Wenn der Frieden vermarktet werden könnte, gäbe es bestimmt schon längst einen Überproduktion davon auf dieser Welt. Aber eben, das Patent dafür ist noch nicht angemeldet worden, weil alle Ideen und Vorschläge an der einen Tatsache scheitern: am schlechten Kern im Menschen.
Ja, Sie haben richtig gelesen, denn die Theorie, dass der Mensch einen guten Kern haben soll, hat sich als falsch erwiesen. Die Nachricht über die Tagesereignisse führen es uns immer wieder neu vor Augen. Kaum ist irgendwo auf dem Globus ein mehr oder weniger brüchiges Friedensabkommen unterschrieben worden, so flammt an einer anderen Ecke ein neuer Konflikt auf.
Die Weltgeschichte ist eine einzige Beschreibung von Krieg und Kriegsgeschrei - im Großen, wie im Kleinen. Ja, auch im Kleinen, bei den Nachbarn so gut wie in der eigenen Familie und Ehe. Wo Menschen sind, da ist auch Neid und Streit, ist Hass und Krieg. Lug und Trug sind an der Tagesordnung - und vergiften das Klima. Es sollte zwar nicht so sein, aber es ist so. Niemand wünscht solche Zustände, aber wir kennen alle die Realität.
Kennen wir auch den Grund? Wenn wir an die anderen denken, können wir in der Regel rasch eine Liste von Gründen aufzählen. Wenn wir an uns denken, kommt uns so leicht nichts in den Sinn, hingegen mildernde Umstände schon, nebst Ausflüchten und Vorwänden.
Ist nicht das der Hauptgrund allen Übels: unser unaufrichtiges Herz? Solange der Nächste schuld ist, wird es auf dieser Erde keinen Frieden geben. Und daran ändern auch Friedenskonferenzen nichts, wohl aber das Wort Gottes, wenn wir es ernst nehmen:
«Jagt dem Frieden nach und der Heiligkeit, ohne die niemand den Herrn schauen wird.» (Hebräer-Brief 12,14)
Solange Ungerechtigkeit an unseren Händen klebt, ist Frieden nicht möglich. Wir müssen uns dem Licht der Heiligkeit Gottes stellen. Was wir dort sehen, ist alles andere als rühmenswert. Sind wir dazu bereit, werden wir uns vor Gott über unsere Sünden schämen - und sie Ihm bekennen.
Dadurch erlangen wir Frieden mit Gott. Und damit wird auch der Grund für eine neue Beziehung zu den Mitmenschen gelegt. Frieden wird Realität!
Quelle: "Illusion oder Wirklichkeit?"
erschienen bei: Beröa-Verlag, Zürich
