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E+E 1959
So wirklich war die Gegenwart des Heiligen Geistes als Person auf dieser Erde, dass Petrus zu Ananias sagen konnte: "Warum hat der Satan dein Herz erfüllt, dass du den Heiligen Geist belogen hast?" (Apg 5,3). In Kapitel 10, Vers 19, lesen wir, dass der Geist zu Petrus sprach: "Siehe, drei Männer suche dich." Und nach der Bekehrung der Heiden und der Ausgießung der Gabe des Heiligen Geistes auch auf sie sagt Petrus in Kapitel 11, Vers 12: "Der Geist aber sagte mir, ich solle mit ihnen gehen, ohne irgend zu zweifeln." In Kapitel 13 nimmt der Heilige Geist denselben Platz görrlicher Leitung in der Versammlung zu Antiochien ein. "Während sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe." Und in Vers 4 lesen wir dann: "Sie nun, ausgesandt von dem Heiligen Geist, gingen hinab ..." Als eine Frage von der großen Bedeutung durch die Versammlung zu Jerusalem entschieden werden musste, wurde erneut die Gegenwart des Heiligen Geistes deutlich sichtbar: "Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen ..." (Apg 15,28). Die Apostel wurden in ihrem Dienst durch diese göttliche Person geleitet: "Sie durchzogen aber Phrygien und die galatische Landschaft, nachdem sie von dem Heiligen Geist daran gehindert worden waren, das Wort in Asien zu reden ... versuchten sie, nach Bithynien zu reisen, und der Geist Jesu erlaubte es ihnen nicht" (Apg 16,6.7).
So sehen wir die Versammlung während der ganzen Apostelgeschichte unter der souveränen Leitung des Heiligen Geistes. Trauriges Versagen auch in diesem Punkt wird uns in Apg 20, Verse 28-30, vorhergesagt. Ja, selbst der Apostel Paulus hörte einmal nicht auf die Stimme des Geistes (Apg 21,4-5), wenngleich ihn auch überaus edle Beweggründe leiteten - die Liebe zu seinen Brüdern nach dem Fleisch (Röm 9,1-3). Aber das Versagen des Menschen änderte nicht die Wahrheit Gottes. Christus ist verherrlicht im Himmel; der Heilige Geist ist auf die Erde herabgesandt worden, und Er wohnt in der Versammlung. Ach, wie hat die Christenheit vollkommen darin versagt, die göttliche Gegenwart und Leitung des Heiligen Geistes anzuerkennen und zu verwirklichen.
Erinnern wir uns noch einmal, was >ekklesía< bedeutet: Die Versammlung ist eine Schar "Herausgerufener" aus dieser Welt. Jakobus sagt in Apostelgeschichte 15, Vers 13 und 14: "Brüder, hört mich! Simon hat erzählt, wie zuerst Gott darauf gesehen hat, aus den Nationen ein Volk zu nehmen für seinen Namen." Dies also ist die Versammlung: Ein Volk, aus den Nationen herausgenommen durch die souveräne Wirksamkeit des Geistes Gottes für Seinen Namen. Hätte doch die Kirche dies beachtet und ihren himmlischen Charakter bewahrt! Sind jene im Obersaal, die, getrennt von der religiösen Welt, die ihren Heiland kreuzigte, einmütig im Gebet verharrten, nicht symbolisch für die gottgemäße Stellung, die wir auch heute noch einnehmen sollten?
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