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E+E 1959
Es ist Mittagspause, das schöne Wetter lädt mich zu einem Spaziergang an der frischen Luft ein. Als gläubiger Christ vergesse ich nicht, einige Verteilschriften mitzunehmen.
Hast du schon einmal Traktate in der Stadt verteilt? Man sagte mir, dass das erste Traktat, welches man weitergeben möchte, das "Schwerste" ist, soll heißen, man muss sich den Mut wirklich erbeten.
Diese Erfahrung habe sicher nicht nur ich gemacht. So auch bei diesem Spaziergang, viele lehnten ab und schüttelten den Kopf. Mir fielen die Menschen ein, die unter dem Kreuz meines Herrn standen und ihre Köpfe schüttelten. -
Da, ein junge Mann kommt auf mich zu: "Darf ich Ihnen ein Wort Gottes weitergeben?"
"Vielen Dank, das nehme ich gern."
Meine Frage: "Sind Sie Christ?", beantwortete er mit den Worten: "Ja klar, gerettet - für Zeit und Ewigkeit!"
Das war die Ermunterung, die gebrauchen konnte. Unser Herr hilft immer zur rechten Zeit.
Gerettet - für Zeit und Ewigkeit!
Ob das auch alle Leser meiner Seiten sagen können? -
"Gedenke deines Schöpfers in den Tagen deiner Jugendzeit, ehe die Tage des Übels kommen"
(Prediger 12,1)
Himmel und Erde erzählen uns von der Herrlichkeit des Schöpfers. Durch die stumme Predigt der Schöpfung wird der Mensch aufgefordert, seines Schöpfers zu gedenken und Ihm Ehre zu geben. Schon in jungen Jahren, in den Tagen der geistigen und körperlichen Kraft, soll der Mensch sich auf seinen Schöpfer besinnen. Junge Menschen sind meist aufgeschlossen und interessieren sich für alles im Leben.
Die Frage ist: Bist du bereit, dein Leben diesem Herrn, dem Schöpfer, zu weihen und Ihm zu vertrauen? Oder möchtest du dein Leben ohne Ihn in deine eigene Hand nehmen? Der Herr wünscht, daß wir früh im Leben ganz entschieden auf seine Seite treten. Dann ist das ganze Leben gesegnet. Im Alter ist meist die Kraft verbraucht, und es "verfinstern sich die Sonne und das Licht". Frische und Lebensfreude sind geschwunden.
Danke dem Herrn dafür, daß dein junges Leben noch unbeschwert ist und du frei bist, deinem Herrn zu dienen. Später im Leben kommen vermehrt die "wolken" der Frübsal, die uns niederdrücken wollen, und die Kraft läßt nach. Bedenke, der Schöpfer, "durch den und für den alle Dinge geschaffen sind", ist kein anderer als "der Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat" (Kolosser 1,16; Galater 2,20). Hat er nicht ein Anrecht an dich?
Wenn ich erkenne, daß Christus für mich starb, kann es keine andere Konsequenz geben als die völlige Hingabe an Ihn. Für Ihn kann man sich nie zu früh entscheiden. Jeder Tag unseres Lebens, den wir Ihm weihen, ist gewonnen für die Ewigkeit. Ein Leben mit und für Christus ist wirkliches Leben. Darum wollen wir auch als junge Menschen für Ihn leben und Ihm dienen.
Diesen Gedanken habe ich dem Kalender: "Der Herr ist nahe" entnommen
1. Timotheus 2,5.6
Was wir verschuldet hatten,
das musstest Du erstatten,
Herr Jesus, im Gericht.
Wir waren Missetäter
wie alle unsre Väter,
Du aber tatest Sünde nicht!
Sein völliges Genüge,
entgegen Satans Lüge,
hat Gott in Deinem Werk.
Die Sühne ist vollkommen,
Dein Opfer angenommen,
darauf ruht Gottes Augenmerk.
Jetzt nahn wir als Anbeter
Dir, unsrem Stellvertreter,
der unsre Schuld beglich;
der Preis, den Du gegeben,
der war Dein teures Leben.
O Heiland, wir erheben Dich!
P. W.
"Freigemacht aber von der Sünde, seid ihr Sklaven der Gerechtigkeit geworden"
Römer 6,18
Wie kann ein Mensch denn frei und gleichzeitig ein Sklave sein? Freiheit bedeutet doch, dass man alles tun kann, was man will, und niemand Gehorsam schuldit ist. So denken sicher viele.
Vielleicht überrascht es dich, dass die Bibel ganz andere Aussagen über Freiheit und Gehorsam macht. Sie spricht davon, dass "der Eigenwille wie Abgötterei und Götzendienst" ist und dass der Mensch ohne Christus "den Willen des Fleisches und der Gedanken" tut (1. Samuel 15,23; Epheser 2,3). Der Herr Jesus Christus hat gesagt: "Jeder, der die Sünde tut, ist der Sünde Knecht" (Johannes 8,34). So erweist sich die vermeintliche Freiheit und Unabhängigkeit des natürlichen Menschen ohne Gott als Knechtschaft. Er folgt, ihne nach Gottes Willen zu fragen, den Trieben seiner sündigen Natur und gerät so unter die Herrschaft der Sünde.
Aber jeder, der durch den Glauben an Christus von nehem geboren ist, hat ein ganz neues Leben empfangen (Anmerkung vom Admin: Lies 2. Korinther 5,17). Er ist durch den stellvertretenden Tod Christi auch freigemacht worden von der Herrschaft der Sünde in seinem Leben. Das neue Leben findet kein Gefallen mehr an der Sünde, sondern hat seine Freude an allem, was dem Willen Gottes entspricht.
Wenn unser Bibelwort solche Menschen "Sklaven der Gerechtigkeit" nennt, dann will das sagen, dass sie mit Leib und Seele, ihrem ganzen Dasein, der göttlichen Gerechtigkeit gehören, so wie einst die Sklaven das Eigentum ihres Herrn waren. Niemand lebt moralisch gesehen in einem neutralen Raum. Entweder dient er der Sünde und ist ihr Knecht, oder er gehört völlig Gott an. Und ein Leben in Gerechtigkeit zur Ehre und zur Freude Gottes - das ist wahre Freiheit.
Quelle: Der Kalender "Die gute Saat"
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