Seid um nichts besorgt, sondern in allem laßt durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Frieden Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und euren Sinn bewahren in Christus Jesus.
Philipper 4,6.7
Eine Mutter, die nach christlichen Grundsätzen erzogen worden war, hatte die Gewohnheit beibehalten, ihren kleinen Jungen ein Abendgebet aufsagen zu lassen: "Herr Jesus, segne Papa, segne Mama, und laß mich ein liebes Kind werden!"
Eines Abends nach dem Gebet sah der Kleine seine Mutter an: "Und du, betest du auch?" - "Ja, manchmal." - "Und Papa?" - "Ich weiß nicht; kann ich mir kaum vorstellen." - "Oh", erwiderte das Kind, "ich kann doch nicht für die ganze Familie beten. Ihr müßt mir helfen!" Diese einfachen Worte eines Kindes drangen in das Herz der Mutter. Von da an begann auch sie wieder zu beten, und später kam es dahin, daß ihr Mann diese Aufgabe übernahm.
Man hat gesagt, daß das Gebet wie das Atmen der Seele ist, ein ständiger Kontakt mit dem Himmel, wo der Christ seine wahren Interessen hat. Sein Inhalt ist ebenso verschieden wie unsere Bedürfnisse. Seine Form kann bestehen in Lob, Dank, Bitten, manchmal einen Hilferuf oder auch anhaltendem Flehen. Laßt uns beten, wenn wir allein sind, im Familienkreis oder gemeinsam mit unseren Glaubensgeschwistern!
Gott schätzt unsere Gebete, denn sie sind der Ausdruck eines demütigen Vertrauens auf Ihn. Er hört sie, und auf seine Weise und zu seiner Zeit erhört Er sie.
Quelle: Der Kalender "Der Herr ist nahe"
