2. Korinther 5,20

Lasst euch versöhnen mit Gott!
 

Liebe Besucher, durch einen Providerwechsel hat sich die Domain dieser Seiten geändert. Zu erreichen sind meine Seiten jetzt über: lassteuchversoehnenmitgott.de

Auch meine E-Mailadresse hat sich geändert! Absofort erreichen Sie mich über: watau(at)t-online(dot)de

E-Mails, welche an meine seitherige E-Mailadresse gesandt werden, kann ich noch bis 26.06.2012  empfangen und beantworten.

Die Seiten unter der Domain waldemar-tauchnitz.de sind noch bis 30.09.2012 zu erreichen, dann wird diese Domain nicht mehr zu erreichen sein. Aktualisierungen werde ich nicht mehr vornehmen.

Vielen Dank, dass Sie meine Seiten seither besucht haben. Über Ihren Besuch auf meinen neuen Seiten freue ich mich.

Der Admin

Zum Nachdenken!

"Jede Verbindung mit der Welt hindert uns daran, die Welt zu überwinden".

J. N. D.
E+E 1959

Die Versöhnung der Welt

Die zweite Frage in Vers 11 "Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie fallen sollten?" wird ebenso entschieden mit "Das sei ferne!" beantwortet. Das will sagen: Der Gedanke, dass Israel deswegen gestrauchelt ist, damit es für immer verloren sei (das ist wohl die Bedeutung von >fallen< hier), ist falsch. Wohl ist ihr Fall der Anlass dafür geworden, den Nationen das Heil zu bringen, aber es geschah, wie wir hier erfahren, "um sie zur Eifersucht zu reizen". Die Verwerfung Israels war also nicht nur nicht vollständig - das haben die ersten zehn Verse gezeigt -, sondern auch nur für eine Zeit; das machen die Verse ab Vers 11 deutlich. Denn wenn Gott durch Seine Hinwendung zu den Heiden das Volk Israel zur Eifersucht reizen will, dann dann tut Er das gerwiss nicht, um sie für immer zu verwerfen. Nein, Er wird sie einmal wieder annehmen, als Nation annehmen, und das wird wie "Leben aus den Toten" sein (Vers 15). Davon reden auch Propheten Hesekiel (Hes 37, 1-17 und 39,25-29 und Hosea (Hos 5,15-6,3) in eindrucksvoller, bildhafter Sprache.

Der Apostel scheint die Geschichte Josephs vor sich zu haben. Jedenfalls ist sie eine wunderschöne Illustration dessen, was wir hier vor uns haben. Denn nachdem Joseph von seinen Brüdern verworfen, ind ie Grube geworfen und ins Gefängnis gelegt worden war, war er auf den Thron der Welt erhoben worden, er war der nächste nach dem Pharao. Sein Aufstehen war der Reichtum der Welt während der sieben Jahre des Überflusses. Und als dann seine Brüder in Buße zu ihm zurückkehrten in den Jahren der Hungersnot, war es wie Leben aus den Toten. Geradeso wird es sein, wenn Israel am Ende der Tage wiederhergestellt wird.

Doch das alles hat auch für uns aus den Nationen eine Stimme, die wir nicht überhören sollten. Der Fall Israels ist der Reichtum der Welt, ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt (Verse 12 und 15). Sind wir wohl dankbar genug dafür, dass Gott den Fall Israels und ihre Verwerfung zum Anlass nahm, nun uns, den Nationen, den Reichtum Seiner Gnade anzubieten? Das übrigens bedeutet >Versöhnung (der) Welt<. Im Gegensatz zu Kapitel 5, Vers 10, spricht hier der Heilige Geist nicht von Versöhnung als der Frucht des Werkes Christi und damit von echten, wirklichen, ewigen Ergebnissen für den Einzelnen, sondern von Bersöhnung als Ausdruck der Wege Gottes in Seiner Vorsehung mit den Menschen. Sie ist hier das Ergebnis des Falles Israels. Von einer angeblichen "Allversöhnung" ist an dieser Stelle also mit keiner Silbe die Rede! Diese Lehre ist eine böse Irrlehre, die der ganzen Heiligen Schrift fremd und zuwider ist.

Nein, dieser Ausdruck, in dem bezeichnenderweise der Artikel vor >Welt< fehlt, bezeichnet vielmehr einen Wandel der Haushaltungen, das Sich-Hinwenden Gottes zu den Nationen in Seinen Wegen mit den Menschen; denn bis dahin waren ja die Nationen in dieser Hinsicht völlig unbeachtet geblieben. Gott gefiel es in Seiner Gnade, den Fall und das Versagen Israels zum Anlass dafür zu nehmen, aufgrund des Werkes Christi jetzt auch die Nationen das Licht des Evangeliums der Gnade anzubieten. "Ihr Fall ist der Reichtum der Welt und ihr Verlust der Reichtum der Nationen" - wahrlich, wie unermesslichreich ist die einst heidnische Welt durch das Lichte des Christentums geworden! So brachte dieses Handeln Gottes die aus den Nationen in eine Stellung großer Vorrechte, mit der allerdings auch ernste Verantwortlichkeit verbunden ist. Um das zu verdeutlichen, benutzt der Apostel das Bild eines edlen Ölbaums, in den wilde Zweige eingepfroft worden sind. Doch hören wir die Worte der Heiligen Schrift selbst:

"Wenn aber der Erstling heilig ist, so auch die Masse; und wenn die Wurzel heilig ist, so auch die Zweige. Wenn aber einige der Zweige ausgebrochen worden sind, du aber, der du ein wilder Ölbaum warst, unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaums teilhaftig geworden bist, so rühme dich nicht gegen die Zweige. Wenn du dich aber gegen sie rühmst - du  trägst nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich. Du wirst nun sagen: Sie Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft würde. Recht; sie sind ausgebrochen worden durch den Unglauben; du aber stehst durch Glauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich; denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht verschont hat - dass er auch dich etwas nicht verschonen werde.

Sieh nun die Güte und die Strenge Gottes: gegen die, die gefallen sind, Strenge; gegen dich aber Güte Gottes, wenn du an der Güte bleibst; sonst wirst auch du ausgeschnitten werden. Auch jene aber, wenn sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wieder einzupfropfen. Denn wenn du aus dem von Natur wilden Ölbaum ausgeschnitten und gegen die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft worden bist, wie viel mehr werden diese, die natürlichen Zweige, in ihren eigenen Ölbaum eingepfropft werden.

Denn ich will nicht, Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt sei, damit ihr nicht euch selbst für klug haltet: dass Israel zum Teil Verhärtung widerfahren ist, bis die Vollzahl der Nationen eingegangen ist; und so wird ganz Israel errettet werden" (Röm 11, 16-26).

 

Theme by Danetsoft and Danang Probo Sayekti inspired by Maksimer