2. Korinther 5,20

Lasst euch versöhnen mit Gott!
 

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Der Admin

Zum Nachdenken!

"Jede Verbindung mit der Welt hindert uns daran, die Welt zu überwinden".

J. N. D.
E+E 1959

Die sieben Haushaltungen

In den Wegen Gottes mit den Menschen zu verschiedenen  Zeiten gibt es jedoch, was die heilsgeschichtliche Seite angeht, bemerkenswerte Unterschiede, und wir erkennen in der Heiligen Schrift im Ganzen sieben Haushaltungen oder Epochen. Mit Haushaltungen sind heilsgeschichtliche Prioden im Handeln Gottes mit den Menschen gemeint, die aufeinander folgen und jeweils einen verschiedenen Charakter tragen. Sind sie aber einmal vergangen, kehren sie nie wieder.

Die erst Haushaltung ist das Zeitalter der Unschuld, als das erste Menschenpaar sich der Segnungen des irdischen Paradieses Gottes, des Garten Eden, erfreute, ohne ein Bewusstsein von gut und böse zu haben. Wir können wohl annehmen, dass diese Periode nicht lange währte, denn sie fand durch den Eintritt der Sünde ein jähes Ende. Und so musste Gott schon diese erste Epoche mit Gericht abschließen: "Und er trieb den Menschen aus und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim lagern und die Flamme des kreisenden Schwertes, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewahren" (1. Mo 3,24).

Die zweite Haushaltung ist die des Gewissens; sie reicht von Adam nach seinem Fall in die Sünde bis Noah und umspannt nach biblischer Zeitrechnung eine Zeit von ca. 1636 Jahren. Noch hatte Gott keine Anordung für das Zusammenleben der Menschen gegeben, noch ihr Verhältnis zu Ihm selbst nicht geregelt. Aber durch den Sündenfall hatte der Mensch in der Voraussicht Gottes das Gewissen bekommen, das Bewusstsein darüber, was gut und böse ist. Er war, wie Gott es ausdrückt, "geworden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und Böses" (1. Mo 3,22). Neben den Offenbarungen, die Gott von Sich in der Schöpfung und in Seinem Handeln ,it den ersten Menschen gegeben hatte, sollte das Gewissen für eine lange Zeit der besondere Maßstab für das Tun und Lassen der Menschen sein. Auch diese Epoche schloss mit dem Gericht Gottes: Er brachte die Flut über die Welt der Gottlosen (1. Mo 7,10-24; 2. Pet 2,5).

Die dritte Haushaltung, das Zeitalter der Regierung, das dadurchgekennzeichnet war, dass Gott dem Menschen, Noah, das Schwert gab, um auf der Erde Sitte und Ordnung aufrechtzuerhalten (1. Mo 9,3-7), erstreckte sich von Noah bis Abraham über einen Zeitraum von etwa 452 Jahren. Um die Gewalttat des Menschen eine Grenze zu setzen, legte Gott in gewissem Sinn die Regierung, die bislang nur Er innegehabt hatte, in die Hand des Menschen und gebot: "Wer Menschenblut vergießt, durch den Menschen soll sein Blut vergossen werden, denn im bild Gottes hat er den Menschen gemacht" (1. Mo 9,6). Auch am Ende dieses Zeitalters stand das Gericht Gottes:Er verwirrte die bis dahin einheitliche Sprache der Menschen (1. Mo 11,5-9).

In der vierten Haushaltung, der Zeit von Abraham bis auf Mose, finden wir die Verheißung als herrschenden Grundsatz Gottes.Gott führte Abraham aus Ur in Chaldäa in das Land Kanaan und gab ihm die Verheißung, ihn zu einer großen Nation zu machen. "Und ich will die segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde" (1. Mo 12,2.3). Später verhieß Gott dem Abraham einen Sohn, den er als Hundertjähriger empfing (Röm 4,19-21) und der ein herrliches Vorbild auf einen Größeren, auch Christus war. In dem Licht der Verheißungen Gottes gingen 505 Jahre dahin, bis auch hier Gericht eintrat und die Kinder Israel von dem Pharao Ägypens hart bedrückt wurden (2. Mo 1,8-16).

Due fünfte Haushaltung ist die des Gesetzes, und sie umfasst die Zeit von Mose bis Christus - eine Zeitspanne von etwa 1420 Jahren. Diese Epoche nimmt den weitesten Raum in den Belehrungen des Alten Testaments ein; sie ist von außerordentlicher Bedeutung. Das Gesetz, dem irdischen Volk Gottes - Israel - als Satzung auferlegt, verbreitete helles Licht über die Gedanken und das Wesen Gottes und enthält vortreffliche Vorbilder auf Christus und Sein Werk (denken wir nur an die Bestimmungen über die Opfer und den Bau der Stiftshütte). In anderer Hinsicht war es allerdings ein Joch, "das", sagt Petrus, "weder unsere VÄter noch wir zu tragen vermochten" (Apg 15,10); es war ein Zuchtmeister oder Erzieher auf Christus hin (Gal 3,24). ER selbst wurde noch - o welche Gnade! - "unter Gesetz geboren" Gal 4,4). Gegen Ende auch dieser Haushaltung stand, was das Volk Israel als Ganzes anging, ein ernstes Gericht: Gott führte die zehn Stämme in die assyrische (2. Kön 17,1-6) und einige Zeit später die zwei Stämme in die babylonische Gefangenschaft (2. Kön 25,1-11) - ein Gericht, das bis heute andauert. Schließlich brachte Gott im Jahr 70 n. Chr. durch die Zerstörung Jerusalems das Gericht über das ganze jüdische System.

Die gegenwärtige Zeit als sechste Haushaltung, in der wir leben dürfen, ist die Haushaltung der Gnade. Sie begann mit dem Tag der Pfingsten (Apg 2) und wird sittlich mit der Entrückung der Versammlung ihren Abschluss finden (1. Thes 4,15-17). Diese Epoche ist in heilsgeschichtlicher Hinsicht die wichtigste und erhabenste in den Wegen Gottes mit den Menschen: Es ist die Zeit der "Kirche" auf der Erde; es ist die Zeit, wo Gott Sünder aus der Welt beruft, um sie in Sein wunderbares Licht zu führen. Geschichtlich gesehen wird jedoch auch die Zeit des christlichen Bekenntnisses mit ernstestem Gericht enden: Der Herr Jesus wird den Antichristen durch die Erscheinung Seiner Ankunft vernichten, und Gott wird das Gericht über die leblosen Namens-Christen ausführen, nachdem Er ihnen zuvor eine wirksame Kraft des Irrwahns gesandt hatte, "dass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben" (2. Thes 2,7-12).

Die siebente und letzte Epoche wird das Tausendjährige Reich sein, beginnend mit der Erscheinung des Herrn in Macht und Herrlichkeit (Off 11, 15-18) und endend mit dem großen weißen Thron (Off 20,10-15), wo alle Toten, die Christus einst nicht im Glauben angenommen hatten, gerichtet werden, um für ewig in den Feuersee geworfen zu werden.

 

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