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E+E 1959
Jeder Mensch hat ein gewisses Suchen und Sehnen im Herzen, das er meistens nicht mit Worten beschreiben kann. Die einen wollen es in der Arbeit und Erlangung von materiellen Gütern, andere durch geistige Werte befriedigen. Wieder andere versuchen es mit der Religion.
Doch bei der Vielzahl der Religionen und ihren verwirrenden Eigenheiten erhebt sich die Frage: entspricht eine davon dem wirklichen Bedürfnis der Menschen? Wer mit aufrichtigem Herzen Gott sucht, mag wohl mit Recht fragen: Warum finde ich Gott nicht in der Religion der Moslems, der Hindu, der Buddisten und in vielen neuen Religionen?
Alle Religionen sind ein Beweis dafür, dass der Mensch das Bewusstsein von der Existenz Gottes in sich trägt, dem er Rechenschaft schuldig ist. Durch die Ausübung irgendeiner Religion sucht er Gott günstig für sich zu stimmen. Das haben Islam, Hinduismus, Buddhismus und die vielen übrigen von Menschen erfundenen Religionen gemeinsam. Sie stellen Regeln auf, durch die sie ihren vermeintlichen Gott zu befriedigen hoffen. Das ist eine Bestätigung des Wortes Gottes: "Auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt" (Prediger 3,11). Außerdem stellt es einen Beweis dafür dar, dass der Mensch eine unsterbliche Seele besitzt, die sein wichtigstes Unterscheidungsmerkmal vom Tier ist.
Das unbewusste Verlangen nach der Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott kann aber durch keine menschliche Religion - auch nicht durch eine christliche - gestillt werden. Jeder Aufrichtige muss bekennen, dass durch religiöse Übungen niemand den allein wahren Gott, noch Frieden oder Ruhe für sein anklagendes Gewissen gefunden hat. Im Gegenteil, dadurch wird die Unruhe des Herzens immer größer und das Verlangen nach Frieden und Geborgenheit nur vermehrt.
Der Mensch braucht in seinem Leben mehr als Regeln für Moral und Religion. Er mag sich noch so sehr bemühen, diese zu erfüllen, und sogar seinen ganzen Besitz und vielleicht sein Leben dafür hingeben. Er wird dadurch nicht die wahre Glückseligkeit erlangen. Mancher, der Gottes Ansprüche an sich anerkennt, sucht durch gute Werke Gott versöhnlich zu stimmen. So ist der Buddhismus eigentlich nichts anderes als ein qualvolles Sich-Abmühen, um Gott zu finden. Dabei wird das, was der Buddhist sucht, nicht einmal Gott genannt.
Ebenso fordert der Islam das Befolgen von Vorschriften, die den Menschen nicht näher zu Gott bringen. Auch diechristlichen Religionen versprechen dem Menschen einen gnädigen Gott als Lohn für Gutsein und Anstrengungen. Aber um Gott zu finden und mit Ihm versöhnt zu werden, braucht man mehr. Ein Mensch, der durch die Sünde von Gott getrennt ist, kann dem allein wahren, heiligen und gerechten Gott nichts vorweisen.Seine vermeintliche eigene Gerechtigkeit ist vor den alles durchdringenden Strahlen der Heiligkeit des ewigen Gottes nichts anderes als Sünde und kann vor Ihm nicht bestehen.
Der Mensch braucht mehr als Vorschriften und Gebote, er braucht Vergebung. Die Sünden trennen ihn von Gott, beunruhigen und quälen sein Gewissen und bringen ihn in die ewige Verdammnis. Jesus Christus, der Sünderheiland, stillt allein alles Sehnen des unruhigen Gewissens. Erst durch ihn bekommt das Leben Sinn und Inhalt. Der lebendige, allein wahre Gott ist die Quelle des Lebens und vermag ewiges Leben zu geben.
Vor zweitausend Jahren geschah in Bethlehem ein einmaliges, wunderbares Ereignis: Gott kam zu den Mensch. Als der Engel den Hirten zurief: "Siehe, ich verkündige euch große Freude" (Lukas 2,10), kam der Sohn Gottes zu den armen Menschen hier auf diese Erde. Es war sein liebendes Verlangen, die Menschen von Schuld und Sünde zu erlösen und sie dem Vaterherzen Gottes als geliebte Kinder zuzuführen. Er wollte sie für alle Ewigkeit bei sich im himmlischen Vaterhaus haben. Von sich aus kann keiner zu Gott kommen, deshalb kam Er selbst in seiner Liebe zu den Menschen.
Religionen sind Weltanschauungen, die den Menschen keinen Schritt dem wahren Gott näher bringen. Man hat dem Geschöpf vielfach den Platz des Schöpfers gegeben (vergl. Römer 1,21-23). Einzig und allein im Christentum haben wir die volle Offenbarung des lebendigen Gottes. "Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat ihn kundgemacht" (Johannes 1,18). "Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes" (1. Korinther 2,11). Das Christentum ist gekennzeichnet durch den Sohn Gottes und den Geist Gottes, also durch den Herrn Jesus Christus und den Heiligen Geist. Sie haben uns die volle Offenbarung des großen, allmächtigen Gottes gebracht, der Licht und Liebe ist.
Wahres Christentum ist daher keine Religion, sondern die frohe Botschaft Gottes über seinen Sohn. Es ist das Evangelium Gottes, Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden. "Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin offenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben stehe: Der Gerechte aber wird aus Glauben leben" (Römer 1,16.17). Darin liegt der gewaltige Unterschied zwischen den menschlichen Religionen und dem wahren Christentum. Auf der einen Seite stehen vergebliche Anstrengungen des Menschen, auf der anderen Seite die wunderbare Person des Sohnes Gottes, der für den Menschen gehandelt hat. Das Christentum ist keine Sittenlehre und sagt uns nicht, wie wir uns selbst bessern können. Es ist auch keine Organisation von religiösen Menschen oder verschiedenen christlichen Religionen. Echrs, biblisches Christentum ist etwas ganz anderes, nämlich die Lehre Gottes über seinen Sohn, den Herrn Jesus Christus. Einst redete Gott im Alten Testament durch die Propheten und jetzt spricht Er zu uns in seinem Sohn.
Dieser Sohn Gottes ist der einzige Mittler zwischen Gott und den Menschen. Er hat den Vater kundgemacht, der Ihn gesandt hat. Durch Ihn lässt der Vater den Menschen sagen, dass nur in seinem Sohn das Heil zu finden ist. Er sagt aber auch, dass dieses Heil auf Golgatha errungen wurde, als der Sohn Gottes für den sündigen, schuldigen Menschen sein Leben im Gericht Gottes als Lösegeld gab.
Im wahren, biblischen Christentum zeigt Gott den Menschen aber auch ihr Leben ohne Gott und ihr Ende ohne Gott. Christentum ist deshalb auch kein Gegenstand für wissenschaftliche Forschungen, sondern nur für Suchende, Heilsverlangende, für Seelen, die nach göttlicher Gerechtigkeit hungern und dürsten (Matthäus 5,6).
Um ein Christ zu werden, genügt es nicht, religiös zu sein oder ein christliches Bekenntnis zu haben. Religiöse Übungen, Sakramente oder Zugehörigkeit zu einer christlichen Vereinigung machen noch keinen wahren Christen aus. Christsein lässt sich nicht vererben oder mit Geld erkaufen. Wer "christlich" ist, ist noch kein Christ. Auch durch eigene Werke kann man kein wahrer Christ werden. "Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde", so sagte einst der Sohn Gottes zu Nikodemus, dem Lehrer Israels (Johannes 3,3). Er erklärte ihm bei dieser Gelegenheit, dass es durch die Wirksamkeit des Wortes Gottes und des Geistes Gottes geschehen muss. Dass ER, der sowohl wahrhaftiger Gott als auch vollkommener Mensch ist, am Kreuz sterben muss, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe (Johannes 3,14.15).
Gott inseiner Liebe bewog es, seinen Sohn zu geben, "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe (Johannes 3,16).
Das tat Gott für den Menschen! Lieber Leser, was haben Budda, Mohammed oder irgendein anderer menschlicher Religionsstifter für die Menschen getan? Lassen Sie sich durch den Glauben an den Herrn Jesus Christus die Augen öffnen, um das wahre Christentum zu erkennen! Dann werden Sie gern seine Herrschaft als Herr in allen Belangen des täglichen Lebens anerkennen uns sich Ihm im Glauben mit Leib, Seele und Geist anvertrauen. Es gibt viele, die wohl an religiöse Handlungen teilnehmen und die christlichen Vorrechte beanspruchen. Wer aber nicht von neuem geboren ist, hat kein Leben aus Gott und besitzt nicht Gottes Geist. Daher hat er auch kein Verständnis für sein Wort und das, was einen wahren Christen ausmacht. Wer Christi Geist besitzt, hat das Bedürfnis, das zu befolgen, was Er in seinem Wort von den Seinen wünscht. Das besondere Vorrecht, den Namen des Sohnes Gottes zu tragen, ist auch mit besonderer Verantwortung verbunden. Es gilt, die Gesinnung Christi zu haben und sich von allem fern zu halten, was eines Christen unwürdig ist. "Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein" (Römer 8,9).
Die wahren Christen leben heute inmitten einer christuslosen Christenheit. Doch stehen sie nicht etwa auf verlorenen Posten, denn sie wissen, dass sie hier nur Gäste sind und einer besseren Zukunft entgegengehen. Ihr Leben als Fremdlinge auf dieser Erde geht bald zu Ende; dann werden sie Ihn schauen, dessen Namen sie hier tragen dürfen. Furchtbar wird jedoch das Erwachen derer sein, die den Namen Christi nur der Form nach getragen haben. Sie waren christlich, hatten aber keinen Christus. Sie wussten von einem Retter, haben sich aber nie retten lassen. Sie wussten von einem Himmel, liebten aber die Erde mehr. Sie hatten Kenntnis vom Gericht und von der Gnade und Liebe Gottes, aber sie haben die vergebende Gnade nie angenommen. Sie hatten zwar die Lampe der christlichen Religion, aber ihnen fehlte das Öl, d.h. sie besaßen nicht den Heiligen Geist, der das Siegel des rettenden Glaubens ist (Epheser 1,13). Wenn die Tür der Gnade verschlossen ist, werden sie gleich den törichten Jungfrauen hören müsse: "Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht" Matthäus 25,12). Zählen Sie noch zu dieser Gruppe von Menschen?
Nicht religiöse Benennungen, wie Islam, Buddhismus oder formales Christentum führen in die lebendige Gemeinschaft mit Gott, sondern einzig und allein die Buße und der Glauben an den gekreuzigten, gestorbenen, begrabenen und auferstandenen Herrn und Heiland Jesus Christus. Allein sein Name schenkt Sicherheit für dieses Leben und die Ewigkeit. Es genügt nicht, als Christ irgendwo in Mitgliedslisten registriert zu sein, sondern der Name eines jeden muss bei Gott angeschrieben sein. Um religiös zu sein, brauchen Sie nur Lebensregeln, doch um ein wahrer Christ zu sein, benötigen Sie den Herrn Jesus Christus selbst. Wer Ihn besitzt, hat das Höchste hier auf der Erde erreicht. Alle Namen dieser Welt werden vergehen, doch dieser eine kostbare Name bleibt in Ewigkeit. Diesen Namen hier in dieser Welt tragen zu dürfen, ist die höchste Auszeichnung, die ein Mensch erlangen kann. Glückselig ist jeder, der diesen kostbaren Namen liebt und in Wahrheit trägt.
"Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an; so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben"(Johannes 1,11.12).

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