2. Korinther 5,20

Lasst euch versöhnen mit Gott!
 

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Der Admin

Zum Nachdenken!

"Jede Verbindung mit der Welt hindert uns daran, die Welt zu überwinden".

J. N. D.
E+E 1959

Was aber ...

... sind nun Sekten und Irrlehren?

Entgegen vieler falscher Erklärungen muß deutlich gesagt werden, daß nicht die Größenordnung einer Gruppe ausschlaggebend ist für die Bezeichnug "Sekte". Sekte bedeutet nicht "kleine Gemeinschaft"! Typisch für alle Sekten ist, daß bei ihrer Entstehung immer der menschliche Eigenwille in irgendeiner Form tätig ist und daß gewisse Lehrpunkte übertrieben betont oder aus ihrem biblischen Zusammenhang gerissen werden (vgl. Galater 5,19.20: 2. Petrus 2,1; Titus 3,10). Sekten sind insbesondere jene religiösen Vereinigungen, die behaupten, alleinseligmachend zu sein, d. h. Menschen könnten nur durch Mitgliedschaft bzw. Mitarbeit bei ihnen ewiges Heil erlangen. Glaubenslehren und -aussagen, die vor dem Zeugnis der Bibel nicht bestehen können, müssen wir als falsche Lehren, ja oft sogar als Irrlehren bezeichnen. Um der Wahrheit willen und wegen geistlichen Gefahren, die von Sekten ausgehen, sei hier ernstlich davor gewarnt. Wir möchten dies aber mit geistlichen und geistigen Waffen tun. Jede andere Form derAuseinandersetzung kann vor Gott nicht bestehen.

"Ich ermahne euch aber, Brüder, daß ihr achthabet aus die, welche Zwiespalt und Ärgernis anrichten, entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und wendet euch von ihnen ab. Denn solche dienen nicht unserem Herrn Christus, sondern ihrem eigenen Bauche, und durch süße Worte und schöne Reden verführen sie die Herzen der Arglosen." (Römer 16, 17.18)

Wieviele Sekten es heutzutage gibt, kann niemand sagen. Leider sind es allen auf dem Boden des Christentums so viele, daß die Nachschlagewerke, die sich mit Sekten befassen, inzwischen dicke Bücher wurden. Auf eine unter den vielen Sekten möchten wir hier kurz eingehen, und zwar nicht wegen ihrer Größe und Verbreitung, sondern wegen ihrer Gefährlichkeit. Wer von uns kennt jene Menschen nicht, die mit Eifer für ihre Organisation, die "Wachturm-Gesellschaft", von Tür zu Tür gehen, um ihre Zeitschriften und Bücher voller Irrtümer den Leuten zum Verkauf anzubieten? Der Apostel Paulus sah ihr Auftreten voraus und schreibt über solche Menschen schon in seinem zweiten Brief an Timotheus, Kapitel 3, Vers 5-9. Sieben Punkte seien hier erwähnt, in denen die "Zeugen Jehovas" grundlegend irren:

  1. Sie leugnen die göttliche Dreieinheit (Matthäus 3,16.17; 28,19; Johannes 14,16; 15,26; Apostelgeschichte 7,55; 2. Korinther 13,13).
  2. Sie leugnen die Gottheit Christi (Johannes 20,28; Kolosser 2,9; Titus 2,13; Philipper 2,6).
  3. Sie leugnen die leibliche Auferstehung Christi (Lukas 24; 1. Korinther 15; Römer 10,9).
  4. Sie leugnen die Unsterblichkeit der Seele (Matthäus 10,28; Lukas 16, 19-31; Offenbarung 6,9.10).
  5. Sie leugnen die Hölle und das ewige Gericht (Matthäus 5,29; 25,41; Markus 9,41-50; Offenbarung 20,10).
  6. Sie leugnen, daß dem Herrn Jesus Anbetung gebührt (Matthäus 28,9.17; Philipper 2,10.11; Hebräer 1,6).
  7. Sie leugnen, daß der Mensch nur durch Buße, Bekehrung und Wiedergeburt ewiges Leben empfängt. (Der Heilsweg der "Zeugen Jehovas" heißt: Anerkennung ihrer "theokratischen Organisation". Das Kreuz Christi und Sein Blut sind ihnen bedeutungslos. Heilsgewißheit gibt es bei ihnen nicht und deshalb natürlich auch keine Anbetung in Geist und Wahrheit. Johannes 3,5-7; 4,23.24; 1. Thessalonicher 1,9.10; 1. Johannes 5,11-13).

Auch ihre Bibel, die "Neue-Welt-Übersetzung", ist an vielen Stellen eine glatte Fälschung. Hier hat man den Bibeltext ihren Lehrmeinungen angepaßt. Einige markante Beispiele sind: 2. Mose 3,13-15; Psalm 45,6; Johannes 1,1.14; 5,24.25; 8,58; Römer 3,24; 9,5; 2. Korinther 5,19; Kolosser 1,16-20; 2,9; Hebräer 1,8; 2. Petrus 1,1; 1. Johannes 4,1; 5,20. In Lukas 23,43 gibt man den Worten Jesu durch eine falsche Interpunktion bewußt eine andere Bedeutung: Es heißt richtig: (Luther-Übers. + Elberf. Übers.): "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradiese sein"; falsch (NWÜ): "Wahrlich, ich sage dir heutr: Du wirst mit mir im Paradiese sein." (gemeint ist laut "Wachturm 4/87" natürlich ein irdisches Paradies) Von weiteren falschen Lehren, die zum Teil auch von großen und angesehenen Konfessionen vertreten werden, seien nachstehend einige genannt:

  1. Daß ein Mensch sich anmaßt, Stellvertreter Christi auf Erden zu sein - ausgestattet mit Unfehlbarkeit, wenn er in amtlicher Eigenschaft spricht (erst 1870 zum Dogma erhoben). Der Stellvertreter Christi auf Erden ist nach dem Zeugnis der Bibel der Heilige Geist. Siehe Johannes 14,26; 15,26;16,13-15.
  2. Die Rechtfertigung des Sünders durch eigene Taten (Werke).Die Bibel dagegen sagt: "Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens; und das nicht aus eich, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, auf daß niemand sich rühme" (Epheser 2,8.9).
  3. Die Anrufung von sogenennten "Heiligen" bzw. Maria als "Mutter Gottes" zum Mittlerdienst zwischen Gott und Menschen.Die Bibel sagt: "Denn Gott ist einer und einer Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gab zum Lösegeld für alle ..." (1. Timotheus 2,5-6).
  4. Das Bezahlen und Lesen von Messen, wodurch den Verstorbenen im "Fegfeuer" Linderung und Abkürzung ihrer Leiden verschafft werden soll. Von einem "Fegfeuer" lesen wir nichts in der Bibel. Es ist eine der lukrativsten Einnahmequellen für diese Religionsgemeinschaft. Viele Hinterbliebene haben im Lauf der Zeit Milliarden bezahlt, um ihre lieben Verstorbenen aus dem Fegfeuer zu befreien, Milliarden, die nur die "große Hure" reich macht, aber niemals jemanden aus dem angeblichen Läuterungsort befreit haben (Offenbarung 17,1-6).
  5. Die Ohrenbeichte. Auch davon steht nichts in der Heiligen Schrift. Sie ist eine Erfindung von Menschen; auf diesem Weg sucht man Macht über andere Menschen zu bekommen. Leider sind durch diese Einrichtung schon viele Priester tief in Sünde gefallen. Jeder Mensch kann durch Gebet direkt Gott nahen (Psalm 32,5; Lukas 18,9-14; 1. Korinther 11,28).
  6. Die Verehrung von Bildern und Reliquien. (Beachte das 2. Gebot in 2. Mose 20,4)
  7. Die Behauptung, die christliche Taufe führe zur Erlangung von Gnadengütern wie: a) Rechtfertigung (diese geschieht aus Glauben - Galater 2,16) b) Wiedergeburt (Diese kommt durch das Wort Gottes und den Heiligen Geist zustande; 1. Petrus 1,23; Titus 3,5; Johannes 3,5) c) Gotteskindschaft (Jeder Mensch muß den Herrn Jesus ganz persönlich aufnehmen; Johannes 1,12) d) ewiges Leben (wird durch persönlichen Glauben an den Sohn Gottes in Verbindung mit Buße und Bekehrung erlangt; Johannes 3,16; 1. Johannes 1,9) e) Heiligung bzw. Reinigung (ist nur durch ein klares Sündenbekenntnis - 1. Johannes 1,9 - und durch persönliche Absonderung von moralisch und lehrmäßig bösen Dingen zu erlangen - 2. Korinther6,17.18)
  8. Die irrige Auffassung, daß uns durch die Teilnahme am Abendmahl der Trost der Sündenvergebung zuteil wird. Das Abendmahl ist, wie uns der Herr Jesus in den ersten drei Evangelien bezeugt - und der Apostel Paulus bestätigt das in 1. Korinther 11,24 - ein Gedächtnismahl. An diesem können nur gläubige Menschen teilnehmen. Sie verkündigen damit den Tod des HERRN und geben der Einheit des einen Leibes Ausdruck (1. Korinther 10,16.17) Sündenvergebung erlangt man nur auf dem Weg der aufrichtigen Buße *), verbunden mit einen Sündenbekenntnis - Apostelgeschichte 2,38; 3,19; 17,30; 1. Johannes 1,7-9. Den Begriff "Bußübungen" zur Erlangung der Seligkeit kennt die Bibel nicht. *) Buße = Sinnesänderung, innere Umkehr und bewußte Hinwendung zu Gott.

Ist nicht gerade die falsche Auslegung über Taufe und Abendmahl dafür verantwortlich, daß es heute so viele tote Bekenner (Namenschristen) gibt? Wie notwendig ist daher besonders in unserer Zeit die Verkündigung eines klaren Evangeliums, damit Menschen errettet werden und frei werden von Sekten und Irrlehren!

"Errette die zum Tode geschleppt werden, und die zur Würgung hinwanken, o halte sie zurück!" (Sprüche 24,11)

"... und wie neugeborene Kindlein seid begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch, auf das ihr durch dieselbe wachset zur Errettung ---" (1. Petrus 2,2)

Wenn in unseren Tagen wahrhaft wiedergeborenen Menschen zu dem zurückkehren, was von Anfang war (1. Johannes 2,24), handeln sie im Gehorsam gegen die Heilige Schrift.

  1. Sie gehen konsequenterweise (weil die Schrift es so sagt) aus den von Menschen geschaffenen religiösen Systemen hinaus, in denen an Irrlehren festgehalten wird - 2. Korinther 6,14-18).
  2. Sie gründen aber keine neue Kirche, denn die wahre Kirche besteht ja schon seit beinahe zweitausend Jahren.
  3. Sie erheben nicht den Anspruch, die allein wahre Kirche zu sein, denn diese wird aus allen wiedergeborenen Christen auf der Erde gebildet, gleich welcher Benennung sie vielleicht noch angehören. Die gläubigen Christen an einem Ort sind der örtliche Ausdruck der einen wahren Kirche (1. Korinther 1,1; 12,27).
  4. Sie geben aber in ihren Zusammenkünften beim Gedächtnismahl durch das Brechen des Brotes der von Gott geschaffenen Einheit des einen Leibes Ausdruck - 1. Korinther 10,16.17).
  5. Sie legen sich selbst keinen Namen zu. Gott kennt keine Katholiken oder Protestanten, keine Darbysten, Baptisten, Methodisten ect., sondern nur Christen (Apostelgeschichte 11,26). Sie versammeln sich einfach nach Matthäus 18,20 zu dem Namen Jesu hin und halten an den vier Grundelementen des christlichen Glaubens nach Apostelgeschichte 2,42 fest, wie es die ersten Christen taten: "Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten."
  6. Sie haben keine Ältesten und Prediger angestellt, sondern überlassen dem Heiligen Geist, als dem Stellvertreter Christi auf Erden, die Leitung für den Dienst in den Zusammenkünften - Johannes 14,26; 15,26; 16,7.13.14.15
  7. Sie führen auch keine Mitgliederverzeichnisse. Die Heilige Schrift spricht nicht von Mitgliedschaft. Sie kennt nur eine Gliedschaft: Alle wahren Kinder Gottes gehören zur Brautgemeinde Jesu und sind Glieder Seines Leibes (Römer 12,4.5; 1. Korinther 12,12-14; Epheser 4,25; 5,30).

Wenn Christen aus der religiösen Verwirrung unserer Tage zu den Grundsätzen des Wortes Gottes zurückgefunden haben, sollte man sie nicht als Sektierer bezeichnen. Man sollte vielmehr unter Gebet Gottes Wort untersuchen, um zu erkennen, welches der rechte Platz ist, den ein gläubiger Christ einzunehmen hat. Dabei werden uns in der Apostelgeschichte die Juden in Beröa als ein nachahmenswertes Beispiel vorgestellt.

"Diese aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitschaft das Wort auf, indem sie täglich die Schriften untersuchten, ob dies sich also verhielte" (Apostelgeschichte 17,11).

Den Gläubigen aber, die den Platz nach den Gedanken Gottes bereits kennen, sei mit allem Nachdruck gesagt:

"Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und wovon du völlig überzeugt bist, da du weißt, von wem du gelernt hast ... Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, auf daß der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke völlig geschickt" (2. Timotheus 3,14.16).

Quelle: "Sekten und Irrlehren" eine Verteilschrift von R. Henn Verlag: Ernt-Paulus-Verlag (EPV), D-67434 Neustadt

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