halten, war einfach eine Frage des Gehorsams gegenüber Gott. Wohl deshalb wird das Gebot, den Sabbat einzuhalten, öfter erwähnt als jedes andere (2. Mo 16,23; 20,8; 31,12; 34,21; 35.2; 3. Mo 23,3; 5. Mo 5,12; Neh 9,14). Da die Israeliten ungehorsam waren, schwor Gott in Seinem Zorn: "Wenn sie in meine Ruhe eingehen werden!" (Ps 95.11). Doch wird Gott auch Israel einmal in Seine Ruhe eingehen lassen, jedoch nicht auf Grund ihres Tuns, sondern auf Grund des Werkes Christi (Heb 4,1-11). Die wahre Sabbatruhe wird für Israel das Tausendjährige Reich sein, das in die Ewigkeit einmündet.
Während unter dem Gesetz die Ruhe von allem Tun am letzten Tag der Woche vorgesehen war, beginnt das Leben unter der Gnade mit dem ersten Tag der Woche, der durch die Auferstehung des Herrn Jesus aus den Toten eine besondereWeihe empfangen hat. Er wurde sogleich als der charakteristische Tag des Christentums erkannt und gewürdigt (vgl. Joh 10,19.26). Schon früh fand an diesem Tag, der auch der "Tag des Herrn" genannt wurde, das Mahl des Herrn statt (Apg 20,7; Off 1,10). Die Tatsache, dass im Kalender seit einigen Jahren Montag als erster Wochentag fungiert, ändert nichts an der biblischen Ordnung, nach der der Sonntag der erste und Samstag der letzte Tag ist.
Quelle: "Biblische Bilder und Symbole" - Lexikon
Autor: Arend Remmers
Verlag: CSV Christliche Schriftenverbreitung,
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Anmerkungen zum "Sabbat" aus der SCOFIELD BIBEL mit ERKLÄRUNGEN:
4) Anmerkung 4 zu Mt 11,20 = "Das Königreich des Himmels wurde als nahe herbeigekommen von Johannes dem Täufer angezeigt, ebens von dem König selbst und von den zwölf Jüngern, ihr Wort wurde durch mächtige Taten bestätigt, aber das Königreich wurde moralisch verworfen. Die Orte die zu einem Prüfstein der Nation wurden, Chorazin, Bethsaida usw. haben beide, Johannes und Jesus verworfen, und der verworfene König spricht nun vom Gericht. Die öffentliche Verwerfung kam später (Mt 27,21-25).
1) Anmerkung zu Mt 11,28 = Die neue Botschaft Jesu. Der verworfene König wendet sich nun von der Nation weg, die Ihn verwirft und bietet, nicht das Königreich, sondern Ruhe und Dienst allen, die wissen, daß sie Seine Hilfe brauchen. Hier ist ein Höhepunkt in dem Dienst Jesu.
2) Anmerkung zu Mt 12,1 = von dem hebr. Wort shabbath (griechisch sabbaton), bedeutet ablassen von Arbeit, Ruhe. (1) Der Sabbat erscheint in der Schrift als der Tag der Ruhe Gottes nach der Vollendung der Schöpfung (1. Mose 2,2-3). In dem langen Zeitraum von Eden bis Sinai wird er nicht erwähnt. Dann wurde der Sabbat Israel geoffenbart (2. Mose 16,23; Neh 9,13-14), er wurde zu eunem Teil des Gesetzes (2. Mose 20,8-11), es wurde ihm der Charakter eines «Zeichens» zwischen dem Herrn und Israel gegeben, er sollte ein beständiges Zeichen der Erinnerung für Israel sein von der Absonderung des Volkes für Gott (2. Mose 31,13-17). Er wurde beobachtet durch völlige Ruhe (2. Mose 35,2-2); auf den ausdrücklichen Befehl des Herrn wurde ein Mensch getötet, der am Sabbat Holz gesammelt hatte (4. Mose 15,32-36). Abgesehen von dem Unterhalten des ständigen Brandopfers (4. Mose 28,9), und abgesehen von der Verbindung des Sabbat mit den jährlichen Festen (2. Mose 12, 16; 3. Mose 23, 3.8; 4. Mose 28,25), wurde der siebente Tag, der Sabbat, niemals zu einem Tag der Opfer, der Anbetung oder anderer religiöser Dienste genommen. Er war ganz einfach ein Tag der völligen Ruhe für Mensch und Vieh, eine humand Fürsorge für die Bedürfnisse des Menschen. In den Worten Christi ausgedrückt: «Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht, und nicht der Mensch um des Sabbats willen» (Mk 2,27). (2) Unser Herr fand die Beobachtung dieses Tages überwuchert mit rabbinischen Umgehungen und Vorschriften (Mt 12,2), die dem Gesetz ganz unbekannt waren, so daß Er selbst von den religiösen Autoritäten Seiner Zeit für einen Brecher des Sabbats gehalten wurde. Der Sabbat wird in der Zeut der Großen Trübsal und in dem Zeitalter des Königreiches (Jes 66,23) wieder beobachtet werden (Mt 24, 20-21). (3) Der christliche erste Tag als Ruhetag setzt in dem Zeitalter der Gemeinde den Grundsatz fort, daß ein Siebentel der Zeit in besonderer Weise geheiligt werden soll, aber in jedem anderen Punkt steht er im Gegensatz zu dem Sabbat. Der Sabbat ist der siebente Tag; der andere Ruhetag ist der erste. Der Sabbat erinnert an Gottes Schöpfungs-Ruhe; der erste Tag erinnert an due Auferstehung Christi. An dem siebenten Tag ruhte Gott; an dem ersten Tage war Christus ohne Unterlaß tätig. Der Sabbat redet von einer vollendeten Schöpfung, der erste Tag redet von einer vollendeten Erlösung. Der Sabbat war ein Tag der gesetzlichen Verpflichtung, der erste Tag ist ein Tag der freiwilligen Anbetung und des freiwilligen Dienstes. Der Sabbat ist in der Apostelgeschichte nur in Verbindung mit den Juden erwähnt und im Laufe des N.T. nur zweimal (Kol 2,16; Heb 4,4). In diesen Stellen wird der siebente Tag als Sabbat nicht dahin erklärt, daß er von den Christen zu beobachten sei, sondern da er ein Typus der gegenwärtigen Ruhe sei, in die der Gläubige eingeht, «wenn er ruht von seinen eigenen Werken» und Christus vertraut.


