«Denn das dem Gesetz Unmögliche, weil es durch das Fleisch kraftlos war, tat Gott.»
Römer 8,3
Die Zweckbestimmung des Gesetzes liegt darin, dem Menschen zu zeigen, wie er sein sollte. Gleichzeitig macht das Gesetz dem Menschen klar, dass er so, wie er ist, sich niemals so verhält, wie Gott ihn sich vorgestellt hat.
Das Gesetz kann dem Menschen jedoch keinerlei Kraft geben, so zu werden, wie er sein sollte. Deshalb kann es ihn nur verdammen. Es weist aber auch auf den alleinigen Mittler zwischen Gott und den Menschen, Christus Jesus - hin, und zeigt ihm, dass Er allein ihn aus der Sklaverei der Sünde befreien kann.
Der Apostel Johannes schreibt: «Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.»
Die Forderung des Gesetzes lautet: «Wer diese Dinge getan hat, wird durch sie leben.» Es verspricht also denen, die es einhalten, Leben. Erlangt nun irgendjemand durch das Halten des Gesetzes das ersehnte Leben? Nein! Das Gesetz sagt eben auch: «Denn wer irgend das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller Gebote schuldig geworden.» Das bedeutet, wenn man neun von zehn Geboten hält und nur eines übertritt, wird man dennoch zum Tod verurteilt und bekommt das Leben nicht. Die Schlussfolgerung Gottes lautet: «Alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes.» Wenn da nicht die Gnade wäre"
«Das Gesetz aber kam daneben ein, damit die Übertretung überströmend wurde. Wo aber die Sünde überströmend geworden ist, ist die Gnade noch überströmender geworden.»
Römer 5,20
Gott hat die Israeliten während rund 1'500 Jahren erprobt, ob sie sein Gesetz halten würden. Das Ergebnis war total negativ. So hat Er z.B. geboten: «Du sollst nicht töten!» Nach 1'500 Jahren Zeitspanne unter Gesetz wurde sein eigener Sohn Jesus Christus, den Er in Liebe aus dem Himmel zu uns Menschen auf die Erde gesandt hatte, an ein Kreuz genagelt und umgebracht.
Nun hat Gott mit dem Menschen nicht einfach Schluss gemacht, sondern ihn in seiner grenzenlosen Liebe Gnade angeboten: «Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.»
«Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemans sich rühme.» - «Als aber die Güte und die Menschenliebe unseres Heiland-Gottes erschien, errettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit.» - «Denn Christus ist das Ende des Gesetzes, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit.»
Wie kommt man denn nun in den Genuss der Gnade Gottes und der Gerechtigkeit?
- Durch Buße über seine Sünden und Umkehr zu Gott.
- Durch Glauben an den Namen des Sohnes Gottes.
Und wo müssen die guten Werke angesiedelt werden?
«Dem aber, der nicht wirkt, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet.»
Römer 4,5
Glaube und Werke
Die meisten Leute lesen obigen Titel zwar richtig, drehen die Sache aber um, indem sie glauben, mit ihren guten Werken Gott zufrieden stellen zu können. Das ist aber nach dem Zeugnis der Bibel ganz und gar unmöglich. Die biblische Reihenfolge lautet: Zuerst an den Sohn Gottes, Jesus Christus, als den Heiland der Sünder glauben, und dann Werke des Glaubens wirken.
Niemals vermögen gute Werke ohne persönlichen Glauben an den Heiland irgendeinen Menschen in den Himmel zu bringen. Nicht unsere selbstgerechten Werke können uns erretten, sondern nur das Erlösungswerk des Herrn Jesus am Kreuz von Golgatha.
Dort wurde Er von einem heiligen Gott als Stellvertreter für fremde Schuld gerichtet. Jeder, der diese Heilstat Jesu in Anspruch nimmt, indem er vor Gott seine Sünden zugibt und bereut, darf Vergebung erfahren und ewiges Leben bekommen. Dieses neue Leben ist ein Geschenk der Gnade Gottes und niemals das Verdienst sündiger Menschen.
Jeder, der diese Gnade empfangen hat und sich der Vergebung sicher ist, wird nun auch bestrebt sein, gute Werke zu tun. Nicht um errettet zu werden, sondern als Dank für die Errettung. «Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen» (Epheser 2,10).
Quelle: Der Kalender "Näher zu Dir"
erschienen im Beröa-Verlag Zürich
