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E+E 1959
Offenbarung 3,20
Das Buch, das Johannes schreiben mußte, zeigt den Empfängern, wie der Herr die einzelnen Versammlungen beurteilte, in deren Mitte Er wandelte. Der seistliche Zustand der sieben angeredeten Versammlungen war verschieden. Die Reihenfolge und die Weise, in der sie angesprochen werden, entspricht der geistlichen Entwicklung, welche die Kirche im Verlauf der Geschichte seit den Tagen der Apostel genommen hat und bis zum Kommen des Herrn nehmen wird. Nun hätte der Herr erwarten können, daß in Seiner Kiche gmäß der durch den Heiligen Geist vermehrten Erkenntnis auch vermehrte Freude, Treue und Liebe gefunden worden wäre. Doch leider ist das Gegenteil der Fall gewesen.
Die erste Klage des Herrn: "Du hast deine erste Liebe verlassen", wurde nicht beachtet. Der Mensch nahm immer mehr die Stelle ein, die allein dem Herrn gebührt. So war es schon von jeher: Was irgend Gott dem Menschen anvertraute, verdarb er. Fünf der sieben Versammlungen mußte der Herr tadeln und warnen. Und doch sank der allgemeine Zustand immer tiefer. Der Herr, der "inmitten der sieben goldenen Leuchter" wandelte, wurde immer mehr verdrängt. Heute stehen wir nahe am Ende des Zeitabschnittes der Kirche, und der Herr steht draußen, weil Er in der abtrünnigen Christenheit keinen Platz mehr hat. Aber Sein Erbarmen ist noch nicht zu Ende. Noch ist Er der Retter und klopft bei dem einzelnen an und bittet, Ihm die Tür zu öffenen und Ihn einzulassen. Er will mit ihm das Abendbrot, die letzte Mahlzeit vor der kommenden Nacht, essen. Mögen Ihm noch viele diesen Wunsch erfüllen!
Quelle: "Der Herr ist nahe"
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