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E+E 1959

Tatsachenbericht
Als ein Stadtmissionar auf einem seiner Rundgänge in einem alten Treppenhaus einige Augenblicke ausruhte, hörte er vom Speicher plötzlich eine schwache Kinderstimme. Er war ganz überrascht, dass offenbar auch der Speicher bewohnt war. Sofort stieg er die schmale, ausgetretene Treppe hinauf und kam an die Tür eines Bretterverschlags. Er öffnet die Tür und erblickte nun in einer Ecke des Raums auf einem Haufen Lumpen eine abgezehrte Gestalt eines kleinen Jungen. Dessen Gesicht war eingefallen und sehr bleich. Der Missionar erkannte sofort, dass das Kind im Sterben lag. Er trat näher hinzu und weil kein Stuhl vorhanden war, kniete er neben dem Lager auf dem Boden nieder. Er sagte dem Jungen, wer er sei und fragte ihn, was er eben gesungen habe.
Der Kleine schien über den unerwarteten Besuch recht erfreut zu sein und erzählte, er sei schon lange krank und werde bald sterben. Nun habe er sich bemüht, ein Lied zu singen, das er vor längerer Zeit in einer Kinderstunde gehört habe. Leider könne er sich trotz aller Mühe nur der beiden ersten Zeilen erinnern.
Sie lauteten:
"Es gibt ein wunderschönes Land,
wo reine Freude wohnt"
An die Melodie erinnere er sich auch nicht mehr so richtig, und so habe er versucht, durch wiederholtes Singen sein Gedächntnis nachzuhelfen. Aber es gelinge nicht ganz.
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