2. Korinther 5,20

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Zum Nachdenken!

"Jede Verbindung mit der Welt hindert uns daran, die Welt zu überwinden".

J. N. D.
E+E 1959

Sekten und Irrlehren

Was ist darunter zu verstehen?

von
R. Henn
Diese Schrift ist im
© Ernst-Paulus-Verlag,
Haltweg 23,
D-67434 Neustadt

erschienen.

SEKTEN und IRRLEHREN - was ist darunter zu verstehen?

Wohl die meisten unserer Zeitgenossen machen sich die Beantwortung dieser Frage ziemlich einfach.

Sie meinen, hierbei handele es sich um alle religiösen Gruppen, die sich außerhalb der beiden großen Konfessionen wie "Römisch katholische Kirche" und "Evangelische Kirche" bewegen.

Aber so oberflächlich dürfen wir diese wichtige Angelegenheit nicht behandeln.

Um eine korrekte Antwort zu erhalten, müssen wir uns zuerst fragen: Was ist denn die wahre Kirche? Und dazu müssen wir Gottes Wort, die Bibel, aufschlagen.

Nach dem Wort Gottes gibt es nur eine wahre Kirche, nämlich die Versammlung oder Gemeinde Gottes, zu der alle wiedergeborenen Christen gehören. Deshalb müssen wir auch, was die Entstehung dieser einen wahren Kirche angeht, zeitgeschichtlich weiter zurückdenken als nur bis zum Jahr 1517 (der Veröffentlichung der 95 Thesen durch Dr. Martin Luther) bzw. bis ins 6. Jahrhundert n. Chr. Der Katholizismus entwickelte sich nämlich aus Anfängen, die schon zur Zeit der Apostel sichtbar waren (1. Korinther 4,8a; Apostelgeschichte 20,29.30; 1. Johannes 2,18); seine Hauptmerkmale sind etwa ab dem 6. Jahrhundert deutlich zu erkennen.

Wir müssen vielmehr zu dem zurückkehren, was "von Anfang" war (1. Johannes 2,24).

Das ist jene Zeit, als der Herr Jesus auf der Erde lebte, und auch danach, als Er nach dem vollbrachten Erlösungswerk wieder in den Himmel zurückgekehrt war.

Lesen wir zunächst einmal in Matthäus Kapitel 16, Vers 18, auf wen sich die eine wahre Kirche gründet. Der Herr Jesus sagt an dieser Stelle:

"Auf diesen Felsen will ich meine Versammlung *) bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen."

Mit dem "Felsen" meinte der Herr Jesus nicht etwa die Person des Petrus, sondern Sich Selbst, so wie Petrus Ihn gerade bekannt hatte:

"Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes" (Matthäus 16,16).

Der Apostel Paulus bestätigte später in seinen Briefen diese Tatsache:

"Der Fels aber war der Christus" (1. Korinther 10,5).

"Einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus" (1. Korinther 3,11).

Christus, der Sohn des lebendigen Gottes, ist also in der Herrlichkeit Seiner Auferstehung das feste, unzerstörbare Fundament, auf das die Kirche gebaut ist. Als lebend aus den Toten teilt Er all denen, die auf Ihn, den wahren Eckstein, gebaut sind, Sein Auferstehungsleben mit.


*) Im Grundtext der Bibel wird für Versammlung oder Gemeinde das griech. Wort "Ecclesia" verwendet, was bedeutet: "Die Herausgerufene".


Petrus erkennt diese Tatsache voll an, indem er Jahre später in seinem ersten Brief schreibt:

"Zu welchem kommend, als zu einem lebendigen Steine, von Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt kostbar, werdet auch ihr selbst als lebendige Steine aufgebaut, ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum, um darzubringen geistliche Schlachtopfer, Gott wohlannehmlich durch Jesum Christum.

... Siehe, ich lege in Zion einen Eckstein, einen auserwählten, kostbaren; und wer an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden. Euch nun, die ihr glaubet, ist die Kostbarkeit ..." (1. Petrus 2,4-7).

Christus ist nicht allein das Fundament, sondern auch der Baumeister Seiner Kirche.

Er sagte nicht: Ich habe gebaut oder: Ich bin mit dem Bau beschäftigt, sondern: "Ich will bauen"; und dieses Bauen nahm seinen Anfang am Pfingsttage (Apostelgeschichte 2).

Der Heilige Geist kam hernieder, um in der Versammlung wie auch in jedem einzelnen Gläubigen Wohnung zu machen. Und diese herrliche Tatsache ist, dem Herrn sei Dank, heute noch ebenso wahr wie damals. Der Heilige Geist wohnt auch jetzt noch in jedem Gläubigen, der in dem Erlösungswerk, das Christus am Kreuz vollbracht hat, Ruhe und Frieden gefunden hat. Und alle Gläubigen, weltweit, bilden auch heute noch die eine wahre Kirche.

"Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?

... denn der Tempel Gottes ist heilig, und solche seid ihr." (1. Korinther 3,16.17).

"Christus aber als Sohn über sein Haus, dessen Haus wir sind." (Hebräer 3,6).

"Aber der Höchste wohnt nicht in Wohnungen, die mit Händen gemacht sind ..." (Apostelgeschichte 7,48).

Die wahre Kirche ist also ein geistliches Haus. Der Herr Jesus sieht auch heute noch, wie damals, die wahre Kirche in all den Erlösten auf dem weiten Erdenrund als eine Einheit. Das kommt auch in den folgenden Bibelversen ganz deutlich zum Ausdruck:

"... sondern auf daß er auch die zerstreuten Kinder Gottes in eins versammelte" (Johannes 11,52).

"Und ich habe andere Schafe, die nicht aus diesem Hofe sind; auch diese muß ich bringen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte sein" (Johannes 10,16).

"... auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir, auf daß auch sie in uns eins seien. . ."

"... auf daß sie eins seien, gleiwie wir eins sind;"

"... auf daß sie in eins vollendet seien..." (Johannes 17,21.23).

Es ist übrigens bemerkenswert, daß die wahre Kirche schon zur Zeit der Apostel von den Juden geringschätzig als "Sekte" bezeichnet wurde (Apostelgeschichte 24,5.14; 28,22).

Was aber sind nun Sekten und Irrlehren?

Entgegen vieler falscher Erklärungen muß deutlich gesagt werden, daß nicht die Größenordnung einer Gruppe ausschlaggebend ist für die Bezeichnung "Sekte". Sekte bedeutet nicht "kleine Gemeinschaft"!

Typisch für alle Sekten ist, daß bei ihrer Entstehung immer der menschliche Eigenwille in irgendeiner Form tätig ist und daß gewisse Lehrpunkte übertrieben betont oder aus ihrem biblischen Zusammenhang gerissen werden (vgl. Galater 5,19.20; 2. Petrus 2,1; Titus 3,10). Sekten sind insbesondere jene religiösen Vereinigungen, die behaupten, alleinseligmachend zu sein, d.h. Menschen könnten nur durch Mitgliedschaft bzw. Mitarbeit bei ihnen ihr ewiges Heil erlangen.

Glaubenslehren und -aussagen, die vor dem Zeugnis der Bibel nicht bestehen können, müssen wir als falsche Lehre, ja oft sogar als Irrlehre bezeichnen.

Um der Wahrheit willen und wegen der geistlichen Gefahren, die von Sekten ausgehen, sei hier ernstlich davor gewarnt. Wir möchten dies aber mit geistlichen und geistigen Waffen tun. Jede andere Form der Auseinandersetzung kann vor Gott nicht bestehen.

"Ich ermahne euch aber, Brüder, daß ihr achthabt auf die, welche Zwiespalt und Ärgernis anrichten, entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und wendet euch von ihnen ab. Denn solche dienen nicht unserem Herrn Christus, sondern ihrem eigenen Bauche, und durch süße Worte und schöne Reden verführen sie die Herzen der Arglosen." (Römer 16,17.18).

Wieviele Sekten es heutzutage gibt, kann niemand sagen. Leider sind es allein auf dem Boden des Christentums so viele, daß die Nachschlagewerke, die sich mit Sekten befassen, inzwischen dicke Bücher wurden.

Auf eine unter den vielen Sekten möchten wir hier kurz eingehen, und zwar nicht wegen ihrer Größe und Verbreitung, sondern wegen ihrer Gefährlichkeit.

Wer von uns kennt nicht jene Menschen, die mit Eifer für ihre Organisation, die "Wachturm-Gesellschaft", von Tür zu Tür gehen, um ihre Zeitschriften und Bücher voller Irrtümer den Leuten zum Verkauf anzubieten?

Der Apostel Paulus sah ihr Auftreten voraus und schreibt über solche Menschen schon in seinem zweiten Brief an Timotheus, Kapitel 3, Verse 5-9.

Sieben Punkte seien hier erwähnt, in denen die "Zeugen Jehovas" grundlegend irren:

  1. Sie leugnen die göttliche Dreieinheit (Matthäus 3,16.17; 28,19; Johannes 14,16; 15,26; Apostelgeschichte 7,55; 2. Korinther 13,13).
  2. Sie leugnen die Gottheit Christi (Johannes 20,28; Kolosser 2,9; Titus 2,13; Philipper 2,6).
  3. Sie leugnen die leibliche Auferstehung Christi (Lukas 24; 1. Korinther 15; Römer 10,9).
  4. Sie leugnen die Unsterblichkeit der Seele (Matthäus 10,28; Lukas 16,19-31; Offenbarung 6,9.10).
  5.  Sie leugnen die Hölle und das ewige Gericht (Matthäus 5,29; 25,41; Markus 9,41-50; Offenbarung 20,10).
  6. Sie leugnen, daß dem Herrn Jesus Anbetung gebührt (Matthäus 28,9,17; Philipper 2,10.11; Hebräer 1,6).
  7. Sie leugnen, daß der Mensch nur durch Buße, Bekehrung und Wiedergeburt ewiges Leben empfängt. (Der Heilsweg der "Zeugen Jehovas" heißt: Anerkennung ihrer "theokratischen Organisation". Das Kreuz Christi und Sein Blut sind ihnen bedeutungslos. Heilsgewissheit gibt es bei ihnen nicht und deshalb natürlich auch keine Anbetung in Geist und Wahrheit. Johannes 3,5-7; 4,23.24; 1. Thessalonicher 1,9.10; 1. Johannes 5,11-13).

Auch ihre Bibel, die "Neue-Welt-Übersetzung", ist an vielen Stellen eine glatte Fälschung. Hier hat man den Bibeltext ihren Lehrmeinungen angepaßt. Einige markante Beispiele sind: 2. Mose 3,13-15; Psalm 45,6;Johannes 1,1.14; 5,24.25; 8,58; Römer 3,24; 9,5; 2. Korinther 5,19; Kolosser 1,16-20; 2,9; Hebräer 1,8; 2. Petrus 1,1; 1. Johannes 4,1; 5,20.

In Lukas 23,43 gibt man den Worten Jesu durch eine falsche Interpunktion bewußt eine andere Bedeutung: Es heißt richtig: (Luther-Übers. + Elberf. Übers.): "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein"; falsch (NWÜ): "Wahrlich, ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradiese sein." (gemeint ist laut "Wachturm 4/87" natürlich ein irdisches Paradies)

Von weiteren falschen Lehren, die zum Teil auch von großen und angesehenen Konfessionen vertreten werden, seien nachstehend einige genannt:

  1. Daß ein Mensch sich anmaßt, Stellvertreter Christi auf Erden zu sein - ausgestattet mit Unfehlbarkeit, wenn er in amtlicher Eigenschaft spricht (erst 1870 zum Dogma erhoben). Der Stellvertreter Christi auf Erden ist nach dem Zeugnis der Bibel der Heilige Geist. Siehe Johannes 14,26; 15,26; 16,13-15.
  2. Die Rechtfertigung des Sünders durch eigene Taten (Werke).

    Die Bibel dagegen sagt: "Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, auf daß niemand sich rühme" (Epheser 2,8.9).
  3.  Die Anrufung von sogenannten "Heiligen" bzw. Maria als "Mutter Gottes" zum Mittlerdienst zwischen Gott und Menschen.

    Die Bibel sagt: "Denn Gott ist einer und einer Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gab zum Lösegeld für alle ..." (1. Timotheus 2,5-6).
  4. Das Bezahlen und Lesen von Messen, wodurch den Verstorbenen im "Fegfeuer" Linderung und Abkürzung ihrer Leiden verschafft werden soll. Von einem "Fegfeuer" lesen wir nichts in der Bibel. Es ist eine der lukrativsten Einnahmequellen für diese Religionsgemeinschaft. Viele Hinterbliebene haben im Lauf der Zeit Miiliarden bezahlt, um ihre lieben Verstorbenen aus dem Fegfeuer zu befreien, Milliarden, die nur die "große Hure" reich gemacht, aber niemals jemanden aus dem angeblichen Läuterungsort befreit haben (Offenbarung 17,1-6).
  5. Die Ohrenbeichte.
    Auch davon steht nichts in der Heiligen Schrift. Sie ist eine Erfindung von Menschen; auf diesem Weg sucht man Macht über andere Menschen zu bekommen. Leider sind durch diese Einrichtung schon viele Priester tief in Sünde gefallen. Jeder Mensch kann durch Gebet direkt Gott nahen (Psalm 32,5; Lukas 18,9-14; 1. Korinther 11,28).
  6. Die Verehrung von Bildern und Reliquien.
    (Beachte das 2. Gebot in 2. Mose 20,4)
  7. Die Behauptung, die christliche Taufe führe zur Erlangung von Gnadengütern wie:
    a) Rechtfertigung (diese geschieht aus Glauben - Galater 2,16)

    b) Wiedergeburt (diese kommt durch das Wort Gottes und den Heiligen Geist zustande; 1. Petrus 1,23; Titus 3,5; Johannes 3,5)

    c) Gotteskindschaft (jeder Mensch muß den Herrn Jesus ganz persönlich aufnehmen; Johannes 1,12)

    d) ewiges Leben (wird durch persönlichen Glauben an den Sohn Gottes in Verbindung mit Buße und Bekehrung erlangt; Johannes 3,16; 1. Johannes 1,9)

    e) Heiligung bzw. Reinigung (ist nur durch ein klares Sündenbekenntnis - 1. Johannes 1,9 - und durch persönliche Absonderung von moralisch und lehrmäßig bösen Dingen zu erlangen - 2. Korinther 6,17.18)
  8. Die irrige Auffassung, daß uns durch die Teilnahme am Abendmahl der Trost der Sündenvergebung zuteil wird. Das Abendmahl ist, wie uns der Herr Jesus in den ersten drei Evangelien bezeugt - und der Apostel Paulus bestätigt das in 1. Korinther 11,24 - ein Gedächtnismahl.

    An diesem können nur gläubige Menschen teilnehmen. Sie verkündigen damit den Tod des HERRN und geben der Einheit des einen Leibes Ausdruck (1. Korinther 10,16.17).

    Sündenvergebung erlangt man nur auf dem Weg der aufrichtigen Buße*), verbunden mit einen Sündenbekenntnis - Apostelgeschichte 2,38; 3,19; 17,30; 1. Johannes 1,7.9. Den Begriff "Bußübungen" zur Erlangung der Seligkeit kennt die Bibel nicht.

Ist nicht gerade die falsche Auslegung über Taufe und Abendmahl dafür verantwortlich, daß es heute so viele tote Bekenner (Namenschristen) gibt?

Wie notwendig ist daher besonders in unserer Zeit die Verkündigung eines klaren Evangeliums, damit Menschen errettet werden und frei werden von Sekten und Irrlehren.

"Errettet die zum Tode geschleppt werden, und die zur Würgung hinwanken, o halte sie zurück!" (Sprüche 24,11)

"... und wie neugeborene Kindlein seid begierig nach der vernüftigen, unverfälschten Milch, auf daß ihr durch dieselbe wachset zur Errettung ..." (1. Petrus 2,2)

Wenn in unseren Tagen wahrhaft wiedergeborene Menschen zu dem zurückkehren, was von Anfang war (1. Johannes 2,24), handel sie im Gehorsam gegen die Heilige Schrift.

  1. Sie gehen konsequenterweise (weil die Schrift es so sagt) aus den von Menschen geschaffenen religiösen Systemen hinaus, in denen an Irrlehren festgehalten wird - 2. Korinther 6,14-18.
  2. Sie gründen aber keine neue Kirche, denn die wahre Kirche besteht ja schon seit beinahe zweitausend Jahren.
  3. Sie erheben nicht den Anspruch, die allein wahre Kirche zu sein, denn diese wird aus allen wiedergeborenen Christen auf der Erde gebildet, gleich welcher Benennung sie vielleicht noch angehören. Die gläubigen Christen an einem Ort sind der örtliche Ausdruck der einen wahren Kirche (1. Korinther 1,1; 12,27).
  4. Sie geben aber in ihren Zusammenkünften beim Gedächtnismahl durch das Brechen des Brotes der von Gott geschaffenen Einheit des einen Leibes Ausdruck - 1. Korinther 10,16.17.
  5. Sie legen sich selbst keinen Namen zu. Gott kennt keine Katholiken oder Protestanten, keine Darbysten, Baptisten, Methodisten etc., sondern nur Christen (Apostelgeschichte 11,26).

    Sie versammeln sich einfach nach Matthäus 18,20 zu dem Namen Jesu hin und halten an den vier Grundelementen des christlichen Glaubens nach Apostelgeschichte 2,42 fest, wie es die ersten Christen taten: "Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten."
  6. Sie haben keine Ältesten und Prediger angestellt, sondern überlassen dem Heiligen Geist, als dem Stellvertreter auf Erden, die Leitung für den Dienst in den Zusammenkünften - Johannes 14,26; 15,26; 16,7.13.14.15.
  7. Sie führen auch keine Mitgliedsverzeichnisse. Die Heilige Schrift spricht nicht von Mitgliedschaft. Sie kennt nur eine Gliedschaft: Alle wahren Kinder Gottes gehören zur Brautgemeinde Jesu und sind Glieder Seines Leibes (Römer 12,4.5; 1. Korinther 12,12-14; Epheser 4,25; 5,30).

Wenn Christen aus der religiösen Verwirrung unserer Tage zu den Grundsätzen des Wortes Gottes zurückgefunden haben, sollte man sie nicht als Sektierer bezeichnen.

Man sollte vielmehr unter Gebet Gottes Wort untersuchen, um zu erkennen, welches der rechte Platz ist, den ein gläubiger Christ einzunehmen hat. Dabei werden uns in der Apostelgeschichte die Juden in Beröa als ein nachahmenswertes Beispiel vorgestellt.

"Diese aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf, indem sie täglich die Schriften untersuchten, ob dies sich also verhielte" (Apostelgeschichte 17,11).

Den Gläubigen aber, die den Platz nach den Gedanken Gottes bereits kennen, sei mit allem Nachdruck gesagt:

"Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist, da du weißt, von wem du gelernt hast ... Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, auf daß der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke völlig geschickt" (2. Timotheus 3,14.16).

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