2. Korinther 5,20

Lasst euch versöhnen mit Gott!
 

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Der Admin

Zum Nachdenken!

"Jede Verbindung mit der Welt hindert uns daran, die Welt zu überwinden".

J. N. D.
E+E 1959

Wie werde ich ein Kind Gottes?

 Ein Bild Böse - Gut

Auf der Seite "Christen oder Kinder Gottes - sind wir doch alle, oder?" habe ich erklärt, dass ein Mensch nicht zum Christen wird, wenn er als kleines Kind von einem Pfarrer in einer Kirche dreimal mit Wasser besprengt wird. 

Aber hier besprechen wir nicht die Taufe nach dem Wort Gottes.

Als Fortsetzung des vorher besprochenen Themas, wollen wir uns darüber unterhalten, wie Gottes Wort uns sagt, dass man ein Kind Gottes oder Christ wird.

Ich weiß, Gott nennt uns in der Bibel Worte, die man unter den Menschen heute nicht mehr gern hört. Da lesen wir z.B. von Sünde, Schuld, Buße, Ungehorsam, Gehorsam u.a.

Manchmal habe ich den Eindruck, es sind richtige Reizworte. Die Menschen reagieren jedenfalls entsprechend.

Nun, Gott nennt die Dinge beim Namen, deshalb tue ich es auch!

Wie alles anfing: Der Sündenfall

"Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert wäre, um Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab auch ihrem Mann mit ihr, und er aß.

(1. Mose 3,6)

Satan hat in seiner Auflehnung gegen Gott viele Engel mitgerissen. Nun suchte er auch die Menschen zu verführen. Er erschien Eva in Gestalt einer Schlange und knüpfte an das einzige Gebot an, das Gott dem Menschen gegeben hatte. Dieses Verbot verdrehte er seinen Zielen entsprechend und überging dabei die Freigebigkeit, mit der Gott den Menschen gesegnet hatte.

Schließlich versprach er dem Menschen, dass er "sein würde wie Gott, erkennend Gutes und Böses", wenn er von der verbotenen Frucht essen würde. Auf diese Weise säte er Zweifel gegenüber der Güte Gottes (1. Mose 2,16; 3,1-5; Offenbarung 12,9).

Eva schenkte dem Versucher Gehör. Und dann kan es zu der verhängnisvollen Kette: Sehen - Begehren - Nehmen. Der Mensch vertraute der Lüge Satans mehr als der Güte Gottes. Er machte eigenmächtigen Gebrauch von seiner Entscheidungsmöglichkeit und übertrat das Gebot Gottes.

Diese Übertretung des Gebotes Gottes und die Missachtung seiner Oberhoheit nennt die Bibel Sünde (vgl. 1. Johannes 3,4).

Tatsächlich wurden dann ihre "Augen aufgetan", und Adam und Eva "erkannten Gutes und Böses" (1. Mose 3,6-7). Hätten sie Gott vertraut und sein Gebot beachtet, dann hätten sie die Versuchung abgewiesen und das Böse objektiv in den Worten des Versuchers erkannt. So aber lernten sie subjektiv in ihrem eigenen Leben kennen, was das Böse ist - und das mit allem schrecklichen Folgen.

Das war das Versagen Adams und Evas. Von da an kam die Sünde in alle Geschlechter der Menschen, und Gott muss in Römer 3,10-12 sagen:

"Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der Gott sucht. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer."

 

Gott hat die Initiative ergriffen

Wieder war es Gott, der den Menschen nicht aufgab. Er hat sich vielmehr in Seiner Liebe offenbarte und das Liebste, Seinen Sohn Jesus Christus, gegeben. Für wem? Darüber sollten wir nachdenken. Wenn wir gelesen haben: "Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der Gott sucht", für wem hat Gott die Initiative ergriffen? Die Antwort ist: Für solche, die nichts von Gott wissen wollten, für solche, die sich in ihren Sünden wohlfühlten, für solche, wie du und ich. Für solche, die seine Feinde waren. Wir, alle Menschen waren hassenswürdig und voller Schuld, ohne Gott in der Welt. Uns allen hat Gott Seine Liebe offenbart:

"Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen (oder: einzigen) Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. Hierin ist die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühnung für unsere Sünden.

(1. Johannes 4,9.10)

Und was tun wir, du und ich? Was tun die Menschen?

Nehmen wir das grosse Geschenk Gottes an? Heute ist noch einen Tag, an dem uns Gott in Seiner Gnade bitte: "Lasst euch versöhnen mit Gott!"

Morgen kann es zu spät sein. Wir kennen das Sprichwort: "Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!" 

In der Apostelgeschichte lesen wir, wie solche, welche die gute Botschaft hörten, die Frage stellten: "Was sollen wir tun, Brüder?" Die Antwort des Apostel Petrus war: "Tut Buße, ... (Apostelgeschichte 2,37.38).

Wenn man diese Stelle liest, dann stellt man fest, dass die Taufe nach der Buße erwähnt wird. Das ist sehr beachtenswert, aber ein anderes Thema.

Buße - Bekehrung - Umkehr zu Gott

"Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen.

(Matthäus 18,3)

Die Bibel erklärt uns, dass der Zustand des in Sünde gefallenen Menschen genau das Gegenteil seines ursprünglichen Zustands ist: Der Tag ist für ihn zur Nacht geworden; seine Moralvorstellungen sind verdunkelt. So betrachtet er seine Feinde als Freunde und seine Freunde als Feinde; er nennt das Gute böse und das Böse gut, und er hält sich für frei und gut, ist aber unfrei und schlecht.

Das Einzige, was nach den Worten der Bibel dem Menschen helfen kann, nämlich die Erlösung durch den Glauben an Jesus Christus, erscheint ihm völlig überflüssig. Er betrachtet Gott als seinen Feind, statt Ihm als seinen besten Freund anzunehmen. Das alles ist die Folge eines inneren Übels, das der Mensch von sich aus nicht überwinden kann. Es ist ein Übel, das ihn blind macht und seinen Willen in eine falsche Richtung lenkt und ihn ins Verderben führt.

Deshalb ist es nötig, dass der Menschen zulässt, dass Gott an seinem Herzen wirkt und ihn völlig umgestaltet. Wer von der Macht der Sünde befreit und vor dem ewigen Verderben errettet werden will, muss seinen moralischen Bankrott anerkennen und sich Gott völlig ausliefern. Das gilt für alle Menschen, jung und alt, arm oder reich. Unbedingt gilt dies auch für solche, die in Häusern von gläubigen Eltern aufwachsen.

Das ist "Bekehrung": sich vor Gott für unfähig erklären, sein eigenes sündiges Wesen zu ändern, und sich dann Ihm anvertrauen, damit Er (Gott) alles neu macht. Das in Sünde gefallene Geschöpf muss zum Schöpfer umkehren, der schuldige Mensch zu seinem Erretter, das verlorene Kind zum Haus des Vaters. - Bekehrung öffnet den Weg zum Heil. Gott antwortet auf ein solches Eingeständnis der Schuld und der Unfähigkeit, indem Er dem Glaubenden die Sünden vergibt und ihn zu seinem Kind macht.

"Wenn aber der Gesetzlose umkehrt von allen seinen Sünden, die er getan hat, und alle meine Satzungen hält und Recht und Gerechtigkeit übt, so soll er gewisslich leben, er soll nicht sterben.

(Hesekiel 18,21)

Wir haben uns in der falschen Richtung bewegt, wir sind in eine Sackgasse geraten - wir sind verloren: Je schneller wir den Weg zurückgehen, desto weniger Zeit geht verloren.

Eine Kehrtwendung: das ist die Bedeutung des Wortes "Bekehrung". Das ist keine Theorie, keine äußere Wiederherstellung, sondern eine totale innere Umwandlung. Jemand, dem es gelingt, sein äußeres Verhalten zu bessern, ist deshalb noch nicht bekehrt. Nein, die Bekehrung ist eine radikale Heilung unseres moralischen Wesens, und natürlich wirkt sich das dann auf unsere ganze Lebensführung aus.

Bekehrung besteht nicht darin, dass man seine Religion wechselt, sondern dass man einen ganz neuen Wertmaßstab annimmt; zu werden, was man vorher nicht war; eine neue Energiequelle zu haben, aber auch andere Hoffnungen und Freundschaften. Sie bedeutet, einen anderen Weg zu wählen, andere Ziele ins Auge zu fassen und sich für einen neuen Herrn einzusetzen. Vorher lebte ich für mich, jetzt lebe ich für Gott. Vorher war ich mit mir selbst zufrieden, jetzt habe ich mein moralisches Elend erkannt. Gestern musste Gott mich verurteilen, heute betrachtet Er mich als gerechtfertigt durch das Erlösungswerk Jesu Christi am Kreuz.

Bekehrung ist ein totaler Wechsel im Denken und Leben. Ein Neubekehrter könnte sagen: "Bisher glaubte ich zu leben, aber jetzt lebe ich wirklich."

Und nun?

"Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und will zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir"

(Lukas 15,18

 

"So tut nun Buße und bekehrt euch."

(Apostelgeschichte 3,19)

 

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