2. Korinther 5,20

Lasst euch versöhnen mit Gott!
 

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Der Admin

Zum Nachdenken!

"Jede Verbindung mit der Welt hindert uns daran, die Welt zu überwinden".

J. N. D.
E+E 1959

Ein Überrest aus Israel

Gott hat sich in Seinem Erbarmen aus diesem Volk immer einen Überrest übrig gelassen, auch in der jetzigen Zeit - einen "Überrest nach Auswahl der Gnade" (Vers 5). Das ist nur vom Volk Israel wahr, von keinem anderen Volk der Erde. Sollte uns das nicht zu denken geben und bescheiden machen? Als Beispiel für einen Überrest aus der Vergangenheit werden der Prophet Elia und die Siebentausend angeführt, die nicht ihre Knie vor den Götzen gebeugt hatten. Selbst in der bösen Zeit des gottlosen Königs Ahab hatte Gott sich solche übrig bleiben lassen, die Ihm in Treue anhingen und sich nicht dem Götzendienst hingaben.

Tatsächlich gab es zu jeder Zeit in diesem Volk einen treuen Überrest, wie weit sich das Volk selbst auch von Gott entfernt haben mochte. Das war so in der Zeit der Wegführung nach Babylon. Denken wir nur an Daniel und seine Freunde im Hof Nebukadnezars! Das war so in der Zeit Esras und Nehemias, als einige Zehntausend in das verheißene Land zurückkehrten. Das war auch so in der durch Abfall gekennzeichneten Zeit Maleachis: "Da unterredeten sich miteinander, die den HERRN fürchten, und der HERR merkte auf und hörte; und ein Gedenkbuch wurde vor ihm geschrieben für die, die den HERRN fürchten und die seinen Namen achten" (Mal 3,16).

Auch als der Herr Jesus auf die Erde kam, fand Gott einen Überrest ion Israel, solche, die "auf Erlösung warteten in Jerusalem" (Lk 2,38). Zacharias und Elisabeth, die Hirten auf dem Feld, Simeon und Anna, sie alle gehörten dazu (Lk 1 und 2). Auch in der jetzigen Zeit gibt es einen Überrest aus diesem Volk. Zu Anfang des christlichen Zeugnisses wurden viele Gläubige aus den Juden errettet und der Versammlung hinzugetan (Apg 2,47). So geschieht es auch heute noch. Und auch dann, wenn die Versammlung entrückt worden und die Gnadenzeit damit zum Abschluss gekommen ist, wird es aus dem Volk Israel einen treuen Überrest auf der Erde geben, der nicht das >Tier< und sein Bild anbeten und dafür durch unvergleichliche Drangsale gehen wird, wie uns das Buch der Offenbarung zeigt.

Die Tatsache, dass Gott immer einen Überrest aus diesem Volk hatte und haben wird, ist etwas überaus Beglückendes. Ist die doch ein nicht zu übersehender Beweis der Güte und Treue Gottes. Aber sie beweist zugleich aufs Deutlichste, dass Gott Sein Volk nicht verstoßen hat, wenngleich die große Masse des Volkes als Gericht Gottes der Verstockung und Schlafsucht hingegeben worden ist. Doch die Propheten des Alten Testaments hatten auch das vorhergesagt (Verse 8-10).

 

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