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Zweierlei ...


By gideon - Posted on 17 Mai 2009

... Geburt

«Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen. Was aus Fleisch geboren ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, ist Geist.»

Johannes 3,5.6

Vielleicht finden Sie unser Bibelwort eigenartig, aber es ist ein wahres Wort, ein Ausspruch des Herrn Jesus Christus selbst. Es gibt also zweierlei Geburt - zwei ganz verschiedene Arten, geboren zu werden.

Zunächst einmal sind alle Menschen auf dieselbe Weise in die Welt eingetreten, durch die natürliche Geburt aus dem Mutterschoß.

Aber neben der natürlichen Geburt, die jeder erfahren hat, spricht der Herr von einer neuen Geburt, der Geburt aus dem Geist.

Weil die Natur des Menschen "von Geburt an" unter dem Einfluss der Sünde steht, hat jeder diese neue Geburt nötig, um mit dem lebendigen Gott Gemeinschaft haben zu können. Und wer diese Geburt erlebt, empfängt darin das ewige, göttliche Leben und tritt in die Familie Gottes ein.

Was muss nun ein Mensch tun, um dieses Leben zu empfangen? - Gott bietet es jedem an, der Buße tut, der von seinen eigenen Wegen um kehrt und an den Heiland Jesus Christus glaubt. Christus ist ja am Kreuz für verlorene Sünder gestorben, damit sie durch Ihn "Leben haben". "Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben" (Johannes 10,10; 3,36).

Als wir in die Welt geboren wurden, hatte niemand von uns eine Wahl. Aber ob wir durch die neue Geburt in das Reich Gottes eingehen und das ewige Leben empfangen, das liegt bei uns. Es hängt davon ab, ob wir Gottes Angebot annehmen. "Ihr müsst von neuem geboren werden", sagt der Herr (Johannes 3,7).

... Leben

«Christus ist für alle gestorben, damit die, die leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist.»

2. Korinther 5,15

Unser Dasein besteht aus zahlreichen täglichen Pflichten und Freizeitbeschäftigungen. Je nach den Lebensverhältnissen, den Fähigkeiten und dem Geschmack des Einzelnen läuft es ganz unterschiedlich ab. Die Bibel aber zeigt uns, dass es im Grunde genommen nur zwei Möglichkeiten gibt, zu leben.

Die erste besteht darin, dass man sein eigenes Leben, d. h. für sich selbst lebt. Man betrachtet das Leben als einen persönlichen Besitz, eine Art Kapital, über das man nach Belieben verfügen möchte, ohne dass das jemand anders etwas angeht. Aber halten wir doch einmal Rückschau! - Hat diese Art zu leben jedem das gebracht, was er sich davon erhoffte?

Gott lädt uns ein, an den Herrn Jesus Christus zu glauben und dann für Ihn zu leben. An die Stelle der eigenen, oft selbstsüchtigen Interessen tritt dann ein neues Ziel: Von nun anlebe ich für einen anderen, für Einen, dem ich gehöre, den ich liebe und dessen Willen ich deshalb gern tun möchte.

Jesus Christus hat mich so geliebt, dass Er für mich gestorben ist, um mich zu erretten. Dadurch hat Er Anspruch auf meine Zuneigungen erworben. Wenn ich jetzt nicht mehr egoistischen Beweggründen, sondern seinem weisen und guten Willen folge, dann ist das kein schwerer Dienst, sondern die freudige Antwort meines Herzens auf seine Liebe. Und nur ein solches Leben ist ein erfülltes und glückliches Leben.

Das sehen wir beim Apostel Paulus wie bei keinem Zweiten, denn er sagte: "Das Leben ist für mich Christus" (Philipper 1,21).

... Sterben

«Wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben.»

Johannes 8,24

«Glückselig die Toten, die im Herrn sterben!»

Offenbarung 14,13

Die Statistiken verzeichnen viele Todesursachen; aber ob einer nun zu Hause, im Krankenhaus oder auf der Straße stirbt - bei Gott gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder stirbt man ohne den Glauben an den Erretter Jesus Christus "in seinen Sünden", oder man stirbt "im Herrn".

Das Erste ist das Los aller Menschen, wenn sie so weiterleben, wie sie geboren sind; wenn sie sich nicht um Glaubensfragen kümmern oder sich darüber ihre eigenen Gedanken machen und die Errettung ablehnen, die Gott durch seinen Sohn Jesus Christus anbietet. Wer so als Ungläubiger stirbt, von dem sagt Christus das ernst Wort: "Wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben." Das bedeutet dann auch, als Schuldige vor den Richter, vor den heiligen Gott, hintreten zu müssen. Und dann bleibt nur die Verurteilung. Auch die Sünden, die wir vergessen haben oder als geringfügig ansehen, werden uns dann anklagen, und kein Anwalt wird uns zur Seite stehen.

Aber die Gnade Gottes hat für jeden einen Weg bereitet, dass er als gläubiger Christ auf ganz andere Weise sterben kann. "Im Herrn sterben" heißt, mit der Gerechtigkeit Christi bekleidet zu werden; und das allein bringt einen Menschen in Sicherheit vor dem Gericht.

Verloren gehen nicht die, die am schuldigsten sind, sondern alle, die nichts vom Heiland wissen wollten. Und es sind nicht die angesehensten Menschen, die einen Platz im Himmel haben werden, sondern allein die, die durch den Glauben an Jesus Christus "im Herrn" gestorben sind.

... Auferstehung

«Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und hervorkommen werden: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben, zur Auferstehung des Gerichts.»

Johannes 5,28.29

Auch wenn sich die Auferstehung der Toten der Beurteilung der menschlichen Erfahrung entzieht - sie ist eine Tatsache. Die Auferstehung Jesu Christi beweist das, und die Bibel bezeugt die Auferstehung als eine Grundtatsache des Christentums (lesen Sie einmal 1. Korinther 15!).

Erstaunlicherweise spricht das Wort Gottes sogar von zwei völlig unterschiedlichen Auferstehungen. Die Auferstehung des Lebens ist denen verheißen, die durch Gnade das ewige Leben empfangen haben und deren Sünden durch das Erlösungswerk Christi vergeben sind. Bald wird der "gebietende Zuruf" des Herrn Jesus Christus ertönen. Dann wird der Tod Ihm alle zurückgeben müssen, die Ihm angehören. Wo sie auch sind, sie werden auferstehen und Christus in einen neuen Körper, einen "Herrlichkeitsleib", zugeführt werden, um "allezeit bei dem Herrn" zu sein (1. Thessalonicher 4,17).

Die zweite Auferstehung wird viel später stattfinden. Sie wird die Auferstehung des Gerichts genannt. Alle, die daran teilhaben, werden vor dem Thron des höchsten Richters erscheinen müssen, um sich dort wegen ihrer Sünden zu verantworten und ihr Urteil zu empfangen (Offenbarung 20,12).

Jesus Christus spricht: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod in das Leben übergegangen" (Johannes 5,24).

(Quelle: Der Kalender "Die gute Saat")

 

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