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E+E 1959
Sprüche 28, 13
Eine Zeitung aus Göttingen berichtet:
Ein 29 Jahre alter Bankräuber hat sich sechs Jahre nach dem Überfall auf eine Sparkasse freiwillig der Justiz gestellt. Er könne nicht länger mit der Schuld leben, erklärte er. Er habe schon einen anderen Bankraub auf dem Gewissen und dafür eine Gefängnisstrafe verbüßt.
Wie kam dieser Mann zur Reue und Einsicht? Dazu sagt er selbst vor Gericht, dass er Christ geworden sei, so dass er heute auf sein vergangenes Leben mit völlig neuen Empfindungen zurückblicke. Für ihn sei das Christentum nicht nur eine Religion, sondern es habe sein ganzes Denken und seine Einstellung zum Leben grundlegend verändert. Alles habe damit begonnen, dass er sich vor die höchste Gerichtsinstanz, die es überhaupt gibt, gestellt gesehen habe - und Gott habe ihm vergeben und ihn begnadigt.
Da möchte man die Stirn runzeln: Seit wann übt Gott Gnade gegen Verbrecher? Vielleicht haben einige unserer Leser diesen jungen Mann, der sich ohne äußere Not selbst auslieferte, im Stillen für verrückt erklärt. Und wie oft finden verkehrte Taten, wenn sie nur den vermeintlich Richtigen treffen, sogar noch den Beifall vieler! Da stellt sich die Frage: Wie ausgeprägt ist das Empfingen für Recht und Unrecht noch in der heutigen Gesellschaft?
Wenn Gott, der höchste Richter, einmal Rechenschaft von den Menschen fordert, wird Er das nach seinen ewig gültigen Maßstäben für Gut und Böse tun.
Doch wer jetzt vor Gott sein Leben aufdeckt und seine Sünden bekennt, ist schon begnadigt und kommt nicht ins Gericht.
Quelle: Der Kalender "Die gute Saat"
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