Ohne Furcht!
Der Erweckunsprediger John Wesley fuhr gegen Ende des Jahres 1735 mit zwei Gefährten von England nach Nordamerika. Auf dem Segelschiff, das sie benutzten, trafen sie mit 26 mährischen Brüdern zusammen, die nach Georgien reisten. Ihre Demut und Sanftmut hatte Wesley schon längere Zeit bewundert. Am 25. Januar 1736 erhob sich ein furchtbarer Sturm. "Jetzt gab es Gelegenheit," erzählt Wesley, "wo die Brüder zeigen konnten, ob sie vom Geist fer Furcht befreit ware. Während sie gerade ein Lied sangen, das ihren Gottesdienst eröffnete, brachen sich die Wellen über uns und strömten bis ins Zwischendeck. Die englischen Passagiere erhoben ein schreckliches Geschrei, die Deutschen sangen ruhig weiter. Ich fragte nachher einen von ihnen: "Hast du dich nicht gefürchtet? Er erwiderte: "Gott sei Dank, nein!" Ich fragte weiter: "Aber haben sich eure Weiber und Kinder nicht gefürchtet?" Er erwiderte: "Unsre Weiber und Kinder fürchten sich nicht vor dem Tod." -
So erkannte man vor 200 Jahren die Christen an ihrer Freudigkeit mitten in der größten Gefahr. Ist das auch heute das Kennzeichen der Christen?
Quelle: Ermunterung und Ermahnung 1954
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