Welch ein Tag in der Geschichte der Menschheit.Die Vorderseite des Traktats

Der Retter ist da!
Der Herr der Herrlichkeit, als ein neugeborenes Kind in einer Krippe liegend!
Ohne das Kreuz gäbe es keine Erlösung von der Sünde.
Weihnachtsgeschenke müssen angenommen werden, erst dann sind sie unser Eigentum.

Jesus Christus:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.
Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
(Johannes 14,6)

Diesen Buchzeichenkalender können Sie bei Verbreitung der Heiligen Schrift bestellen. Er wird Ihnen kostenlos und unverbindlich zugesandt.

Die gute Saat" ist ein evangelistischer
Kalender,in dem die Einladung "Lasst euch versöhnen mit Gott!" im Vordergrund steht. Das ist das Dringenste für jeden, der noch nicht seine Sünden vor Gott bekannt und durch den Glauben an Jesus Christus Frieden mit Gott hat.

Zum Nachdenken!

"Jede Verbindung mit der Welt hindert uns daran, die Welt zu überwinden".

J. N. D.
E+E 1959

Noch einmal, ...

... denn es besteht unter Christen und solche, die sich so nennen, erheblicher Mangel an biblischer Belehrung. Deshalb noch einmal ein Beitrag zu diesem Thema. Es wird vielleicht nicht der letzte Beitrag dazu sein.

 Erlauben Sie mir eine Frage: "Hat uns, die wir sagen, dass wir Christen sind, das Wort Gottes noch etwas zu sagen?"

Wenn ja, dann: "Halte fest das Bild (oder: Umriss, Form, Muster) gesunder Worte, die du von mir gehört hast, in Glauben und Liebe, die in Christus Jesus sind. Bewahre das schöne anvertraute Gut durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt" (2. Tim 1,13-14).

 

Der erste Tag der Woche

Der Sonntag, der erste Tag der Woche, ist nicht der jüdische Sabbath, auch nicht der christliche Sabbath, wie manche Gläubige lehren. Wir sind in der neuen Haushaltung nicht an das Gesetz gebunden, aber der Heilige Geist hat uns über diesen Tag Mitteilungen gegeben, die uns erkennen lassen, was wir an ihm zu tun und zu lassen haben. Da der Sonntag in der Heiligen Schrift der Tag des Herrn genannt wird, haben wir ihn unserem Herrn zu widmen.

Dies wird oft von Gläubigen vernachlässigt. Sie berufen sich auf das Wort: "Der eine hält einen Tag vor dem anderen, der andere aber hält jeden Tag gleich ... Wer den Tag achtet, achtet ihn dem Herrn" (Rö 14,5.6). Aber hier spricht der Apostel gar nicht von dem Tage des Herrn, sondern vom Halten von Tagen nach dem Gesetz. Gläubige aus den Juden, die noch an Tagen nach dem Gesetz festhielten, sollten von den Brüdern aus den Nationen deshalb nicht verachtet werden, und diese sollten von den bekehrten Juden nicht gerichtet werden, weil sie die Tage nicht hielten.

Der Tag des Herrn war etwas Neues und hat mit dem Gesetz nichts zu tun. Wir haben kein Gebot, ihn zu feiern, aber der Herr hat ihn verschiedentlich hervorgehoben und ausgezeichnet und so als Seinen Tag geweiht. An diesem Tage ist Er als der Sieger über Tod und Grab aus den Toten auferstanden, und an diesem Tag ist Er mehrere Male in der Mitte der Seinen erschienen. An diesem Tage sandte Er die Verheißung des Vaters, den Heiligen Geist, auf die Erde. An diesem Tage waren die ersten Christen versammelt, un das Brot zubrechen. Das zeigt uns die große Bedeutung, die der Tag des Herrn hat und die wir zu beachten haben.

Im Anfang verharrten die Christen "in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten. Sie kamen also zusammen, um die Lehre der Apostel zu hören, sie bildeten eine neue Gemeinschaft, indem sie ihrer Zusammengehörigkeit Ausdruck gaben. Auch brachen sie gemeinsam das Brot und bezeugten ihre Abhängigkeit von dem Herrn durch Zusammenkünfte zu gemeinschaftlichem Gebet. Das beschränkt sich jedoch nicht auf den Sonntag, vielmehr kamen sie anfänglich täglich zusammen, um im Tempel das Wort zu hören und in den Häusern das Brot zu brechen.

Auch heute kommen die Gläubigen noch an Wochentagen zur Wortbetrachtung und zum Gebet zusammen. Aber von Anfang an war der Tag des Herrn der hervorragende Tag in bezug auf den gemeinschaftlichen Gottesdienst und die Verkündigung des Wortes, und das ist auch jetzt noch so. Am Sonntagmorgen kan der Heilige Geist zu Pfingsten in die Mitte der versammelten Jünger, der zeugen sollte von den großen Werken Gottes und Seinen Heilstaten. Durch Seine Wirkung wird Christus in der Mitte der Kinder Gottes verherrlicht, und sie bringen Ihm Opfer des Dankes dar,sowohl geistliche als auch materielle. Durch den Glauben sehen sie Ihn in ihrer Mitte, den sie bald von Angesicht zu Angesicht schauen werden.

Nach dem Paulus in 1. Korinther 10 und 11 über den Tisch und das Mahl des Herrn geredet hat, weist er im zwölften Kapitel auf die Gaben hin, die ein und derselbe Geist wirkt und die Er austeilt, einem jeden insbesondere wie Er will. Ihre Anwendung hat als Ausgangspunkt die Liebe (1. Kor 13) und wird im vierzehnten Kapitel beschreiben. Die Versammlung erhebt und preist nicht nur ihren Herrn, sondern sie bedarf auch der Stärkung und Unterweisung durch das Wort Gottes. Wohl kann jeder zu Hause persönlich loben und danken, aber die gemeinsame Anbetung der Versammlung im Geist und Wahrheit findet Gottes besonders Wohlgefallen. So ist es auch gut, wenn jeder persönlich die Schrift erforscht, aber ebenso ist es notwendig, daß wir zusammenkommen, um Erbauung zu empfangen durch die Gaben, die der Herr zu jeder Zeit Seiner Versammlung verheißen hat: Hirten, die Herde zu hüten und zu weiden, und Lehrer, die Wahrheiten der Schrift den Hörern begreiflich auszulegen.

Neben den Zusammenkünften zur Anbetung und zur Erbauung sind auch Gebetsversammlungen notwendig. Es ist durchaus nicht nötig, daß alle diese Stunden am ersten Tage der Woche gehalten werden, aber es ist nötig, daß sie stattfinden und daß sie nicht versäumt werden. Alle diese Zusammenkünfte sind solche für Gläubige, und sie müssen den entsprechenden Charakter tragen. Die Ermahnung, unser Zusammenkommen nicht zu versäumen (Hebr 10,25), bezieht sich deutlich auf die Gläubigen.

Für alle diese Zusammenkünfte ist es von größter Wichtigkeit, daß sie unter der Leitung des Heiligen Geistes stehen. Mit dem Dienst ist nicht eine bestimmte Person betraut; andererseits ist auch nicht jeder Bruder zum Reden berufen. Der Heilige Geist bestimmt dies, und die Versammlung rechnet auf Ihn. Im Zusammenhang mit der Ausübung der Gabe der Weissagung, des Redens zur Erbauung und Ermahnung, werden wir auf zwei Dinge hingewiesen: "Die Geister der Propheten sind den Propheten untertan", und: "Die anderen laßt urteilen" (1. Kor 14,32. 29). Unnüchternheit und Sich Vergessen des Redenden sind nicht vom Heiligen Geist. Wenn die Hörer urteilen, dürfen sie die Weissagung nicht verachten und den Geist nicht auslöschen.

Die Zusammenkünfte, in denen die Gaben zur Ausübung kommen, sind zur Erbauung der Gläubigen bestimmt. Hierauf wird eindringich hingewiesen. "Alles geschehe zur Erbauung", sagt der Apostel. Und da wir bei unseren Zusammenkünften in der Gegenwart des Herrn selbst sind, ist auch die Beachtung der Ermahnung wichtig: "Alles aber geschehe anständig und in Ordnung." Werden diese beiden Punkte immer verwirklicht, wird der Segen bei jedem Zusammenkommen reichlich sein.

Welch einen Wert hat der erste Tag der Woche, wenn er den Gedanken Gottes gemäß zugebracht wird! Unsere Herzen werden brennend, wenn uns durch das Wort der Herr Jesus vorgestellt wird. Oder wir werden in das Licht Gottes gestellt, wenn uns der Heilige Geist zurechtweist. Wir empfangen die notwendige Nahrung für unsere Seelen. Aber wir müssen uns, wie Kornelius, vor Gott gegenwärtig wissen, um zu hören, und unsere Herzen müssen, wie bei der Lydia, aufgetan sein, daß wir achtgeben auf das, was geredet wird. Vergessen wir auch nicht, daß uns der Herr die Schriften öffnen muß, damit wir sie verstehen.

Am Sonntag gibt es außer den Versammlungen in der noch übrigen Zeit Gelegenheiten, dem Herrn zu dienen. Alte und Kranke können besucht werden, und man hat dabei die Möglichkeit, miteinander über die ewigen Dinge zu reden. Vielleicht gibt der Herr auch eine Arbeit unter den Kindern der Sonntagsschule oder eine Gelegenheit, Menschen das Wort vom Kreuz zu bringen. Was immer getan wird, möge es geschehen in Übereinstimmung damit, daß der Herr Anspruch hat auf den ersten Tag der Woche, auf Seinen Tag!

Quelle: "Ermunterung und Ermahnung" 1972

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