Welch ein Tag in der Geschichte der Menschheit.Die Vorderseite des Traktats

Der Retter ist da!
Der Herr der Herrlichkeit, als ein neugeborenes Kind in einer Krippe liegend!
Ohne das Kreuz gäbe es keine Erlösung von der Sünde.
Weihnachtsgeschenke müssen angenommen werden, erst dann sind sie unser Eigentum.

Jesus Christus:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.
Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.
(Johannes 14,6)

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Die gute Saat" ist ein evangelistischer
Kalender,in dem die Einladung "Lasst euch versöhnen mit Gott!" im Vordergrund steht. Das ist das Dringenste für jeden, der noch nicht seine Sünden vor Gott bekannt und durch den Glauben an Jesus Christus Frieden mit Gott hat.

Zum Nachdenken!

"Jede Verbindung mit der Welt hindert uns daran, die Welt zu überwinden".

J. N. D.
E+E 1959

Seid nicht ...

... gleichförmig dieser Welt.

"Dieses erwäget ... dieses tut"

(Phil 4,8-9)

Der achte und der neunte Vers des vierten Kapitels im Brief an die Philipper enthalten äußerst wichtige Aufforderungen, und es kann für uns nur gesegnet sein, wenn wir darüber sinnen und und sie auf uns einwirken lassen. Diese Aufforderungen gehen ein jedes Kind Gottes an, und ein jeder Erlöste soll sie um des Herrn willen in dankbarer Liebe beherzigen und auch befolgen. Wenn dies geschieht, so wird es liebliche Früchte zur Verherrlichung des Herrn hervorbringen und zu einem Zeugnis für Ihn in dieser Welt, die Ihn verwarf und noch immer verwirft. Hier soll nicht weiter auf eine eingehende Betrachtung dieser Verse eingegangen werden, sondern nur einiges hervorgehoben werden im Blick auf unsere treuen Schwestern, die auch

"Miterben der Gnade des Lebens sind"

(1. Petr 3,7), für die es in unseren schweren Zeiten sowohl hinsichtlich ihres Schmuckes - der Haare -, wie auch der Mode allgemein, nicht geringe Übungen gibt.

Die Gefahr weltförmig zu werden, ist so groß, daß es notwendig ist, davor ernstlich zu warnen, und dort, wo man bereits der Welt sich gleichgestellt hat, zur Buße und Umkehr zu mahnen. Als vor einigen Jahrzehnten hinsichtlich der Kleidermode, des Lippenfärbens und ganz besonders des Haarabschneidens die Gefahr für unsere Schwestern, besonders im Ausland, groß geworden war, sich der Welt gleichzustellen, da dachte man, daß es bei uns "kaum noch von praktischer Wichtigkeit" sei, näher darauf einzugehen. Denn als es damals bei uns vorkam, daß eine Schwester, die mit uns das Brot brach, sich das Haar abschneiden ließ, da hatten die Brüder sofort, entsprechend den Unterweisungen der Schrift, Stellung genommen. In Befolgung der Belehrung in 1, Kor 11,3-15, wurde damals der Schwester, wohl in Liebe, aber auch mit heiligem Ernst, vorgestellt, daß es für ein Weib

schändlich

sei, wenn ihr das Haar abgeschnitten würde, und etwas Schändliches gehöre nicht an den Tisch des Herrn. Dieses Vorgehen rief heilige Furcht hervor.

Wir machten sowohl in den Früheren, wie auch in den letzten Zeiten die lieblichen Erfahrungen, daß, wenn Frauen und Jungfrauen sich bekehrten und durch den Glauben an das Erlösungswerk Jesu Christi errettet wurden, sofort bemüht waren aus Liebe und Dankbarkeit zum Herrn, der für sie gestorben, auch ihr Äußeres ihrem nehen Stand anzupassen. Es gab auch in ihrer Kleidung und in ohrem äußeren Erscheinen eine gründliche Wendung. Da wurden Fingerringe ,it gefaßten Steinen und Ohrringe und sonstiger weltlicher Schmuck abgelegt. Das bis dahin abgeschnittene Haar hat man, dem Willen und dem Wort des Herrn entsprechend, wachsen lassen. Die auffallenden, tief ausgechnittenen Kleider, vielfach mit nur sehr kurzen Ärmeln und kurzen Röcken, hat man entweder völlig abgelegt, oder sie jedenfalls nicht auf der Straße und umsoweniger in der Versammlung getragen. - Wie sehr muß es aber dem Herrn und auch gottesfürchtige und treue Kinder Gottes betrüben, wenn jetzt Schwestern, die schon länger den Herrn als ihren Erretter kennen

"von der Einfalt des Christus"

sich abwenden und in ihrem äußeren Auftreten sich der Welt gleichstellen!

Für die alten Schwestern ist in dieser Hinsicht ein wichtiges Feld zur Betätigung vorhanden. (Siehe Tit 2,3-5)Als "Lehrerinnen des Guten" sollen sie den jüngeren und jungen Schwestern mit gutem Beispiel in Treue und Gehorsam vorangehen, und diese in Liebe aufmerksam machen auf die Gefahren, die es für sie gibt. Wie lieblich ist es, wenn solche Schwestern auf die Liebe des Herrn, geoffenbart am Kreuze auf Golgatha, hinweisen und dankbare Hingabe zu wecken suchen, die sich kundgibt in der Befolgung des Wortes und des Willens des Herrn, und zwar in jeder Hinsicht! - Es ist sehr betrübend, wenn manchmal nicht allein die Schwestern, sondern selbst auch manche Brüder, anstatt dem Hang des natürlichen Herzens, der Welt sich gleichzustellen, entgegen zu treten, diesen gedankenlos gehen lassen, oder ihn womöglich noch fördern.

Eine alleinstehende Schwester hatte eine längere Zeit eine noch schulpflichtige Nichte in ihrer Obhut. Es war auffallend, wie das Mädchen sich putzte und die Finger mit Ringen schmückte. Man trat dem nicht ernst genug entgegen, und das Mädchen geriet in die Welt und kam auch in der Sünde um. - Ein Bruder erzahlte uns, wie er in der Zeit seiner Verlobung seiner Braut auch Gold-Schmuck-Gegenstände schenkte. Er mußte dann aber im Lichte des Herrn erkennen, daß es verkehrt war und es verurteilte. Es war noch gut, daß seine Braut, eine gottesfürchtige Schwester, vor dem Hang nach solchen Dingen durch Gottes Güte bewahrt blieb.

Es ist auch sehr wichtig und gut, wenn die Mütter ihren heranwachsenden Töchtern schon zeitig beizubringen suchen, daß ihr langes Haar für sie

"eine Ehre ist"

und sie ernstlich davor warnen, sich das Haar abswchneiden zu lassen. Das gute Beispiel der Mütter und auch aller älteren Schwestern spornt zur Nachahmung an. Es ist lieblich, wenn die Töchter ihren treuen und gottesfürchtigen Müttern nachahmen, so daß im guten Sinne gesagt werden aknn: "Wie die Mütter, so ihre Tochter." Möge dieses immer mehr in unserer Mitte gefunden werden!

Solange der Herr den ersten Platz im Herzen hat, ist auch der Wunsch vorhanden, Ihm in allem wohlzugefallen. Da wird in allem untersucht, was die Schrift auch den Schwestern,

"die sich zur Gottesfurcht bekennen"

sagt. (1. Tim 2,10) Für diese Schwestern ist es eine große Freude, den guten, Wohlgefälligen und vollkommenen Willen ihres geliebten Herrn, ach hinsichtlich der Kleidung, des sich Schmückens und ebenso auch des Haares, zu tun. Wenn es aber dahin kommt, daß die

erste Liebe verlassen wird,

dann läßt man auch nach, den klar geoffenbarten Willen des Herrn zu befolgen. Die Hingabe an Ihn und die entschiedene Ablehnung von allem, was nicht nach Seinem Willen ist und was nicht der Schrift entspricht, nehmen mehr ab, und die Weltförmigkeit und die Weltliebe halten ihren Einzug ins Herz und werden im Leben und im Auftreten solcher Schwestern offenbar. Zur eigenen Beruhigung und Entschuldigung findet man dann schon immer die nötigen Gründe. Wenn nicht Brüder und Schwestern da sind, die in aller Liebe, aber auch mit heiliger Entschiedenheit, der Weltförmigkeit entgegentreten, belehrend und mahnend, so geht die geistliche Kraft verloren, und das vorhandene schlechte Beispiel der Weltförmigkeit findet Nachahmung durch andere Schwestern. So findet die Welt Eingang in die Mitte derer, die sich zu dem Namen Jesu hin versammeln. Dies ist sehr ernst, und wir können nicht genug auf der Hut sein und wachen. Wenn aber einmal das Schriftwidrige Eingang gefunden hat und nicht sofort den Gedanken des Herrn entsprechend behandelt wurde, dann ist es äußerst schwer, ja vielfach auch völlig unmöglich, dem entgegen zu treten. Der Verfall ist da!

Ein treuer Knecht des Herrn, der schon viele Jahre beim Herrn ruht, schrieb darüber u. a. folgendes: "Kann man es wirklich für möglich halten, daß eine Schwester, die gern und gewohnheitsmäßig zu Jesu Füßen sitzt, um Seinen Worten zu lauschen, ja auf den Gedanken kommen könnte, diese "Mode" der Welt mitzumachen und sich des Schmuckes, den ihr Herr ihr gegeben hat" (d. i. des Haares)," zu berauben? Eine solche Schwester kennt nur den einen Wunsch,

Ihm wohlzugefallen und Sein Herz nicht zu betrüben.

Der Gedanke, Sein Auge könne traurig auf sie blicken, ist ihr unerträglich." -

Unsere eingangs erwähnten Verse fordern auf zur Erwägung alles dessen, "was wahr, was würdig, was gerecht, was rein, was lieblich ist ..." Welch eine ernste und auch inhaltsreiche Aufforderung ist es! Diese Aufforderung ist sehr wichtig für einen jeden Bruder, aber sie wendet sich mit derselben Kraft auch an eine jede Schwester. Unsere treuen Schwestern im Herrn, möge nicht der Mode, oder der Wunsch irdend welcher Personen, noch das Begehren der alten Natur, sondern

nur der Wille und das Wort des Herrn

bestimmen und leiten hinsichtlich der Kleidung, des langen Haares, das für die Frau

"eine Ehre ist"

und des Schmuckes. Durch das "Erwägen" und durch das "Tun" alles dessen was wahr, was würdig, was gerecht, was rein, was lieblich ist und was wohllautet, wird liebliche Frucht hervorgebracht. Da ist dann nicht der Mensch, noch die Welt, für die Schwestern in bezug auf das äußere Auftreten und das sich Schmücken bestimmend, sondern

nur der Herr,

der auch für die Schwestern solch klare Unterweisung gegeben hat.

Vor einer Zeit, als der Schreiber diese Zeilen einem Bruder aus dem Ausland Gefühle der Trauer wegen des im Ausland so häufig vorkommenden Haarabschneidens zum Ausdruck brachte, meinte dieser: "Anders Länder, andere Sitten". Daß diesem so ist hinsichtlich der Gewohnheiten des Lebens, ist ja wahr, aber es ist völlig abwegig, wenn man den uns so klar geoffenbarten Willen unseres treuen Herrn auf diese Weise anwendet. Der Wille des Herrn, wie uns derselbe in Seinem Worte so klar mitgeteilt worden ist, gilt für alle Lände und Völker und ist maßgebend und entscheident zu allen Zeiten und wird, nicht durch irgend welche Landes-Grenzen oder veränderte Sitten und Umstände wirkungslos oder ungültig gemacht.

Möge der Herr in Seiner Treue, jetzt

so nahe vor Seinem Kommen,

allenthalben, in allen Ländern, auch bei allen unseren treuen Schwestern, "die sich zur Gottesfurcht bekennen", ein heiliges Aufwachen, ein Fragen nach Seinem Willen mit tiefem Verlangen, diesen Willen auch in jeglicher Hinsicht zu tun, bewirken. Dann wird nicht der äußere, sondern "der verborgene Mensch des Herzens in dem unverweslichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, welcher

vor Gott sehr köstlich ist",

(1. Petr 3,4) offenbar werden und ein Zeugnis und Segen sein.

 

"Inwendig schmücket euch,
Ihr Töchter allesam',
Alsdann gefallet ihr
Dem Seelenbräutigam!

Es ist nicht Schmuck von außen,
Der herrlich ist und fein,
Es braucht nicht schöne Kleider,
Um königlich zu sein.

Ein stilles, sanftes Wesen,
Verborgen vor der Welt,
Das ist der Schmuck, die Zierde,
Die unserm Herrn gefällt,

Bis einst in weißen Kleidern
Wir stehn vor Gottes Thron,
Von Ihm geschmückt mit Palmen
Und einer güldnen Kron'!"

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