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E+E 1959
Er brachte alles zusammen und reiste weg in ein fernes Land, und dort vergeudete er sein Vermögen, indem er ausschweifend lebte. Als er aber alles verschwendet hatte, kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land, und er fing an, Mangel zu leiden. Und er ging hin und hängte sich an einen der Bürger jenes Landes, und er schickte ihn auf seine Felder, Schweine zu hüten.
Lukas 15,13-15
Was der jüngere Sohn in unserem Gleichnis vorhatte, vertrug sich nicht mit der Nähe seines Vaters. Das war es, was ihn von Hause wegtrieb,und damit war das spätere Elend "vorprogrammiert". Er wurde nicht einfach ein Opfer der Verhältnisse, sondern erntete die Früchte seines falschen Entschlusses. Genauso ergeht es heute jedem, der ohne Gott leben will.
Der größte Vorrat geht zu Ende, wenn man nur verbraucht und sogar verschwendet. Es muss eine Quelle vorhanden sein, aus der sich der Vorrat erneuert. Das ist so in der Natur - denken wir an Rohstoffe und Energie -, aber auch bei den Lebenskräften und -fähigkeiten, die der Schöpfer seinen Geschöpfen mitgegeben hat. Der Sohn hatte durch seine Trennung vom Elternhaus die Verbindung zur Quelle abgeschnitten und war am Ende. Doch die Hungersnot, die dann kam, machte ihm die Lage erst bewußt.
Notvolle Umstände in unserem Leben sind oft dazu bestimmt, uns aufzurütteln. Sie sind nicht das eigentliche Problem, aber sie machen uns unsere Lage bewußt.
Der Sohn im Gleichnis suchte sich zu helfen, so gut es ging, und musste neben seiner Armut auch noch Demütigung erleiden. Aber der Hunger blieb, denn er kam nicht einmal an den Schoten heran, mit denen die Tiere gefüttert wurden.
Machen wir es nicht wie er! Sind wir in Not, weil nichts den Hinger der Seele stillen kann, dann hilft nur eines: Umkehr zu Gott.
Aus dem Kalender "Die gute Saat"
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