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E+E 1959
"Die Anmut ist Trug, und die Schönheit Eitelkeit;
eine Frau, die den HERRN fürchtet, sie wird gepriesen werden"
Sprüche 31,30
Im ersten Brief des Petrus wird uns vorgestellt, wie das würdige Betragen und Verhalten solcher ist, die Pilgrime und Fremdlinge auf der Erde sind.Diese praktische Seite tritt neben der Lehre auffallend stark hervor und darf deshalb nicht übersehen werden. Der Herr Jesus, der einst hienieden der wahre Fremdling und der gehorsame Pilger war, wird als das Vorbild gesehen. Er ging inmitten Seiner weltlichen Umgebung einen Pfad völliger Absonderung und verherrlichte so auf Seinem ganzen Wege Seinen Gott und Vater. Wir sind berufen, ebenso zu wandeln, und jedes Kind Gottes sollte dies verstehen und wissen, daß der Christ nicht von dieser Welt ist.
Die Anweisungen für unser praktisches Verhalten gehen im 1. Petrusbrief von dieser Wahrheit aus. "Geliebte, ich ermahne euch als Fremdlinge und als die ihr ohne Bürgerrecht seid..." (1. Petr 2,11). Es folgen zunächstErmahnungen für alle, ob Bruder oder Schwester, ganz gleich in welcher äußeren Stellung, sodann solche für gewisse Gruppen von Gläubigen (1. Petr 2,18-3,7), und schließlich wendet sich der Apostel wieder an alle.
In der Mitte der Unterweisungen für Gruppen stehen an die Frauen gerichtete. Diesen wird gesagt, wie sie in der Nachfolge des Herrn Jesus etwas zeigen können, was vor Gott sehr köstlich ist. Sollte es nicht das Begehren jeder Schwester sein, dieses vor Gott sehr Köstliche hervorzubringen? Es liegt in der Natur der Frau, daß sie sich gern schmückt. Hier wird nun der gläubigen Frau ein Schmuck gewiesen, der nicht, wie der äußerliche, vergänglich ist, sondern für immer seinen Wert behält. So ist im Worte Gottes festgehalten, daß sich einst die heiligen Weiber damit schmückten, indem sie wie Sara ihren eigenen Männern unterwürfig waren und ihre Hoffnung auf Gott setzten. Der Schmuck, der vor Gott sehr köstlich ist, ist "der verborgene Mensch des Herzens in dem unverweslichen Schmuck des sanften und stillen Geistes".
Wie wohlgefällig ist es vor Gott, wenn unsere Frauen und Töchter handeln wie jene Frauen, sie sich gemäß den göttlichen Gedanken schmückten und sich den Anordnungen Gottes unterwarfen! Wird durch die Gnade Gottes ein solches Verhalten geoffenbart, kann es andere überführen, die selbst nicht dem Worte gehorchen, und wirkt so an Stelle des Wortes Gottes.
Im Gegensatz zur Heiligen Schrift steht der äußerliche Schmuck. Sehr zum Schaden und zugleich recht betrüblich ist es, daß man in unseren Tagen hie und da Schwestern findet, die Halsketten und anderen Schmuck tragen. Gottes Wort verwirft ausdrücklich äußerlichen Schmuck und redet darüber deutlich und ernst. Können da Schwestern, die den Herrn Jesus liebhanben, ihrer natürlichen Neigung nachgeben und derartigen Schmuck anlegen? Als sich in Israel, dessen Verheißungen mit der Erde verbunden waren, Hoffart und Schmuck breitmachten, kündigte Gott ernstes Gericht über die Töchter Zions an (Jes 3).
Unsere Tage sind die letzten. Vor nicht langer Zeit mußte Gott durch Verbot unserer Zusammenkünfte ein Aufwachen unter uns bewirken und uns dahin bringen, daß wir wieder begehren, abhängig von Ihm und in Einfalt Seinem Wort gehorsam zu sein. Wie schnell ist das vergessen worden! Seit Jahren geht es uns äußerlich gut, und wir haben kaum Empfinden für die Gefahren, die das Wohlleben für uns in sich birgt. Leicht können wir mit dem Treiben der Welt fortgerissen werden, die uns in der Sittlichkeit und Keuschheit als veraltet ansieht. Wenn uns aber die Gesinnung Jesu erfüllt, werden wir sehr darauf bedacht sein, keusch und sittsam zu wandeln, und insbesondere unsere Schwestern werden dann Wert darauf leben, daß z. B. auch ihre Kleidung entsprechend ist. Sie werden sich nicht der Mode unterwerfen, wenn sie dadurch gegen die Sittsamkeit verstoßen. Unzulängliche Kleidung, weit ausgeschnitten um den Hals und Schulter oder mit kurzen Röcken, daß beim Sitzen oder gar schon beim Stehen die Knie nicht bedeckt sind, entspricht in keiner Weise dem Gebot der Sittsamkeit. Nicht nur, daß dadurch bei Brüdern Verunreinigung in Empfinden und Gedanken hervorgerufen werden kann, vor allem wird der Herr verunehrt, wenn sich solche, für die Er gestorben ist, um sie aus der Welt herauszunehmen, der Welt wieder anpassen. Diese geht bewußt darauf aus, Lust in den Herzen anderer zu wecken. Sollten Heilige und Geliebte das auch tun?
Wenn das Verhalten von Schwestern an einigen Orten es nötig machen, diese Dinge so deutlich zu nennen, wie beschämend für uns alle, besonders wie beschämend für die Brüder, die weder über ihre Häuser noch über die Versammlung zu wachen vermocht haben! Möge es das erste Herzensbegehren aller Schwestern, jung und alt, sein, inallen Dingen, auch mit der Frisur der Haare, nur dem Herrn zu gefallen, der uns mit heiligem Rufe gerufen hat! "Die Anmut ist Trug, und die Schönheit Eitelkeit; ein Weib, das Jehova fürchtet, sie wird gepriesen werden."
Brüder und Schwestern, laßt es uns alle ernst nehmen, wenn wir in der Schrift besonders angesprochen werden, und laßt uns in Aufrichtigkeit trachten, dem Worte Gottes entsprechend allezeit uns zu verhalten! Möge sowohl unsere Herzensstellung als auch unser Äußeres des Herrn Wohlgefallen finden!
Quelle: Ermunterung und Ermahnung 1967
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