
Petrus in 2. Petrus 1,12:
« Deshalb will ich Sorge tragen, euch immer an diese Dinge zu erinnern,
obwohl ihr sie wisst, und in der gegenwärtigen Wahrheit befestigt seid. »
Und ein anderes Geschlecht kam nach ihnen auf,
das den HERRN nicht kannte und auch nicht das Werk,
welches er für Israel getan hatte.
Richter 2,10
Die Geschichte des Volkes Gottes im Alten Testament ist zu unserer Belehrung geschrieben, und wir tun gut daran, beim Lesen des Alten Tstaments an 2. Timotheus 3,16 zu denken: "Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, ... zur Unterweisung in der Gerechtigkeit."
Im Buch der Richter nun finden wir den traurigen Bericht über die Untreue des Volkes Gottes. Ihre Gleichgültigkeit und ihr Ungehorsam gegenüber den Worten und Geboten Gottes brachte sie in große Not. Bedrängt von Feinden im Land und unterjocht von Feinden außerhalb, ging ihnen der Besitz der Segnungen des Landes Kanaan verloren. - Auch in der heutigen Zeit können Kinder Gottes den Genuß ihrer Segnungen verlieren. Diese Segnungen sind aber nicht wie bei Israel irdischer Art, sondern es sind geistliche und himmlische Segnungen. Die Freude daran wieder zu verlieren, davor können wir nur bewahrt bleiben, wenn wir durch die regelmäßige Beschäftigung mit dem Wort Gottes die persönliche Gemeinschaft mit dem Herrn pflegen. Er ist es ja, der uns diese Segnungen erworben hat und der der Mittelpunkt jeden Segens ist.
In unserem heutigen Bibelvers finden wir einen der Gründe, die zum Niedergang in Israel führten: Das neue Geschlecht kannte den Herrn nicht mehr, das heißt, es hatte keine lebendige Beziehung zu Gott. - Auch für uns gilt, daß eine nachfolgende Generation den Glauben der Väter zu einem persönlichen Besitz machen muß. Die Annahme der christlichen Wahrheiten, ohne daß die Herzen und Gewissen angerührt werden, wird bald zu einem formellen Christentum führen. Davor möge Gott uns bewahren!
Quelle: Der Kalender "Der Herr ist nahe"
