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E+E 1959
"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott." (Joh 1,1) Das Wort, der Ausdruck alles dessen, was Gott ist, hat ein ewiges Dasein, ist eine bestimmte unterschiedene Persönlichkeit und besitzt nicht nur Göttlichkeit, göttliches Wesen, sondern Gottheit, d. h. es ist Gott. Das Wort, der Logos, war, ehe die Zeit begann. Nicht im Anfang der Schöpfung, nein, vorher, ehe alles erschaffen wurde, was das Wort bei Gott. wir können uns in unseren Gedanken vor den 1. Vers der Bibel, d. i. vor der Schöpfung, zurück versetzen; aber so weit wir auch zurückdenken mögen - das Wort war schon da. Es war - nicht es wurde, wurde erschaffen, begann zu bestehen; nein es war im Anfang aller Dinge, wurde nicht nur nicht erschaffen, sondern war der Schöpfer aller Dinge. "Das Wort war bei Gott." Vater, Sohn und Heiliger Geist waren da. "Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott." Ich wiederhole noch einmal, denn es ist nötig, in unseren Tagen darauf zu bestehen, daß das Wort nicht zu der Schöpfung gehört, daß es nicht etwa, wie man heute in lästerlicher Weise behauptet, "ein Gott" war, in dem Sinne wie auch die Engel an einzelnen Stelle "Götter" genannt werden; sondern alles, was geschaffen worden ist, Engel, Menschen und Dinge, ist erst durch das Wort geworden. Das Wort war vor allem, und "alles ward durch dasselbe, und ohne dasselbe ist auch nicht eines, das geworden ist". (V. 3) "Dieses war im Anfang bei Gott." Es ist also nicht zu irgend einer Zeit entstanden, sondern ist in Seinem Dasein und in Seiner Natur ewig; es war da, ehe irgend ein Geschöpf zu bestehen begonnen hatte. Es ist auch nicht ein Ausfluß der Gottheit, sondern ist selbst Gott. Im Beginn des 1. Buches Mose lesen wir: "Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde". Wer war der Schöpfer? Gott, das lebendige, ewige Wort. Und nun, dieses Wort "ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben Seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater"! (V. 14) Wunderbare Offenbarung! Wer hätte sie uns machen können, als nur Gott allein durch Seinen Geist! Er hat Johannes als Werkzeug dazu benutzt, und alles, was Er durch ihn uns hat mitteilen lassen, sollten wir in einfältigen Glauben festhalten, genau so wie wir es empfangen haben. Nur dann können wir die Anerkennung erwarten: "Du hast mein wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet".
Quelle: "Botschafter des Heils in Christo" 1918
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