Welch ein Tag in der Geschichte der Menschheit.Die Vorderseite des Traktats

Der Retter ist da!
Der Herr der Herrlichkeit, als ein neugeborenes Kind in einer Krippe liegend!
Ohne das Kreuz gäbe es keine Erlösung von der Sünde.
Weihnachtsgeschenke müssen angenommen werden, erst dann sind sie unser Eigentum.

Jesus Christus:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.
Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
(Johannes 14,6)

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Die gute Saat" ist ein evangelistischer
Kalender,in dem die Einladung "Lasst euch versöhnen mit Gott!" im Vordergrund steht. Das ist das Dringenste für jeden, der noch nicht seine Sünden vor Gott bekannt und durch den Glauben an Jesus Christus Frieden mit Gott hat.

Zum Nachdenken!

"Jede Verbindung mit der Welt hindert uns daran, die Welt zu überwinden".

J. N. D.
E+E 1959

Die prophetische Bedeutung der sieben Sendschreiben

Wenn der Herr unmittelbar vor den Botschaften an die sieben Versammlungen von dem Geheimnis der sieben Sterne in Seiner Rechten und den sieben goldenen Leuchtern spricht (Off 1,20), so gibt uns das einen deutlichen Hinweis darauf, dass die Briefe an diese sieben Versammlungen eine Bedeutung mit einschließen, die weit über die damals aktuelle, historische Anwendung hinausgeht. Denn in dieser direkten Anwendung auf die damals bestehenden Versammlungen liegt nichts Geheimnisvolltes. Tatsächlich aber bieten uns die Sendschreiben nicht nur einen höchst lehrreichen Einblick in den damaligen Zustand der einzelnen Versammlungen Asiens (der römischen Provinz), sondern geben uns darüber hinaus einen prophetischen Überblick über den Zustand der ganzen bekennenden Christenheit in sieben verschiedenen, zum Teil aufeinander folgenden Perioden ihrer Geschichte.

Das Sendschreiben an Ephesus (>Luststadt<, manche geben die Deutung >ganzer Vorsatz<), das wir bereits vor uns hatten, gibt und ein Bild der Kirche zur Zeit des letzten der Apostel beziehungsweise zur Zeit kurz nach dessen Ableben bis zum Jahr 167 n. Chr. Positives Merkmal: Ablehnung des Bösen, Aufrechterhaltung der göttlichen Ordnung. Negatives Merkmal: das Aufgeben ihrer ersten Liebe, ihrer frischen und besten Zuneigung zum Herrn Jesus. - (Off 2,1-7).

In Smyrna (>Myrrhe<) haben wir ein Bild der leidenden Kirche. Diese Periode, während der die Christen von den Römern bis aufs Blut verfolgt wurden, erstreckte sich von 167 bis 313 n. Chr. Satan versuchte, die junge Kirche durch Verfolgung bis zum Tod auszurotten. Doch das Blut der Märtyrer war noch immer der Same der Kirche. Der Herr Jesus muss bei dieser Versammlung nichts tadeln. - (Off 2,8-11).

Pergamus (>Hochburg<, vielleicht auch >viel Heirat<) zeigt uns, wie die Kirche unter Konatantin dem Großen zur Staatskirche wurde. Nach Aufhören der Verfolgungen "vermählte" sie sich mit der Welt. Dadurch wohnte der Satan bei ihnen. Heidnische Gebräuche und Feste wurden zu christlichen Festtagen. Vermischung von heidnischen und christlichen Elementen. Dennoch kann der Herr ihr Festhalten an Seinem Namen und dem christlichen Glauben loben. - (Off 2,12-17).

Die vierte Periode in der Geschichte der verantwortlichen Kirche wird uns in Thyatira (>Opfertor<, >beständiges Opfer<) vorgesellt. Es handelt sich um die Beschreibung der Kirche des Mittelalters, etwa ab 600 n. Chr. Der Herr kann Liebe und Ausharren im Dienst anerkennen, muss aber schaft geistliche Hurerei (Vermischung mit der Welt) und Götzenkult tadeln. Er spricht zum ersten Mal von Seinem Kommen - ein Hinweis darauf, dass dieser Zustand von Thyatiera bis zu Seiner Wiederkunft anhalten wird.

Zum ersten Mal auch wird ein Überrest von der Masse der christlichen Bekenner unterschieden ("Euch ..., den übrigen"). Er allein findet die Anerkennung des Herrn. Doese Gruppe treuer gläubiger Menschen wird in ihrer Stellung vom Herrn als die wahre Kirche jener Zeit betrachtet. Es ist dies ein göttlicher Grundsatz, der in der Schrift für jede Zeit angewendet wird, wenn die Masse untreu geworden ist. - (Off 2,18-29).

In Sardes (>Überrest<) haben wir den Zustand des Protestantismus in der Zeit nach der Reformation, also etwa ab dem frühen sechzehnten Jahrhundert. Hervorstechendes Merkmal dieser Periode: trotz orthodoxer Korrektheit in der Lehre kein geistliches Leben. Auch hier werden die wahren Gläubigen als ein Überrest betrachtet: Nur weniger in Sardes finden die Anerkennung des Herrn dafür, dass sie sich mit dem Bösen "nicht besudelt" haben. Sie zeigten einen christlichen Wandel. Die Masse der christlichen Bekenner jedoch wird wie die Welt behanfelt werden: Der Herr wird bei Seiner Erscheinung wie ein Dieb über sie kommen mit Gericht. - (Off 3,1-6)-

Philadelphia (>Bruderliebe<) weist auf eine gesegnete Periode der Erweckung innerhalb der Christenheit hin. Sie nahm in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihren Anfang und war durch große Treue und Liebe dem Herrn und Seinen Wort gegenüber gekennzeichnet. Viele Wahrheiten des Wortes Gottes,die in den vergangenen Jahrhunderten durch die Untreue des Menschen verloren gegangen waren, wurden durch die Gnade Gottes wiederentdeckt und mit außerordentlicher Energie in aller Welt verbreitet. Die Bruderliebe bildete die Basis ihrer praktischen Gemeinschaft. Im Gegensatz zu denen, die "auf der Erde wohnen" und über die der Herr die Stunde der Versuchung bringen wird, verwirklichten sie, dass sie hier auf der Erde Fremdlinge waren. Denn sie bewahrten das Wort Seines Ausharrens, indem sie auf Seine Wiederkehr zur Entrückung warteten. Der Herr hat an diesen treuen Gläubigen nichts zu tadeln, vielmehr gibt Er ihnen - und das zum ersten Mal überhaupt! - die Zusage Seines baldigen Kommens. Damit deutet Er zweierlei an: I) dass Er sie dadurch vor der Stunde der Versuchung 2 bewahren würde, die über den ganzen Erdkreis kommen wird; 2) dass es innerhalb der christenheit diesen Zustand, diese geistliche Verfassung von >Philadelphia< bis zu Seinem Kommen als >Morgenstern< geben wird. - (Off 3,7-13).

Dass sich jedoch diese Züge, die der Herr so weretschätzt, nur in einem Überrest finden würde, während die Masse des christlichen Bekenntnisses einen anderen Weg gehen würde, macht die letzte Botschaft, die an Laodizea (>des Volkes Rechte<) deutlich. Die Hauptmerkmale dieser Periode, die bereits im neunzehnten Jahrhundert begann und bis heute andauert, sind Lauheit, Gleichgültigkeit, Materialismus, Rationalismus, Selbstzufriedenheit. Alles, was wahrhaft christlich und göttlich ist, fehlt jedoch. Im Blick auf diese letzte Phase der verantwortlichen Kirche auf der Erde hat der Herr nicht das Geringste zu loben. Auch redet Er nicht mehr von Seinem Kommen, sondern davon, dass Er dieses leblose Bekenntnis aus Seinem Mund ausspeien wird. (Off 3,14-22).

Laodizea - die Christenheit in ihrer letzten Phase  »

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