» Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe. «
1. Korinther 13,13
In unserem Kapitel wird von den Sprachen-Gaben gesagt, daß sie aufhören werden (Vers 8); aus der im Grundtext gebrauchten Form geht hervor, daß es ein Anfhören oder Erlöschen ist. Die Sprachen gehörten zu den "mancherlei Wunderwerken und Ausstellungen des Heiligen Geistes", durch die Gott bei der Verkündigung der großen Errettung im Anfang des Christentums "mitzeugte" (Hebräer 2,3.4). Sie haben diesen Zweck nun erfüllt und haben darum heute aufgehört.
Von den Prophezeiungen und der Erkenntnis, die "stückweise" vorhanden sind, lesen wir, daß sie "weggetan werden" (Verse 8-10). Wenn wir einmal in der Herrlichkeit sein werden, wird es nichts Bruchstückhaftes mehr geben; alles wird vollkommen sein.
Schließlich lesen wir in unserem Vers, eingeleitet mit "Nun aber" als logischem Schluß nach dem Vorhergesagten, daß "Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei", bleiben. Diese Dreieinheit der Grundzüge des Christentums bleibt, solange wir hier auf der Erde sind.
Wenn wir im Vaterhaus sind, sind wir vom Glauben zum Schauen gelangt; auch unsere Hoffnung ist dann erfüllt. Wir haben dann keinen Glauben und keine Hoffnung mehr nötig. Aber wie herrlich ist die Feststellung: "Die Liebe vergeht niemals" (Vers 8)! Sie, die größte aber von diesen", hat nie ein Ende. Wie könnte es auch anders sein, wo dort doch Gott ist, dessen Wesen Liebe ist, und wo wir den Herrn Jesus sehen werden, der diese Liebe vollkommen offenbart hat und offenbart!
Quelle: "Der Herr ist nahe"