Welch ein Tag in der Geschichte der Menschheit.Die Vorderseite des Traktats

Der Retter ist da!
Der Herr der Herrlichkeit, als ein neugeborenes Kind in einer Krippe liegend!
Ohne das Kreuz gäbe es keine Erlösung von der Sünde.
Weihnachtsgeschenke müssen angenommen werden, erst dann sind sie unser Eigentum.

Jesus Christus:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.
Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
(Johannes 14,6)

Diesen Buchzeichenkalender können Sie bei Verbreitung der Heiligen Schrift bestellen. Er wird Ihnen kostenlos und unverbindlich zugesandt.

Die gute Saat" ist ein evangelistischer
Kalender,in dem die Einladung "Lasst euch versöhnen mit Gott!" im Vordergrund steht. Das ist das Dringenste für jeden, der noch nicht seine Sünden vor Gott bekannt und durch den Glauben an Jesus Christus Frieden mit Gott hat.

Zum Nachdenken!

"Jede Verbindung mit der Welt hindert uns daran, die Welt zu überwinden".

J. N. D.
E+E 1959

"Gehorchen ist besser als Opfer"

Zu den Kennzeichen der letzten Zeit gehört, daß die Ohren von der Wahrheit abgewendet werden. Die Einflüsse unserer Tage gehen dahin, die Kinder Gottes vom Gehorsam gegen die Wahrheit abzubringen. Deshalb ist es wichtig festzustellen, was die Schrift über Ungehorsam und Widerspruch sagt.

Sünden wie Unsittlichkeit, Diebstahl usw. werden ohne weiteres als Böses erkannt; aber da ist anderes, was nicht als Böse angesehen und beurteilt wird, was aber die Schrift als ernst Sünden kennzeichnet, nämlich Ungehorsam, Widerspenstigkeit und Eigenwille. Diese sind in den Augen Gottes so böse, daß im Gesetz Moses angeordnet wurde: Eltern, die einen unbändigen und widerspenstigen Sohn hatten, der ihrer Stimme nicht gehorchte, hatten ihn als solchen zu bezeichnen, und er mußte von den Männern der Stadt gesteinigt werden (5. Mo 21,18-21).

Samuel sagt zu Saul: "Denn wie Sünde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit, und der Eigenwille wie Abgötterei und Götzendienst" (1. Sam 15,23). Widerstreben oder Widerspenstigkeit ist das Handeln nach eigenen Willen, auch wenn es in guter Absicht geschieht.Eltern und Erzieher bestätigen, daß ein Gebot oder ein Arbeitsauftrag bei Kindern sogleich Ausweichen und Widerstreben hervorruft. Weichen wir dem Worte Gottes und seinen Richtlinien aus, sind wir widerspenstig und ungehorsam, handeln böse und stehen unter den Einwirkungen Satans. Diese Wahrheit kann nicht geschwächt werden.

Die Worte Samuels über das Tun Sauls sind ernst, und wir tun gut, unser eigenes Handeln daran zu prüfen. Jahrhunderte hatte Gott Amalek getragen, aber das Volk hatte sich nicht gebeugt und nicht Vergebung gesucht. Jetzt wollte Gott Gericht üben durch die Hand Sauls, der alles, vom Manne bis zum Esel, töten sollte. Klarer und unmißverständlicher konnte der Auftrag nicht sein, aber Saul handelte widerspenstig. Unter den Vorwand, Jehova Opfer bringen zu wollen, war er dem Worte Gottes ungehorsam und verschonte das Beste von Amalek. Je einleutender solche Einwände sind, je mehr anscheinend Gutes damit verbunden wird, desto gefährlicher sind sie; denn ihre so lobenswerten Begründungen können einfältige Herzen betören.

Dies war bei Saul nicht der erste Schritt auf dem Wege des Eigenwillens und der Unabhängigkeit. Kurz vorher hatte er sich schon Priesterdienst angemaßt (1. Sam 13,12-14). Das Abweichen vom Worte Gottes geschieht meist ganz allmählich, Anmaßungen in göttlichen Dingen und Diensten gehen vielfach der Eigenwilligkeit vorauf.

Niemand kann leugnen, daß Gott uns klare Anweisungen in Seinem Wort gegeben hat. Ihre Kenntnis zu besitzen und doch abzuweichen, ist Sünde der Widerspenstigkeit, ist gleich der Wahrsagerei. Wo Gottes Wort nicht gekannt ist, wird es gewiss nicht so ernst sein wie da, wo es bekannt ist. Kennen wir etwas von der Wahrheit Seines Wortes und versuchen im Widerspruch dagegen zu handeln, sind wir widerspenstig und werden wie bei der Wahrsagerei von einem bösen Geist geleitet. Jeder Eigenwille ist wie Abgötterei und Götzendienst, unser eigene Wille ist dann sozusagen unser Götze.

Petrus handelt als Werkzeug Satans, als er den Herrn vom Wege des Gehorsams abzubringen suchte, und doch tat er es aus den besten Gefühlen für seinen Herrn. Aber er befand sich im Widerspruch zu den Plänen Gottes. Der Herr ließ nichts von seinen guten Absichten gelten, ging über die Aufwallung seiner Gefühle hinweg und strafte ihn mit den bekannten Worten: "Gehe hinter mich, Satan! du bist mir ein Ärgernis, denn du sinnest nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist" (Matth 16,23). Fleisch (unsere alte Natur) ist auch in der besten Form nicht zu gebrauchen. Die gefährlichsten Werkzeuge des Feindes sind Christen, die die Wahrheit mit der Befriedigung der alten Natur verbinden, wie heute manches ins Christentum eingeführt ist, was dem natürlichen Menschen wohlgefällt.

Es ist eine schwerwiegende Sache, wenn wir mit unserem Tun den Boden des Wortes verlassen. Der Herr übersieht das nicht. Ussa hatte die beste Absicht, als er Hand nach der Lade ausstreckte (2. Sam 6,6-7). Sollte er die Lade Gottes fallen lassen, da er doch an ihrer Seite ging? Aber er handelte wider die Anordnungen Gottes und mußte sterben. Nicht unsere guten Absichten sind Gott angenehm, sonder der Gehorsam. "Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken  besser als das Fett der Widder." Scheinbar war es nur ein geringes Abweichen von Gottes Gebot, als sie die Lade fuhren anstatt sie zu tragen (4. Mo 4,15), und doch, welche Folgen! Sie hatten große Freude, als sie die Lade auf ihren "neuen Wagen" gestellt hatten und damit nach Jerusalem zogen, aber Gott hatte weder Freude noch Wohlgefallen daran. Ihm mißfallen auch die menschlichen und fleischlichen Methoden, die wir, vielleicht in bester Absicht, mit Seinem Dienst verbinden, um Sein Werk zu fördern.

Schmerzliche Erfahrungen mußte Abraham machen, als er auch den gutgemeinten Rat seiner Frau die Magd Hagar nahm. Er erlag der Versuchung, durch fleischliche Mittel die Erfüllung der göttlichen Verheißung herbeizuführen. Scheinbar rechtfertigte der Erfolg den Rat Sarais, denn ein Sohn wurde geboren; aber es war nicht der Sohn der Verheißung. Gott hatte keinen Gefallen an der Selbsthilfe in dem, was Er allein tun wollte, Er konnte die Tätigkeit des Fleisches nicht anerkennen. Statt Segen brachte dies Verwirrung, Unglück und Leid über das Haus des Patriarchen. Bald kam die schmerliche Stunde, wo ihm gesagt wurde: "Treibe diese Magd und ihren Sohn hinaus." Wenn wir den Boden des Wortes Gottes verlassen und nicht bei dem bleiben, was geschrieben steht, werden wir gleich Abraham bittere Erfahrungen machen und erkennen, daß fleischliche Mittel nicht angewandt werden können, wo der Geist allein wirkt.

Hätte Israel Gottes Gebot beachtet und die Lade von den Priestern tragen lassen, würde Ussa seine Hand nicht nach der Lade aisgestreckt haben, um sie zu stützen, und der "Bruch" wäre nicht geschehen. Hätte Abraham nicht auf den Rat Sarais das Fleisch zur Erfüllung der Verheißung Gottes eingeführt, wäre die Entzeiung nicht in sein Haus gekommen und dem Volke Gottes (Israel) nicht in Ismael ein Feind auf Jahrhunderte entstanden. Beide Beispiele warnen uns, menschliche Mittel zu gebrauchen, um die Gedanken Gottes auszuführen.

Wie leicht kommen wir dahin, vom Wort Gottes abzuweichen oder etwas hinzuzufügen! Schnell ist man bei der Hand, das Werk oder den Segen des Herrn druch natürliche Mittel - durch eine "Hagar" - fördern zu wollen. Ob diese "Hagar" nun Philosophie, Redeweisheit, Musik, Chor oder sonstwie heißen mag - ein einleuchtender Grund genügt oft, um über Gottes Wort und Seine Gedanken hinwegzugehen und nicht zu bleiben in dem, was von Anfang ist. Nur wenige erkennen das wahre Wesen des Anpassens des Werkes des Herrn an die Zeitverhältnisse. Offene Fehler und Sünden werden erkannt und verurteilt, aber eigene Wege und Handeln nach eigenen Gedanken im Hause und im Werke Gottes werden nicht als Widerspenstigkeit angesehen, sondern erlaubt und gefördert.

Als Kinder Gottes können wir nicht tun, was wir wollen, auch nicht bei bester Absicht. Wir sind berufen zum Gehorsam Jesu Christi als Seine Knechte, und das schließt Eigenwillen aus. Unsere Stellung im Hause und in der Familie Gottes bedingt, daß wir uns entsprechend verhalten (1. Tim 3,15). Dem Hause Gottes geziemt Heiligkeit, seiner Ordnung sind wir unterstellt. Abweichen davon ist Unordnung, und Unordnung können wir nicht mit Seinem Namen verbinden, denn Er ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Frieden. Er zieht Seinen Namen von allem Unordentlichen zurück, und auch wir sollten uns von jedem Bruder (um der Zurechtbringung willen) zurückziehen, der unordentlich wandelt (das will nicht sagen in Sünde) und nicht nach der Überlieferung, die wir von den Aposteln empfangen haben (2. Thess 3,6-14). Diesen Grundsatz legte der Apostel fest und wandte ihn dann auf einen Fall an, auf den wir ihn vielleicht nicht angewandt hätten, auf jemanden, der nicht arbeiten wollte. Es ist wichtig, daß bei jedem, der dem Herrn dienen möchte, die Pflichterfüllung im Leben vorausgegangen ist. Die Schrift läßt keinen Raum für Eigenwillen, Ungehorsam oder Widerspenstigkeit.

Wie bei dem Volk Israel kann das geistliche Empfinden bei uns so schwach sein, daß wir nur auf den Wandel, die Erfüllung äußerer, religiöser Pflichten, achten und ein Abweichen von der Schrift, das mit gutgemeinten Diensten in Verbindung steht, nicht mehr wahrnehmen. Wie schade, wenn selbst von der Masse der Gläubigen manches um eines guten Zweckes willen entschuldigtoder gutgeheißen wird, was nicht Gottes Wort entspricht. Laßt uns in allen fragen, was der gute, wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist! Gehorchen ist besser als Opfer. Erinnern wir uns an den Herrn, der gehorsam war bis zum Tode, ja, zum Tode am Kreuz, und der in dem, was Er litt, den Gehorsam lernte! Wie ist Gott durch Ihn verherrlicht worden! Sollte es nicht unser Begehren sein, Ihm nachzufolgen, damit durch alles Sein Name mehr geehrt werde?

Quelle:  Ermunterung und Ermahnung 1974, S. 37

Mit freundlicher Genehmigung von CSV e.V.
© CSV-Verlag • D-42499 Hückeswagen

Valid XHTML 1.0 Strict

Theme by Danetsoft and Danang Probo Sayekti inspired by Maksimer